Das ging jetzt doch nochmal schnell. Obwohl schon vor ca. ein, zwei Wochen das Panel From Hell von Larian angekündigt und am 15. Februar veranstaltet wurde, geht es für uns jetzt auch direkt los. Wir bekommen nämlich alle dort erwähnten Neuerungen zu Baldurs Gate 3 direkt auf die eigene Festplatte gedrückt, ganz ohne Wartezeit. Soll heißen: PATCH 7 ist hier und er ist barbarisch gut! Die wichtigsten Inhalte schauen wir uns jetzt in aller Kürze an, wer allerdings an allen einzelnen Details interessiert ist, darf sich gerne in den offiziellen Patchnotes schlau lesen.

Neue Klasse – Der Barbar

Fangen wir wohl mit der wichtigsten Neuerung an. Die Community spekuliert immer wieder ganz hitzig, um welche Klasse das Spiel mit dem neuen Major Patch erweitert wird. Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Fans in Rage verfallen würden, wenn es dieses Mal nicht der beliebte Barbar gewesen wäre. Den Barbaren zeichnen drei wesentliche Merkmale aus. Zum einen ist diese Klasse besonders gut in der „ungerüsteten“ Verteidigung, sie benötigt also keinerlei Rüstung, um sich gut zu schützen.

Die Rüstungsklasse ergibt sich aus 10 plus den Modifikatoren der Geschicklichkeit und der Konstitution. Diese Kombination führt schnell zu einer Rüstungsklasse von 15 oder 16, oder gar zu einer 18, wenn wir mit einem Schild ausgerüstet sind. Für Dungeons and Dragons Verhältnisse ist solch eine Rüstungsklasse durchaus ansehnlich. Außerdem kann der Barbar in einen Kampfrausch verfallen, welcher ihm Boni auf seine Stärke und Schadenswürfe beschert. Die meisten Kenner der Pen and Paper Vorlage ziehen es jedoch vor, diesen barbarischen Zustand mit der Originalbezeichnung auszuspielen. Hierzu rufen sie einfach „Raaaaage!“ in den Raum und jeder weiß sofort Bescheid. Klingt schräg, macht aber Spaß! Zuletzt kann sich der Barbar für einen urtümlichen Pfad entscheiden.

So kann es entweder der Pfad des Berserkers oder der Pfad des Totemkriegers sein. Während der Berserker auf seine schäumende Wut setzt, ist der Totemkrieger eher spirituell unterwegs und kann tierische Totemgeister als Unterstützung beschwören. Nachdem nun mit dem Barbaren die neunte Klasse eingeführt wurde, fehlt laut D&D Spielerhandbuch nur noch der Barde, der Mönch und der Paladin. Mal sehen, was als Nächstes kommt.

Neues User Interface

Die nächste offensichtliche Neuerung ist das komplett überarbeitete User Interface. Der „Overhaul“ macht sich ganz besonders an zwei Stellen bemerkbar. Die Fähigkeitenleiste am unteren Bildschirmrand zeigt unser Porträt, daneben die ausgerüsteten Waffen und schließlich eine gruppierte Ansicht unserer Fähigkeiten. Hier können wir zügig zwischen allgemeinen und klassenspezifischen Fähigkeiten hin und her wechseln. Außerdem können wir auch nach Fähigkeiten sortieren, die entweder eine Aktion oder lediglich eine Bonus-Aktion bedürfen.

Die zweite Änderung ist in der Darstellung der offenen Fenster. Diese sind deutlich kompakter gestaltet und frei auf dem Bildschirm verschiebbar. So können wir von jetzt an den Charakterbogen öffnen und diesen geöffnet lassen, während wir den Monstern aus der Unterwelt die Visage verstellen.

Was vielleicht nicht direkt eine Änderung um User Interface ist, aber dennoch ziemlich wichtig ist, sind die neuen „Tür-Portale“. Ursprünglich konnten wir durch das Verschieben der Kamera sehen, was sich hinter verschlossenen Türen befindet. Damit ist nun Schluss, denn bevor wir die Tür nicht wirklich geöffnet haben, bleibt alles dahinter tatsächlich verborgen.

Neue Animationen

Ein tolles neues Gimmick finden wir beim Zauberwirken wieder. Larian Studios hat für jede einzelne Zauberklasse entsprechend unterschiedliche Zauberanimationen eingespielt, die die Fantasie der Klasse gerecht werden. So soll der Hexenmeister ganz anders wirken als zum Beispiel der Zauberer oder der Magier, obwohl im Grunde genommen der gleiche Zauber gewirkt wird. Mir gefällt diese Änderung, weil es den Rollenspiel-Aspekt der jeweiligen Klasse deutlich stärkt.

Neue Möglichkeiten

Wer sich in der unendlichen Freiheit von Dungeons and Dragons wohlfühlt, sich aber in den D&D PC-Spielen etwas eingeschränkt fühlt, dürfte sich hier auf jeden Fall freuen. Wer kennt es nicht, in einer Spielsitzung will der große stämmige Ork den kleinen Zwerg packen und einfach als Projektil durch die Gegend schleudern. Oder aber wir schnappen uns einen Stuhl und schmettern diesen auf den Kopf eines aufsässigen Tavernensäufers.

Mit Patch 7 können wir unserer aggressiven Kreativität nun auch freien Lauf lassen, denn das System der improvisierten Waffen wurde nun deutlich erweitert. Ergibt es Sinn? Machen wir so mehr Schaden als mit unseren Kriegswaffen? Wahrscheinlich nicht! Macht es dadurch mehr Spaß, unserem Gegenüber zu verprügeln? Wahrscheinlich schon.

Sonstiges

Abschließend unternehme ich einfach nur noch kurz den Versuch die Liste an Neuerungen zu vervollständigen: Wir bekommen hunderte überarbeitete Zwischensequenzen, neue Musik, neue magische Gegenstände, Anpassungen an die D&D Lore, Wurfwaffen, eine überarbeitete Darstellung der Dunkelsicht und vieles mehr.

Alles in allem könnte es tatsächlich sein, dass ich mich mit dem ganzen neuen Zeugs an einen erneuten Spieldurchlauf des ersten Aktes heranwage!

Im Video: Baldurs Gate 3 Patch 7 im Detail

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