Berlin. Die Corona-Krise und die damit verbundenen Schulschließungen verdeutlichen abermals, wie viel Schulen in Deutschland bei der Digitalisierung noch aufholen müssen. So lautet das Fazit des game – Verband der deutschen Games-Branche zu einer repräsentativen Umfrage unter Eltern, die vom Befragungsinstitut YouGov durchgeführt wurde. Danach erhalten derzeit 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler Aufgaben zwar auf digitalem Weg, etwa per Mail, müssen diese aber anschließend zum Bearbeiten ausdrucken.

Übungsaufgaben, die auch direkt online bearbeitet werden können, erhalten dagegen nur 45 Prozent, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung. Unterricht per Videokonferenz finde laut Umfrageergebnis sogar nur in 16 Prozent der Fälle statt. Am seltensten werden digitale Lernspiele eingesetzt, obwohl diese bei den Eltern besonders gut ankommen: So würden 47 Prozent der Eltern, deren Kinder in der Schule bisher keine digitalen Lernspiele nutzen können, sich deren Verwendung wünschen.

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game-Geschäftsführer Felix Falk sagt:

„Die Corona-Krise zeigt deutlich, wie viel wir in Deutschland bei der Digitalisierung der Schulen noch aufholen müssen. Wir sollten die aktuelle Krise als Chance verstehen, um auch in Deutschland endlich Schulen flächendeckend mit schnellem Internet, Schülerinnen und Schüler mit Geräten und Lehrkräfte mit dem notwendigen pädagogischen Rüstzeug, den Konzepten und Fortbildungen für einen digitalisierten Unterricht auszustatten. Dazu müssen natürlich auch Lernspiele gehören. Denn mit ihnen wird nicht nur der Unterricht interessanter, sondern die Schülerinnen und Schüler erlernen gleichzeitig Kompetenzen für die digitalisierte Arbeitswelt.“

Welche Spiele beispielsweise besonders großes pädagogisches Potenzial haben, zeigt die Stiftung Digitale Spielekultur mit ihrer Sammlung auf https://www.stiftung-digitale-spielekultur.de/project/digitale-spiele-mit-paedagogischem-potential

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Quelle: game

Informationen zu den Umfragedaten

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1.016 Personen zwischen dem 30.03. und 01.04.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.

Über den game – Verband der deutschen Games-Branche

„Wir sind der Verband der deutschen Games-Branche. Unsere Mitglieder sind Entwickler, Publisher und viele weitere Akteure der Games-Branche wie Esport-Veranstalter, Bildungseinrichtungen und Dienstleister. Als Mitveranstalter der gamescom verantworten wir das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. Wir sind zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft und beantworten Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Unsere Mission ist es, Deutschland zum besten Games-Standort zu machen.“, schreibt der Verband über sich selbst.

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