Das Virus Covid-19, auch Coronavirus genannt, greift um sich und beschäftigt weiterhin die ganze Welt. Nachdem bereits etliche (E-Sport) Veranstaltungen zur Eindämmung der Ausbreitung abgesagt wurden, machen sich nun auch die wirtschaftlichen Folgen der Krise bemerkbar. An Börse und DAX bereits seit einigen Tagen abzusehen, treten nun die ersten konkreten Folgen in Sportmannschaften und E-Sport-Teams ein.

Derzeit kämpfen Firmen aller Bereiche als Folge des durch Covid-19 hervorgerufenen wirtschaftlichen Engpasses um ihre finanzielle Existenz. Dies widerfährt auch dem Sport. Nachdem in den Schlagzeilen der vergangenen Wochen bereits zu lesen war, dass sogar große Sportvereine wie Borussia Dortmund vor finanziellen Herausforderungen stehen und Traditionsvereine wie Carl Zeiss Jena vorübergehend auf Kurzarbeit und einen freiwilligen Gehaltsverzicht ihrer Profis angewiesen sind, kündigte der Schweizer Fußball Erstligist FC Sion allen seiner Spieler das Arbeitsverhältnis. Ähnliches widerfährt nun der kanadischen E-Sport Organisation Team Reciprocity.

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Verkäufe und Entlassungen bei Team Reciprocity

Nachdem sie sich gezwungen sahen, unter anderem ihre Roster der Spiele Apex Legends und Gears of War zuzüglich vieler beteiligter Mitarbeiter freizustellen, gab Chad Larsson, Besitzer der Organisation, am Freitag dem 20. März in einer Videobotschaft bekannt, dass die Nordamerikaner lediglich ihre Projekte in den Spielen Crossfire und League of Legends (das Team nennt sich Rainbow7) fortführen werden. Dies bedeutet auch, dass ihr momentan viert platzierte Team der nordamerikanischen Rainbow Six Profiliga offiziell zum Verkauf steht.

Hier seht ihr die Videobotschaft in voller Länge:

Nachdem sich Larsson über Jahre mit seinem Team den jetzigen Stand aufgebaut hatte und in etlichen E-Sport Titeln erfolgreich und aktiv war (siehe Titelbild), würden viele Teile der geleisteten Arbeit nun innerhalb weniger Woche wieder zerstört. Er zeigt sich im Video sichtlich betroffen.

‚Nadeshot‘ mit Interesse an Rainbow Six

Als ein möglicher Käufer wird im Internet insbesondere die US-amerikanische Organisation 100 Thieves gehandelt. Der Gründer des Schwestervereins der Cleveland Cavaliers, Matthew ‚Nadeshot‘ Haag, liebäugelt demnach bereits seit längerem mit dem Einstieg in den E-Sport von Rainbow Six und bestimmt momentan deshalb die Spekulationen der Fans.

Ein Statement von offizieller Seite gibt es bislang indes nicht. Es bleibt also abzuwarten, wie es bei den Profis in der Zukunft weitergeht. Es ist davon auszugehen, dass noch viele weitere Organisationen direkt oder indirekte Konsequenzen spüren und in Folge dessen zu Handlungen gezwungen werden – überall auf der Welt.

Zum herkömmlichen Sport dürfte es den E-Sport vergleichsweise mild treffen, denn im Gegensatz zu Fußballern oder Eishockey-Spielern können zumindest nationale Ligen im E-Sport weitergeführt werden. Auch Streams sind offensichtlich umsetzbar und können von Betreibern, Organisationen und Spielern genutzt werden.

Mehr Informationen zu den Folgen des Coronavirus im Gaming und E-Sport gibt es in unserer zugehörigen Kategorie.

Über das Coronavirus

Selten hat ein Virus für einen ähnlich großen Wirbel gesorgt, wie das Coronavirus (SARS-CoV-2) seit Anfang des Jahres 2020. In China, genauer in der Stadt Wuhan, ausgebrochen, verbreitete sich die Lungenerkrankung COVID-19 mit einer beängstigenden Geschwindigkeit. So dauerte es auch nicht lange, bis durch den touristischen Reiseverkehr erst Europa und später dann auch Deutschland seine ersten Fälle verzeichnen musste.

Eigentlich liegen solche Gesundheitsthemen nicht gerade in der typischen Berichterstattung einer Gaming-Seite, die großen Auswirkungen, die das Virus allerdings auf das alltägliche Leben haben, machen dies erforderlich. Nicht zuletzt, weil der schnelle Seuchenzug, die Absage von vielen Großveranstaltungen notwendig gemacht hat, darunter auch etliche Gaming-Events, Messen und E-Sport Turniere. Für weitere Informationen zum Corona-Virus empfehlen wir die Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.

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