In der Diskussion um eine Kandidatur der Rhein-Ruhr-Region zur Austragung der olympischen Spiele 2032 fordert der eSport-Bund Deutschland e.V. (ESBD) eine feste Einbindung von eSport und bietet Unterstützung bei der Entwicklung eines Konzepts für ein Rahmenprogramm mit internationalen eSport-Großveranstaltungen an. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des eSport-Bundes am heutigen Donnerstag, 13. Februar 2020, hervor.

ESBD-Präsident Hans Jagnow, sagt:

„eSport sollte ein starkes Merkmal einer deutschen Bewerbung sein und in allen Facetten mitgedacht werden. Damit können wir international unter Beweis stellen, dass wir die digitale Zukunft des Sports abbilden. Ein gemeinsames Fest der olympischen Werte zwischen traditionellen und neuen Sportbewegungen verbindet nicht nur die Welt, sondern auch die Generationen.“

Globales E-Sport Wachstum in zentraler Rolle

Der Verband verweist auf das starke globale und nationale Wachstum des eSports.

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Jagnow betont:

„2032 wird eSport in jedem Haushalt eine Rolle spielen. Wir müssen die digitale Lebenswirklichkeit im nächsten Jahrzehnt schon jetzt im Kopf haben. Die gesamte Breite der eSport-Bewegung wird darin eine zentrale Rolle spielen.“

Der ESBD bietet seine Unterstützung für eine nachhaltige und pragmatische Integration von eSport in die Olympischen Spiele an und schlägt vor, dass die Verantwortlichen von der jahrzehntelangen Erfahrung der Akteure aus Deutschland profitieren. Das Land NRW hat sich in den letzten Jahren mehrfach positiv zur Aufnahme von eSport geäußert.

Jagnow weiter:

„Den Einsatz von Nordrhein-Westfalen für eine Aufnahme von eSport in das olympische Programm begrüßen wir ausdrücklich. Das ist ein starkes Signal für eine zukunftsorientierte Olympia-Bewerbung.“

Augenmerk auf digitale Infrastruktur

Verwiesen wird auch auf Köln als zentraler Standort für die eSport-Bewegung und herausragende Austragungsstätte für internationale eSport-Turniere. Gleichzeitig mahnt der Verband an, dass bei einer Modernisierung der Sportstätten im Land ein Augenmerk auf digitale Infrastruktur und Räume für die Austragung von eSport-Trainings und Wettkämpfen gelegt werden muss.

eSport ist in mehreren Ländern der Welt anerkannte Sportart, darunter Finnland, Russland und Sri Lanka. In den South-East Asia Games 2019 wurde eSport erstmalig durch olympische Verbände als regulärer Medaillenwettkampf ausgerichtet. Schon 2018 wurden im offiziellen Rahmenprogramm der olympischen Winterspiele in Südkorea eSport-Wettbewerbe ausgetragen. Das Internationale Olympische Komitee beschäftigt sich seit mehreren Jahren zu den Schnittstellen von eSport und Olympia im Rahmen einer dauerhaften Arbeitsgruppe.

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