Diablo 3 Season 23: Lohnt die Rückkehr zum Hack’n’Slay Meister?

Der größte Diablo 3 Patch seit 2018 rollt mit Season 23 auf uns zu. Lohnt sich also die Rückkehr zum Urvater des Hack’n’Slay Genres? Und für wen sind die großen Änderungen überhaupt relevant? Diese Fragen klären wir in diesem Beitrag.

Wieso Diablo 3?

„Diablo 3 ist doch eine alte Kamelle, in der sich seit Jahren nicht mehr viel bewegt.“ Ja, das stimmt. Bis auf die Rotationen in den saisonalen Sets ändert sich kaum etwas in Diablo 3. Als Diablo-Casual komme ich doch hin und wieder zurück und suchte in die ein oder andere Season rein. Ich weiß, was mich erwartet und ich habe auch kurzweiligen Spaß. Doch gerade jetzt sitze ich noch mehr auf heißen Kohlen als sonst.

Diablo 4 befindet sind am Horizont und ich kann es kaum erwarten, im neuen Ableger die Monster rund um Sanctuary dort hin zu befördern, wo sie herkamen. Ja, ich gestehe, dass auch ich ein Mobil-Telefon besitze und mich auch auf Diablo Immortal freue. Sagt es bitte niemandem weiter! Doch diese Spiele lassen nun mal noch etwas auf sich warten, also brauche ich teuflischen Ersatz. Mit Season 23 um die Ecke, verspüre ich den optimalen Moment doch mal wieder in Diablo 3 hereinzuschauen. Lohnt sich die Rückkehr auch für euch?

Features

Die Season 23 wird gleichzeitig mit Patch 2.7.0 ausgeliefert, welcher doch einige größere Veränderungen rund um die Begleiter und den Ranglisten-Modus mit sich bringt. Es ist also ein Patch, welcher seit langem echte Veränderungen am Spiel mit sich bringt. Nicht wie in den Seasons üblich, bleiben diese Veränderungen aber für die Zukunft für das ganze Spiel bestehen.

Begleiter

Die größte Veränderung betrifft unsere Begleiter im Spiel, denn diesen können wir ab nun eine volle Ausrüstung zustecken. Wo zuvor nur Relikte, Waffen, Amulette und Ringe möglich waren, können ab der neuen Saison auch die restlichen Slots unserer Begleiter besetzt werden. Spannender Effekt dabei ist, dass legendäre Eigenschaften auch auf uns wirken, sodass ganz neue Möglichkeiten entstehen. Leider gilt das aber nicht auf alle legendäre Eigenschaften und auch nicht auf alle Set-Belohnungen, ich denke das wäre einfach zu mächtig.

Laut Blizzard handelt es sich um eine Auswahl an Items, derer Eigenschaften wir über den Begleiter für uns nutzen können. Zuvor konnten wir legendäre Eigenschaften nur über Kanais Würfel extrahieren, doch jetzt bekommen wir noch einige Eigenschafts-Slots hinzu. Ich bin gespannt, was das mit der Meta so anrichten wird. Darüber hinaus schraubt Blizzard auch an den Fähigkeiten unserer Mitstreiter.

Der Templer bekommt mit Onslaught 800 Prozent Waffenschaden mit einem Debuff der Gegner über die nächsten drei bis sechs Sekunden und mit Guardian einen Skill, der es ihm erlaubt in kritischen Situationen uns das Leben zu retten, indem er alle Gegner wegstößt und uns um 15 bis 25 Prozent unseres Lebens heilt.

Große Veränderungen erfährt die Verzauberin, denn die Skills Missile Ward, Disorient, Mass Control und Forceful Push werden entfernt. Als Ersatz gibt es mit Temporal Pulse eine Kugel, die 150 Prozent Waffenschaden erteilt und Gegner verlangsamt. Amplification erhöht den Elementarbonus, Prophetic Harmony verringert die Abklingzeit unserer Fähigkeiten und Fate´s Lapse rettet uns in kritischen Situationen, indem unsere Geschwindigkeit für einige Sekunden beschleunigt wird.

