Was genau rechtfertigt unsere Arbeit als Content-Creator? Was begründet unsere Existenz und welche Inhalte sollten wir erstellen? Wenn ihr diese Fragen nicht beantworten könnt, dann solltet ihr diesen Beitrag unbedingt verinnerlichen.

Der Grund deiner Existenz. Meine ersten Schritte in der Welt der Content-Creator stammen bereits aus dem Jahr 2015. Ich hatte meinen YouTube Kanal als LetsPlay-Kanal gestartet und habe mehrfach pro Woche Videos zu unterschiedlichen Spielen hochgeladen. Doch nach einigen Monaten war die Luft raus und ich hörte gegen Anfang 2016 wieder auf. Ein ganzes Jahr kam dann erst einmal nichts von mir, bis ich 2017 mit dem Live-Streaming auf Twitch angefangen hatte, was nun seit Ende 2019 durch meine Videos zum Thema Mentalität auf YouTube ergänzt wird.

Jeder dieser Schritte ging mit einem inneren Konflikt einher, einem Konflikt, welcher mich jedes Mal hinterfragen ließ, welchen Mehrwert ich eigentlich liefern möchte. Es fehlte ein gravierender Baustein in meiner Gleichung. Und bei der Suche nach dieser Erkenntnis konnte mir der „Golden Circle“ von Simon Sinek weiterhelfen.

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Der Golden Cirlce

Der Golden Circle nach Simon Sinek ist ein Schalenmodell für die Identitätsfindung eines Unternehmens und dessen Produkte. Erstmalig beschrieben wurde das Modell in dem Buch „Start with Why“ und wurde seitdem vielerorts referenziert. Jeder, der sich mit dem Branding einer Marke, sei es einem Unternehmen, als auch einer Person im Sinne eines Content-Creators beschäftigt, sollte sich unbedingt hiermit auseinandersetzen. Der Golden Circle führt zu einem glaubwürdigeren Auftritt und einem Kompass für zukünftige Entscheidungen.

Ich formuliere hier den Golden Circle aus der Sicht eines Content-Creators, jedoch beschreibt das Original die Sicht eines Unternehmens. Erfreulicherweise handelt es sich um ein abstraktes Modell, weshalb dieses in unterschiedlichen Szenarien Anwendung findet.

What – Was

Die meisten von uns haben eine klare Vorstellung, was wir als Content-Creator abliefern wollen. Wollen wir LetsPlays machen, oder doch lieber Live-Streams. Wollen wir Hochglanz-Bilder posten, oder geschnittene Inhalte als Video veröffentlichen. Die persönliche Marke nimmt Form an. Das „Was“ ist also das Endprodukt oder der Dienst, welchen wir als Content-Creator anbieten und es ist auch das Erste, was unsere Community zu Gesicht bekommt.

How – Wie

Aus dem „Was“ resultiert ziemlich schnell die Erkenntnis des „Wie“. Wenn wir uns im Klaren sind, was wir produzieren möchten, müssen wir uns lediglich entscheiden, wie wir es anstellen wollen. Es wird zum Beispiel die Frage der Plattform geklärt. Soll es Twitch, YouTube Gaming oder doch Facebook Gaming sein? Die Entscheidung über das gespielte Spiel wird getroffen und es wird ein Content Plan erstellt, wann die Öffentlichkeit mit unseren Ergebnissen zu rechnen hat. Das „Wie“ beschreibt den Prozess, welcher nötig ist, um das Produkt abzuliefern.

Why – Warum

Doch die wichtigste aller Fragen stellen sich die wenigsten, nämlich die Frage nach dem „Warum“. Was ist die innere Motivation das zu tun, was wir tun? Was ist der tiefere Sinn hinter unserem Produkt als Content-Creator und für wen machen wir das eigentlich? Was ist die große Vision, die wir verfolgen und welche Absichten stecken dahinter?

golden circle

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Bottom-up, anstelle Top-down

Viele Content-Creator machen den Fehler, dass sie sich zuerst überlegen, was sie produzieren wollen und erklären sich höchstens noch den Prozess, um das Ziel zu erreichen. Die wenigsten Content-Creator kommen bis zur eigentlichen Motivation. Und nein, „Vollzeit-Streamer sein“ und „Geld verdienen“ ist keine aufrichtige Begründung einer Motivation.

Ein glaubwürdigeres und aufrichtigeres Ergebnis entsteht, wenn wir von innen heraus zuerst erkennen, warum wir Inhalte im Internet erstellen wollen und darauf aufbauend das „Wie“ und „Was“ resultieren lassen. So entsteht ein echter Mehrwert, der das widerspiegelt, was uns im Kern wichtig ist.

Welche Aussage findet ihr besser?

„Ich mache LetsPlays zu verschiedenen Spielen auf YouTube. Kommt vorbei und schaut mir dabei zu.“

oder

„Mir ist es wichtig, dass Menschen mit wenig Zeit oder auch wenig Geld die Möglichkeit bekommen, in die fantastischen Welten verschiedener Spiele eintauchen und erleben zu können. Ich stehe für eine angenehme und barrierefreie Atmosphäre und freue mich, wenn ich meine Erfahrungen in Form von LetsPlays auf YouTube mit euch teilen kann. Kommt vorbei und schaut mir dabei zu.“

Die erste Aussage beschäftigt sich lediglich mit dem Was und Wie, wobei die zweite Aussage das Warum in den Fokus stellt.

Mein Why

Der Fehler, den ich vielen anderen unterstelle, war eine lange Zeit auch mein Fehler. Ich konnte mich inhaltlich und sinnstiftend nicht damit identifizieren nur LetsPlays oder nur Streams zu machen. Genau da wo LetsPlays und Streams einen guten Ort für Unterhaltung bieten, fehlte mir ein wichtiger Punkt: Die Weiterbildung. Durch das Verständnis meines „Warum“ war ich in der Lage etwas zu produzieren, worauf ich stolz bin, denn es erfüllt meine persönlichen Werte.

Wenn ich den Auftrag von „PAWL“ formulieren müsste, wäre es so etwas wie:

„Als Teil meiner Identität verspüre ich den tiefen Drang Menschen um mich herum zu unterhalten und sie zu inspirieren. Ich möchte meine Erfahrungen so breit wie nur möglich teilen, in der Hoffnung, dass meine Gedanken GamerInnen um mich herum positiv beeinflussen. Hierfür bereite persönlich wichtige Themen auf und veröffentliche diese auf YouTube, Gaming-Grounds.de und Instagram.

Da mir das interaktive Zusammenkommen mit euch sehr am Herzen liegt, streame ich zusätzlich regelmäßig auf Twitch. Es würde mich unermesslich freuen, wenn ihr ein Teil meiner Reise werdet.“

Abschluss

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr inhaltlich nicht so recht zufrieden mit euren Inhalten seid, dann kann es daran liegen, dass ihr euer „Warum“ nicht hinterfragt habt und dadurch auch euer „Was“ und „Wie“ verfälscht ist. Nutzt bitte diese Gelegenheit, um euch Gedanken genau darüber zu machen.

Im Video: „Find your WHY – BEGRÜNDE DEINE EXISTENZ“

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