„eSport, Esport, eSports, e-Sport oder doch esports?“

Diese Frage zieht sich durch die junge Branche wie ein roter Faden. Selbst Szene-Insider sind sich uneinig darüber, wie man den elektronischen Sport denn nun richtig schreibt. Die Debatte scheint genau so endlos zu sein, wie die um die Anerkennung als Sport in Deutschland.

Doch damit könnte nun Schluss sein. Denn am heutigen Mittwoch, 22. Januar 2019, hat der Duden den „E-Sport“ offiziell in seinen Bestand deutscher Wört aufgenommen – und zwar mit genau der soeben verwendeten Schreibweise. Ob der Diskussion damit ein für alle Mal ein Ende gesetzt ist, können wir natürlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Allerdings gibt es nun eine verlässliche und offizielle Quelle, bei der das Wort auch für die deutsche Sprache nachzuschlagen ist.

Wer sich zunächst selbst davon überzeugen möchte: https://www.duden.de/rechtschreibung/E_Sport

Die E-Sport Definition im Duden

Richtet man sich nach dem neuen Eintrag im Duden ist der E-Sport maskulin und wird aus dem englischen „electronic sport(s) = elektronischer Sport“ abgeleitet. Die Bedeutung sei „als Sport verstandenes, im sportlichen Wettbewerb ausgeübtes Spielen am Computer“, heißt es auf der zugehörigen Seite weiter.

Eine weitere gültige Alternative ist zudem „das E-Sports„, welches ebenfalls einen Eintrag bekommen hat. Klingt für uns ganz ehrlich etwas komisch. Nichts desto trotz richten wir uns (bei Gaming-Grounds.de) als Journalisten und Redakteure mit Anspruch an sprachliche Richtigkeit ab sofort ebenfalls nach der eingetragenen Duden-Richtlinie „E-Sport“. Lediglich auf Social Media werden wir, bedingt der Funktionsweise, „#Esport“ nutzen, da keine Bindestriche in den Hashtags verwendet werden können.

Endlich einheitlich?

Welche Akteure der Branche in die gleiche Kerbe schlagen und folgen, bleibt zunächst ungewiss. So schreibt sich beispielsweise der ESBD (eSport-Bund Deutschland) schon im Namen mit „kleinem e“ und „großem S“. Auch im Fließtext wird diese Form verwendet. Dort schließt sich beispielsweise auch der game – Verband der deutschen Games-Branche bislang an, der beispielsweise in Person von Geschäftsführer Felix Falk von „eSports-Standorten“, „eSports-Turnieren“, „eSportlern“ sowie „eSportlerinnen“ spricht.

Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, ist die Diskussion um die richtige Schreibweise egal. Sie twitterte am Mittag:

„Mir ist das egal. Hauptsache es kommt jetzt endgültig die Gemeinnützigkeit und die Anerkennung in der Gesellschaft…“

Duden sieht E-Sport als Sport

Wer die Thematik am heutigen Mittwoch bereits intensiv verfolgt hat wird auch gemerkt haben, dass Duden (oder zumindest Mitarbeiter und Autor Ali Can) den E-Sport als Sport sieht. Dieser twitterte in seiner momentanen Rolle als Betreuer des Duden Twitter-Accounts in Reaktion auf einen Tweet von YouTuber und Influencer Maximilian ‚HandOfBlood‘ Knabe den Satz „Der E-Sport ist auch Sport“.

Inwiefern sich die Haltung des Verlags auf die Debatte auf gesellschaftlicher und politischer Ebene auswirken wird, bleibt abzuwarten. Wir halten euch natürlich weiter über die Entwicklung auf dem Laufenden.