Als das erste Angelcamp im vergangenen Jahr an den Start ging, da dauerte es nicht lange, bis sich die Tierschutzorganisation PETA zu Wort meldete. Sie beschuldigten Knossi und den Rest der CampBande (Sido, Manny Marc und Sascha „unsympathischTV“ Hellinger) der Tierquälerei. Denn in dem Streaming-Event wurden Fische nicht nur zum Verzehr gefangen. Wie es unter vielen internationalen Angelsportlern verbreitet ist, wurde bei diesem Event die „Catch and Release“-Technik genutzt. Dabei fängt man einen Fisch, zieht ihn mit dem Kescher an Land, befreit ihn vom Haken und posiert dann mit dem Tier für ein Foto. Erst danach wird der Fisch wieder freigelassen.

Während tierliebe Angler dabei möglichst behutsam vorgehen, um dem Tier möglichst wenig Stress zuzumuten, sehen Kritiker diese Technik als unnötige Quälerei an, die nur der Unterhaltung von Menschen dient. Das Angelcamp sorgte so nicht nur wegen der hohen Einschaltquoten für mediales Aufsehen, es folgte auch eine Strafanzeige. In der Vergangenheit hatten Gerichte bereits über Fälle von Catch and Release geurteilt und gaben den Tierschützern recht.

Auch in diesem Jahr wurden im Angelcamp 2 die Tiere nicht ausschließlich für den Verzehr gefangen. Dies klagte die PETA erneut an und klärt über das Problem in einem Blog-Beitrag auf. Knossi wird vorgeworfen, das Angelcamp absichtlich im Ausland abgehalten zu haben, um sich so der deutschen Gerichtsbarkeit zu entziehen. Das Angelcamp 2 fand in diesem Jahr nämlich nicht in Deutschland, sondern in Tschechien statt, wo es weniger scharfe Regularien zum Fischfang gibt.

Im Clip sieht man Knossi, wie er seinen ersten Wels beim Angelcamp 2 fängt. Dieser scheint recht wehrhaft zu sein und beißt dem Hobby-Angler kräftig in die Hand. Unterstützt wird Knossi beim Fang von Extremangler Jakub Vágner:

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In Deutschland ist das Angeln reglementiert und man benötigt in der Regel einen Angelschein, um Fische zu fangen. Dieser bescheinigt dem Angler einen waidgerechten Umgang mit den Tieren. In vielen Vereinen gibt es eine klare Grundhaltung zu verschiedenen Angeltechniken. Die Catch and Release-Methode steht auch hier in der Diskussion. Dabei ist dies vornehmlich ein deutsches Thema, da es mit dem hiesigen Tierschutzgesetz kollidiert. In anderen europäischen Ländern wird dies wesentlich lockerer gehandhabt. Auch hierzulande gibt es verschiedene Auffassungen zu dem Thema, sei es unter Anglern oder der Restbevölkerung.

Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, der findet hier einen sehr aufschlussreichen Artikel zum Thema auf der Angelseite hechtundbarsch.de

Mit einer Petition gegen den traditionellen Fischertag in Memmingen versucht die PETA ein Exempel zu statuieren. Auf diesem Fest wird jährlich der Stadtbach von Fischen freigeräumt – ein blutiges Fest, welches nicht die Zustimmung der Tierschützer erhält.

Eure Meinung:

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Die PETA-Kritik ist allerdings nicht der einzige Wermutstropfen des diesjährigen Angelcamps. Auch Sido scheint ein wenig ins Zweifeln gekommen zu sein:

Angelcamp 2: Zukünftige Knossi-Camps ohne Sido? Rapper äußert Zweifel

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