Vor wenigen Tagen erst ist der Battle Royale Modus von Call of Duty: Modern Warfare an den Start gegangen. Mit „Warzone“ haben Infinity Ward und Activision einen Ableger des Hauptspiels geschaffen, der verdammt gut bei den Spielern ankommt. Das belegen nicht nur die extrem hohen Spielerzahlen, sondern auch das Feedback direkt aus der Community.

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In den ersten 24 Stunden betraten bereits über sechs Millionen Spieler das virtuelle Schlachtfeld und kämpften in den zwei Spielmodi um den Sieg. Nach nun etwas über drei Tagen ist die Zahl der Überlebenskämpfer auf über 15 Millionen Spieler gestiegen und hat damit sogar den Startrekord von EAs Apex Legends übertroffen, die zeitnah nach dem Launch zehn Millionen Nutzer verzeichnen konnten.

Auf Twitter bedankten sich die Verantwortlichen am frühen Samstagmorgen:

Berechtigter Hype?

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung von „Warzone“ waren immer wieder Inhalte im Internet geleaked worden, bevor diese eigentlich hätten der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen. Die allermeisten Informationen wurden von der Community extrem positiv aufgefasst und bestätigten sich zu späteren Zeitpunkten in den allermeisten Fällen so wie erwartet.

Dieses Bild änderte sich nun auch nach dem Release kaum, als jeder Interessierte einfach in das Spiel starten konnte. Denn „Warzone“ ist eigenständig und kann auch von Spielern gespielt werden, die das Grundspiel Call of Duty: Modern Warfare gar nicht besitzen. Die Free to Play Auskopplung stellt im Call of Duty Franchise ein Novum dar und scheint – zumindest was die Reichweite und Aufmerksamkeit angeht – eine gute Idee von Activision gewesen zu sein.

Auch auf Twitch erfreut sich „Warzone“ nach wie vor großer Beliebtheit. Etliche große und kleine Streamer sind auf den Zug aufgesprungen und verhelfen Call of Duty: Modern Warfare derzeit zur Position 2 im Ranking der meist gesehenen Kategorien und Spiele auf der großen Streamingplattform. Nur beim Klassiker League of Legends sehen, Stand heutiger Samstag, 14. März, 15:00 Uhr, noch mehr Menschen zu als bei Call of Duty und insbesondere natürlich „Warzone“, welches in die gleiche Kategorie fällt. Damit lässt der Titel momentan sogar das beliebte „Just Chatting“ und Genre-Konkurrent „Fortnite“ hinter sich.

Während über 180.000 Zuschauer live CoD verfolgen, sind es gerade einmal etwa 105.000 Zuschauer bei Fortnite. Zum weiteren Vergleich: PUBG liegt bei etwa 34.000, Apex Legends bei 13.600 Zuschauern.

[Disclaimer: Diese Zahlen variieren laufend und hängen von diversen Faktoren wie Uhrzeit, Wochentag, ausgestrahlten E-Sport Turnieren und insbesondere von großen Streamern ab, die online sind und große Fangemeinden hinter sich vereinen. Zudem würden Genre-Größen wie ‚Shroud‘ und ‚Ninja‘ ebenfalls einen erheblichen Einfluss haben, die ebenfalls im Battle Royale- und Shooter-Genre zu Hause sind. Durch ihren Wechsel zu Twitch Konkurrent „Mixer“ fehlen ihr Kanäle in der Statistik aber offensichtlich.]

Überschaubare Kritik an Technik und Gameplay

Insgesamt befürworten viele Spieler vor allem kleine Anpassungen und Verbesserungen, die Infinity Ward in „Warzone“ eingebaut hat und die das Spiel im Vergleich zu anderen Battle Royale Titeln unterscheiden. Dazu gehören etwa das schnelle Ausrüsten, zeitaufwändige Suchaktionen nach Anpassungen für Waffen fallen vollständig weg. Es gibt also kein „20 Minuten sammeln um direkt zu sterben“, wie es einige Spieler beispielsweise in PlayerUnknown’s Battlegrounds oft und immer wieder erleben.

Auch das nicht endgültige Ausscheiden nach einem Abschuss durch das Gulag-System und die Möglichkeit zum Kauf der Respawn-Token für gefallene Mitspieler lassen vor allem gemeinsam Spielende jubeln. Dennoch ist „Warzone“ weit entfernt von einem perfekten Battle Royale. Daran ändern auch die oben genannten Faktoren sowie die sehr große Karte und 150 gleichzeitige Spieler pro Partie nichts.

Insbesondere in den ersten Stunden klagten viele Spieler über kaputte Lobbies, lange Wartezeiten zwischen den Spielen und weiteren technischen Schwierigkeiten beim Spielbeitritt. Mittlerweile konnte auch die Gaming-Grounds.de Redaktion das Spiel testen und muss – ebenfalls Stand Samstagmittag, 14. März – in dieser Hinsicht bereits eine deutliche Verbesserung feststellen. Was trotzdem bleibt sind enorme Dateimengen, die es sowohl für Neueinsteiger als auch Modern Warfare Besitzer sowohl beim Grundspiel, als auch bei „Warzone“ sowie Updates und Patches herunterzuladen gilt.

Im Spiel selbst gibt es hingegen kaum etwas zu kritisieren. Einer der wenigen negativ auffallenden Faktoren ist die nicht sonderlich übersichtlich gestaltete Aufmachung der Beute. Öffnen wir beispielsweise eine Kiste, fallen Waffen und Ausrüstung zwar heraus. Um allerdings die Qualität selbiger herauszufinden, müssen wir jeden Gegenstand direkt ansehen und mit dem Fadenkreuz darauf zielen. Dieses Problem hat die Konkurrenz teils schon deutlich besser gelöst.

Hilfe beim Einstieg

Wer zwar gerne in „Warzone“ erfolgreich mitmischen würde, aber noch sehr verloren über die die Karte von Verdansk läuft, für den hat Activision einen umfangreichen Strategie Guide erstellt, der von einer generellen Einführung und guter Vorbereitung bis hin zu taktischen Elementen im Spiel alles berücksichtigt, was man wissen sollte.

Zur optimalen Vorbereitung geht es hier entlang:

https://blog.activision.com/call-of-duty/2020-03/Announcing-the-Official-Warzone-Strategy-Guide-available-Free-on-March-10

Über Call of Duty: Modern Warfare

Call of Duty: Modern Warfare ist am 25. Oktober 2019 für PlayStation 4, PC und Xbox One erschienen. Entwickler Infinity Ward konzentriert sich im aktuellen Ableger des Franchises wieder auf die stärkste Marke der gesamten Call of Duty Reihe und setzt seinen Fokus neben klassischem Multiplayer in aktuellem Setting auch wieder auf eine Story-intensive Einzelspielerkampagne sowie kooperative Missionen.

Seit dem 10. März 2020 ist zudem „Warzone“ als F2P Battle Royale Standalone hinzugekommen, der bis zu 150 Spieler zeitgleich in zwei verschiedenen Modi ums Überleben kämpfen lässt.

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