Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) begrüßt in einer tagesaktuellen Pressemitteilung die geplante Erweiterung der Computerspieleförderung. Künftig sollen Forschungs- und Entwicklungsprojekte und -studien, die Computerspiele zum Forschungsgegenstand haben, ebenfalls von der Förderung erfasst werden. Damit wird eine zentrale Forderung des 5-Punkte-Plans für den E-Sport-Standort Deutschland umgesetzt, den der Verband der Politik vorgelegt hat.

ESBD-Präsident Daniel Luther betont:

„Wir freuen uns, dass der E-Sport einen solchen Auftrieb erhält. In zahlreichen Themenfeldern, zum Beispiel Diversity, Ausbildung oder Inklusion, bedarf es wichtiger Grundlagenforschung. Wir haben die große Chance, dass der E-Sport-Standort Deutschland mit einer solchen Förderung zum internationalen Spitzenreiter in der Forschung wird.“

Neben der im Koalitionsvertrag angekündigten Anerkennung der Gemeinnützigkeit wird mit der geplanten Förderung eine weitere Forderung des ESBD angegangen. Dazu heißt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMVI) im Beitrag „Computerspieleförderung des Bundes“ unter anderem, dass „Wege gesucht werden“ sollen, „wie die Innovationskraft von Branche und Wissenschaft gezielt gefördert werden kann“. So möchte man sicherstellen, dass „deutsche Computerspiele Innovationstreiber bleiben“.

Für einen intensiveren Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmen sei es darüber hinaus ein Ziel, „die Forschungsförderung im Themenfeld Games auszubauen, beispielsweise durch Verbundvorhaben aus Wissenschaft, Forschung und Industrie oder den Einsatz von Reallaboren zur Beantwortung interdisziplinärer Fragestellungen.“

Luther in der Pressemitteilung des ESBD dazu weiter:

„Wir sehen eine Koalition, die dem E-Sport offener gegenübersteht als ihr Vorgänger und Interesse an verbesserten Rahmenbedingungen zeigt. Das begrüßen wir ausdrücklich.“

Abzuwarten seien allerdings konkrete Ergebnisse, die es dann zu bewerten gelte.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat vergangene Woche einen Aufruf zur Interessensbekundung gestartet, um den konkreten Bedarf einer erweiterten Computerspieleförderung zu identifizieren. Prioritär sind vor allem Forschungsvorhaben, die einen Bezug zu den Handlungsfeldern Innovation und Gesellschaft haben, die in der Games-Strategie des Ministeriums ausformuliert sind. Die Einreichungsfrist der Interessensbekundungen ist der 21. Januar 2022.

Computerspieleförderung des BMVI – Kurz und knapp erklärt

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