Microsoft veröffentlichte am gestrigen Donnerstag einen neuen Blogpost, in dem die eigene Sichtweise auf den Mega-Deal mit Activision Blizzard dargelegt wird. Im Beitrag spricht Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, auch über künftige Pläne in Bezug auf den Game Pass, der durch die neu im Portfolio befindlichen Titel noch einmal deutlich gestärkt werden soll. Dabei werden namentlich sowohl das Overwatch-Franchise, als auch Diablo, Call of Duty, Candy Crush und StarCraft genannt.

WoW Fans werden hier ebenfalls spitze Ohren machen, jedoch vorerst keine Nennung bekommen. Zwar findet sich im zugehörigen Beitragsbild auch ein World of Warcraft Artwork, spezifisch genannt wird das noch immer äußerst beliebte MMO aber nicht.

Was bedeutet die Übernahme für Spielende?

Zwar liebe man Konsolen, so Spencer, aber man wisse auch, dass mobile Plattformen den am schnellsten wachsenden Bereich im Bereich Games darstellen. Man wolle die Spielenden dort erreichen, wo sie sind, als diesen auch die Wahl lassen, wo sie ihre Spiele konsumieren möchten. Dies führe zu einer größeren und lebendigeren Spielergemeinschaft und stärke auch die Wahlmöglichkeiten der Entwickelnden.

Die geschilderte Auswahl wolle man auf zwei Arten erweitern. Auf der einen Seite sei dies natürlich das Angebot von Spielen auf mobilen Plattformen, insbesondere unter Berücksichtigung der eigenen Cloud Game Streaming-Technologie, auf der anderen Seite der Game Pass inklusive Abo-Option.

WoW im Gamepass?

Nun kommen wir zum wichtigsten Punkt: Phil Spencer sagt, dass man beabsichtige, die „Activision Blizzard Spielesammlung“ im Game Pass verfügbar zu machen. Er betont:

„Wir beabsichtigen, die beliebte Spielesammlung von Activision Blizzard – darunter Overwatch, Diablo und Call of Duty – im Game Pass verfügbar zu machen und diese Spiele-Communities zu vergrößern. Wir hoffen, dass wir Game Pass weiter ausbauen können, indem wir den Spielern einen noch größeren Mehrwert bieten und seine Attraktivität auf Mobiltelefone und alle verbundenen Geräte ausweiten.“

Zwar wird der größte Cliffhänger, das ebenfalls Abo-pflichtige World of Warcraft, nicht speziell erwähnt, doch spricht Spencer auch von Beispielen. Grundsätzlich betont er die gesamte Spielesammlung des Publishers, zu der in diesem Fall dann natürlich auch WoW gehören würde. Diese beiden Abos in eines umzuwandeln, würde Microsoft eine nochmals erheblich gestärkte Position in der gesamten Branche verschaffen.

Noch mehr Games auf noch mehr Plattformen

Einen weiteren Teaser gibt Spencer den Fans von Activision Blizzard Spielen an die Hand, in dem er erklärt, dass man hoffe, traditionelle Konsolenspiele auf anderen Plattformen über Cloud-Streaming anbieten zu können. Man wolle den Spielspaß eben auf alle erdenklichen Plattformen bringen – darunter Smartphones, Smart-TVs und Laptops.

Zudem gibt es Entwarnung für alle Call of Duty Spielenden auf der PlayStation. Spencer betont noch einmal, dass man sich dazu verpflichtet habe, Call of Duty auf der PlayStation am selben Tag verfügbar zu machen, an dem das Spiel auch auf anderen Plattformen erscheint. Darüber hinaus werde man es auch weiterhin ermöglichen, plattformübergreifend gemeinsam zu spielen. Als Paradebeispiel für Crossplay und die Erweiterung auf neue Plattformen nennt Spencer Minecraft, welches bereits seit 2014 in Besitz von Microsoft ist und seither auf noch mehr Plattformen erweitert wurde.

Übernahme noch immer nicht durch

Noch immer ist die Übernahme ein währender Prozess, in dem Microsoft weiterhin mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten möchte, wenn es um die Prüfung der Übernahme geht. Man respektiere und begrüße gar die schwierigen Fragen, die in diesem Kontext gestellt werden.

Neben der eigenen Kooperationsbereitschaft betont man allerdings auch, dass Branchenführer wie Tencent oder auch Sony ebenfalls ihre „umfangreichen Spielesammlungen“, als auch weitere Unterhaltungsmärkte, ausbauen. Man sei optimistisch, dass der Zusammenschluss von Microsoft und Activision Blizzard sowohl Branche als auch Spielenden zugute kommen wird.