Hin und wieder verliere ich mich in einem für mich gänzlich neuem Universum. Und dafür reicht meist nur ein kleiner Funke Neugierde. In meinem Beitrag zu den letztjährigen Game-Awards ließ ich durchblicken, dass ich mich als Neuling des Warhammer 40k Universums an dem Buch “Pariah” von Dan Abnett versuche.

Das ist allemal Grund genug, um Metacritic.com aufzuschlagen und nachzusehen, welche heißen Games denn in diesem Universum angesiedelt sind. Sortiert ist die Liste nach den besten Metascore-Werten und außerdem schaue ich mir nur Spiele auf dem PC und den gängigen Konsolen an. Sorry Smartphone-Fans.

Platz 9: Armageddon

Mit einem Metascore von 68 macht Armageddon den Anfang. Das hex- und rundenbasierte Strategiespiel erzählt in 30 Szenarien dessen Hauptgeschichte, welche sich während des zweiten Krieges von Armageddon abspielt. Als Spieler kommandieren wir einen Haufen Space Marines gegen garstige Ork-Angreifer. Eingefleischte Fans dürften mit Yarrick, Dante und dem Ork-Waaaghboss Ghazghkrull Thraka auf einige bekannte Gesichter des Universums treffen. Wer kennt sie nicht?

Erschienen ist das Spiel Ende 2014 auf PC und auf iOS.

Platz 8: Sanctus Reach

2017 ist mit Sanctus Reach ein weiteres rundenbasiertes Strategiespiel für den PC erschienen. Dieses Mal präsentiert sich das Spiel aber in der dritten Dimension und einem schnellen, jedoch komplexen Gameplay. Mit verdienten Punkten können wir unsere Armeeliste erweitern und einen perfekten Mix unserer Truppen zusammenstellen.

Die Mischung der eingesetzten Truppen ist hierbei kriegsentscheidend, denn jede Einheit hat neben ihren Stärken und Fähigkeiten natürlich auch Schwächen. Diese müssen clever ausbalanciert werden, sonst gibts halt auf den Deckel. In den zwei Story-Kampagnen befehligen wir die Space Wolves mal wieder gegen die Orks. Mich beschleicht das Gefühl, dass die Orks im Warhammer 40k Universum wohl die bösen Jungs sind, was? Sanctus Reach erreicht einen Metascore von 69.

Platz 7: Inquisitor – Martyr

Das Top-Down action RPG Inquisitor – Martyr schafft es auf Platz 7 unserer Liste. Mit drei verschiedenen Klassen ballern wir uns durch den chaos-infizierten Caligari Sector, um Wellen der sogenannten “unclean” aufzuhalten. Das namensgebende Raumschiff “die Martyr” erscheint urplötzlich in genau dem Caligari Sector und ruft nach Hilfe.

Als tapfere Ballerköpfe springen wir natürlich ein und sägen und brettern uns durch unendliche Gegnermassen. Der Charakterfortschritt erfindet sich hier nicht neu: Für getötete Gegner gibt es Erfahrungspunkte, welche wir dann in verbesserte Attribute stecken, während wir mit neuen Waffen neue Fertigkeiten erhalten. Alles in allem reicht es auf Metacritic.com für eine 71 auf der XBOX One. Auf dem PC und der PS4 schneidet das Spiel etwas schlechter ab.

Platz 6: Regicide

Mit 72 Punkten im Metascore schneidet die “kreative” Perspektive auf das Warhammer Universum doch sehr solide ab. Das “PC only Spiel” Regicide orientiert sich bei dem Gameplay an einem der ältesten Strategiespiele der Welt, nämlich dem Schach. Auf einem acht mal acht großen Feld stehen sich zwei Fraktionen, wie im besagten Schach-Spiel, gegenüber.

Auch die Startaufstellung bleibt der Inspirationsquelle treu. Tatsächlich ist im Classic-Mode auch der gegnerische König das Ziel. Einzig und allein das Warhammer Setting erinnert noch daran, dass es sich eben um Warhammer handelt. Im Regicide-Mode kann es neben dem König auch andere mögliche Gewinnkriterien geben. Zusätzlich dazu bekommt dieser Spielmodus dann noch erweiterte Mechaniken. So wird der Kampf in mehrere Phasen aufgeteilt und es gibt die Möglichkeit den Verlauf mit weiteren Spielerfähigkeiten zu beeinflussen.

Als Fraktionen stehen uns mal wieder die Space Marines und die Orks zur Verfügung. Moment mal, ich dachte, dass es in Warhammer noch mehr als das gibt? Vielleicht kommt das dann in den folgenden Positionen.

Platz 5: Battlesector

Wieso überrascht es mich mittlerweile nicht, dass das nächste Spiel auf der Liste erneut ein rundenbasiertes Strategiespiel ist? Wahrscheinlich liegt es dann wohl doch zu nahe, sich am Tabletop Vorbild zu orientieren. Im Juni 2021 erschienen, bezeichnet sich das Spiel als explosives “bone-rattling”, “soul-crushing” und “fast-paced” Strategiespiel, welches wir im Single oder im Coop-Modus spielen können.

Mit dem Szenario bedient sich der Entwickler inhaltlich bei den Nachwirkungen von Baals Verwüstung. Leider greift mein Lore-Wissen nicht tief genug, um damit wirklich etwas anfangen zu können. Die Presse scheint Battlesector auf allen gängigen Plattformen allerdings ganz dufte zu finden, denn es belegt mit einem 74er Metascore auch schon Platz 5.

