Berlin. Das Präsidium des eSport-Bund Deutschlands (ESBD) hat zwei starke Neuzugänge ernannt: Finn-Lukas ‚Don Arts‘ Salomon ist fortan als Präsidiumsmitglied für Spielerinteressen zuständig. Kristin Banse von Freaks 4U Gaming wird sich als Präsidiumsmitglied für Diversität insbesondere für die Sichtbarkeit von Frauen im E-Sport einsetzen. So berichtet es der Verband in einer aktuellen Pressemitteilung.

Finn-Lukas ‚Don Arts‘ Salomon ist professioneller League of Legends Spieler und seit Mai 2018 bei Berlin International Gaming (BIG). Zuvor war der 21-Jährige unter anderem für ALTERNATE aTTaX und EURONICS Gaming im Einsatz. Beim ESBD wird Salomon die neue Spielervertretung mitentwickeln und die Interessen von E-Sportlerinnen und E-Sportlern vertreten.

Anzeige

Die Spielervertretung soll attraktiv für jene E-Sport-Communities sein, die bislang ausschließlich auf digitalen Plattformen präsent sind.

Salomon erklärt:

„Mir ist wichtig, die Belange der Spielerinnen und Spieler in die Verbandsarbeit zu tragen. Bei uns sind sowohl Freizeit-, Amateur- als auch Profisportler herzlich willkommen, um etwas für die Community zu bewegen. Ich bin gespannt auf die kommenden Schritte.”

Diversität im E-Sport

Die Sichtbarkeit von Frauen im E-Sport zu befördern, betrachtet Kristin Banse, Projektmanagerin bei Freaks 4U Gaming, als zentrale Aufgabe ihrer Präsidiumsmitgliedschaft beim ESBD. Sie beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Diversität im E-Sport und hat als Journalistin für den kicker, ran und zahlreiche Branchenwebseiten publiziert. Bevor sie zu Freaks 4U Gaming wechselte, war sie beim game Verband für Marketing und E-Sport zuständig.

Banse betont:

„Das Thema Diversität und insbesondere die Unterstützung von E-Sportlerinnen gehören nach oben auf die Agenda. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir im Gender Diversity Ausschuss verstärkt an Fahrt aufnehmen.”

Wichtig dafür sei ein breites Netzwerk in die Communities hinein:

„Wir möchten Frauen und E-Sportlerinnen zum Gestalten und Verändern bewegen. Wenn wir zusammen aktiv werden, können wir viel erreichen.”

In einem ersten Schritt soll dazu auf der ESBD-Webseite ein Info-Hub eingerichtet werden. Von dort aus ist auch die Kontaktaufnahme mit dem Gender Diversity Ausschuss möglich.

Die Benennung der neuen Präsidiumsmitglieder folgt der Strukturreform von 2019, die auf der Mitgliederversammlung in Köln beschlossen wurde. Das ESBD-Präsidium bilde die unterschiedlichen Perspektiven des E-Sports in Deutschland ab, schließt die aktuelle Mitteilung.

Über den ESBD

Der ESBD vertritt seit seiner Gründung im November 2017 als Sportfachverband organisierten E-Sport in Deutschland. Er vereint über 50 E-Sport-Organisationen wie Leistungssportteams, Breitensportvereine sowie Veranstalter. Insgesamt sind fast 2.000 E-Sport-Engagierte im ESBD organisiert. Er hat seinen Sitz in Berlin und wird durch ein siebenköpfiges Präsidium geleitet.