Beim Schuft werden die Skills Dirty Figthting und Poison Bolts entfernt. Auf der anderen Seite bekommt dieser Begleiter mit Night’s Veil eine neue Fähigkeit, mit der dieser eine Wolke ausstößt, in der alle Gegner immer kritischen Schaden erleiden und mit Piercing Shot eine durchdringende Fähigkeit, welche den Schaden auf alle Gegner um 10 Prozent erhöht.

Ranglisten Filter

Wer sich in Diablo wettkampfmäßig beteiligt, der kommt um die Rangliste nicht herum. Diese Rangliste hat bisher klassenweise nach Säuberungsdauer eines großen Nephalemportales sortiert. Problem daran war, dass sich dadurch nur die stärksten Meta-Builds der Klassen durchgesetzt haben und eine Variation in der Spielweise schädlich für die Ergebnisse in der Rangliste waren.

Ab Season 23 wird die Rangliste um zusätzliche Filter erweitert, in denen nun nach Rüstungsset und nach „No Class Set“, also nach einem Build, welcher gänzlich auf Klassen-Sets verzichtet, gefiltert werden kann. So können sich Spieler in allen individuellen Ausprägungen ihrer Klasse messen.

Für wen ist das überhaupt etwas?

Ich denke, dass durch die neuen Filter für den Ranglisten-Modus die Core-Spieler einen größeren Anreiz bekommen unterschiedliche Spielweisen zu etablieren und sich in verschiedenen Builds zu messen. Das wird sicherlich ein großer Anreiz für die Wettkampf-Szene – für Casuals wie mich, die sich nur mal eben über die Seasons das aktuelle Set holen und damit zufrieden sind, ist diese Änderung nicht sonderlich gravierend.

Viel interessanter jedoch sind die Änderungen an den Begleitern, die diesen nun einen höheren Wert zuschreiben. Wo unsere Kumpanen momentan auf höheren Qual-Stufen ständig tot umfallen, glaube ich, dass diese nun endlich richtig mitmischen werden können. Diablo hat zwar keine große Einstiegshürde für das Online-Multiplayer-Spiel, in dem Begleiter ohnehin deaktiviert sind, aber für Menschen die ganz bewusst auf ein Zusammenspiel mit anderen verzichten und alleine ihre Wege gehen, für genau diese Spieler wird das eine tolle Stärkung sein.

Die Jagd nach den „best in slot“-Gegenständen wird sich über unsere eigene Ausrüstung auch auf die Ausrüstung unserer Begleiter ausweiten. Und genau das ist doch die Philosophie von Diablo, es geht um die immerwährende Jagd nach Loot!

Releasedatum und Fazit

Voraussichtlich wird die aktuelle Saison 22 Mitte bis Ende März auslaufen und einige Tage darauf die neue Saison starten. Wir können also Ende März oder spätesten Anfang April mit der neuen Version rechnen.

Mit Seasons 23 werde ich mir mit Sicherheit ein wenig Zeit versüßen, einfach nur um die neue Dynamik der Begleiter auszutesten und um mir die Wartezeit auf Diablo 4 und Diablo Immortal zu verkürzen.

Im Video: Lohnt sich Diablo 3 in Season 23 wieder?

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Adam Pawlowski
Adam Pawlowskihttps://www.gaming-grounds.de/
Adam 'PAWL' Pawlowski (geboren 1985) ist sozusagen ein Veteran in der Gaming-Landschaft. Nicht nur als Gamer seit 1997, sondern auch als Entwickler konnte er an beruflichen Stationen bei Größen wie Electronic Arts und Ubisoft Erfahrungen sammeln. Dort war er an der Entwicklung von bekannten Titeln wie beispielsweise "Command & Conquer: Tiberian Alliances" und "Might & Magic: Heroes" beteiligt. Seit einigen Jahren ist Adam primär als Team-Coach bei der Deutschen Telekom unterwegs und hilft Teams und Einzelpersonen dabei, unentdeckte Potentiale zu ergründen und diese auch zu verfolgen. Sein Know-How aus der Games-Branche kombiniert mit jeder Menge Coaching Expertise stellt den Fokus seiner Leidenschaft dar, die er auf YouTube, Twitch und nun auch hier auf Gaming-Grounds.de teilt.
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