Platz 4: Space Marine

Überraschend wurde bei den vergangenen Games Awards der Nachfolger des 2011 erschienen Space Marine angekündigt. Der erste Teil erreicht zumindest auf der XBOX 360 einen Metawert von 76 und erreicht somit das obere Mittelfeld meiner Top-Warhammer-Games-Liste. Für mich ist das hier eine willkommene Abwechslung im sonstigen rundenbasierten Einheitsbrei. Space Marine ist ein Third-Person-Action-Adventure in welchem wir in die Schuhe von Captain Titus schlüpfen, ganz ähnlich zu Gears of War.

Ob im brutalen Nahkampf, oder mit einem ausgewählten Schusswaffen-Arsenal, schnetzeln wir uns, ach Überraschung, durch eine Schar von Ork-Invasoren. Hm, es hätte so schön sein können, aber der Entwickler setzt wohl auf gestandene Bösewichte.

Die Handlung spielt sich auf dem Industrieplanet Graia ab, welche wir in linearen und geskripteten Leveln beschreiten. Neben dem ganzen Open-World Wahnsinn, bin ich aber gut und gerne für leichte lineare Kost zu haben.

Platz 3: Battlefleet Gothic: Armada

Obwohl eigentlich kein Warhammer 40.000 im Namen steht, steckt doch ganz viel Warhammer dahinter. An dieser Stelle fasse ich Battlefleet Gothic: Armada Teil 1 (2016) und Teil 2 (2019) zusammen, da sich diese im Metascore von 77 nicht unterscheiden. In diesem PC Weltraum-Echtzeitstrategiespiel befehligen wir die imperiale Flotte, die sich den Chaos-Mächten im Gothic-Sternensektor zur Wehr setzen muss.

Der Grundtenor in Battlefleet Gothic: Armada ist der schiere Druck, mit dem man zurechtkommen muss. In dutzenden Systemen werden wir angegriffen, was regelmäßig zu schier hoffnungslosen Situation führen soll. Neben den Chaos-Mächten sollen wir im Verlauf der Einzelspieler-Kampagne auch auf die Eldar und die Orks treffen.

Obwohl sich das Spielgeschehen im Weltraum abspielt, handelt es sich hierbei nicht um ein dreidimensionales Unterfangen. Wider Erwarten navigieren wir unsere Schiffe auf einer zweidimensionalen Ebene von Kampf zu Kampf. Das macht es mit dem Überblick sicherlich einfacher. Battlefleet Gothic: Armada erreicht Platz 3.

Platz 2: Mechanicus

Auf der XBOX One schafft es Mechanicus auf eine stolze 79er Wertung, was hiermit offiziell für Platz 2 reicht. Auch hier handelt es sich mal wieder um ein rundenbasiertes Taktik-Strategiespiel. Auf den ersten Blick klingt das vielleicht etwas ernüchternd, aber die Optik und das Gameplay weiß hier zu überzeugen. Wir spielen mit den Adeptus Mechanicus den fortschrittlichsten Trupp des Imperiums.

Wieso fortschrittlich? Nun, weil sich die Dudes sämtliche Körperteile mit dutzenden Augmenten leistungsfähiger und vielfältiger machen. Fortschrittlich halt. Neben dieser Aufrüst-Mechanik können wir in die Noosphere blicken, einer Art Meta-Vision, die uns erweiterte Informationen zur Umgebung liefern kann. Ganz besonders der Art-Style gefällt mir in dieser Interpretation des Warhammer 40k Universums sehr gut. Erschienen ist Mechanicus im Jahr 2018.

Platz 1: Dawn of War

Wenn ich ganz ehrlich sein darf, dann wäre Dawn of War in dieser Liste an verschiedenen Stellen schon eher genannt worden. Mittlerweile sind bereits drei Teile dieser Serie erschienen, während sich jedes in der Wertung leicht unterscheidet. Ich picke mir aber die höchste Wertung aller drei Teile heraus und nehme eben diese. Mit Dawn of War, dem ersten Teil der Saga kommen wir auf einen Meta-Wert von 86, also einen absoluten Top-Wert.

Teil zwei schafft es auf ähnliche 85 Punkte, während der dritte Teil minimal angeschlagen bei der 77 ankommt. Die Dawn of War Reihe dürfte den Meisten bereits ein Begriff sein, wenn man sich überlegt, dass der erste Teil im Jahr 2004 erschienen ist. Gemäß klassischem RTS-Prinzips bauen wir unsere Basis auf, erobern wichtige strategische Punkte, sammeln Ressourcen, rekrutieren damit Soldaten und führen diese gegen unsere Gegner zu Felde. Als spielbare Fraktionen stehen uns abhängig vom Teil der Reihe unterschiedliche Optionen zur Auswahl.

Zumeist sind es aber die Space Marines, die Eldar, die Orks und die Tyraniden. Ab Teil 2 kommen dann noch entsprechende Heldencharaktere mit weiteren Fähigkeiten hinzu. Gespielt wird entweder in einer Kampagne für die einsamen Stunden oder aber im Mehrspielermodus gegen Freunde oder andere Personen im Internet.

Im Video: Die besten Warhammer 40k Spiele