Die Mitgliedschaft des eSport-Bund Deutschlands (ESBD) hat die frei gewordenen Posten im Präsidium neu besetzt: Daniel Luther ist neuer Verbandspräsident und wird mit Christopher Flato als neu gewähltem 1. Vizepräsidenten den Verband zukünftig gemeinsam leiten. Markus Bonk wurde als Vizepräsident Leistungssport gewählt und Matthias Remmert nimmt die Nachfolge von Flato als Vizepräsident Veranstalter wahr, erklären die Verantwortlichen in der zugehörigen Pressemitteilung am gestrigen Freitagabend.

Der Verband schärft außerdem seine Positionierung zum Thema Gemeinnützigkeit und konkretisiert die Errichtung von Landesverbänden. Luther wurde zum Präsidenten des eSport-Bund Deutschlands gewählt. Der 30-jährige ist bei KiNG eSports als Geschäftsführer tätig und wird den ESBD künftig als Verbandsspitze vertreten.

Luther sagt:

„Ich bedanke mich für das große Vertrauen, das mir die Verbandsmitglieder entgegenbringen. Der ESBD hat in den drei vergangenen Jahren wichtige Pfade für den organisierten E-Sport in Deutschland beschritten. Ich freue mich, die weitere Entwicklung des Verbandes zu gestalten.“


Zum 1. Vizepräsidenten und Luthers Stellvertreter haben die Mitglieder des ESBD den 30-jährigen Christopher Flato gewählt. Flato ist Director of PR bei der ESL und bislang Vizepräsident Veranstalter. Seine Nachfolge tritt Matthias ‚Knochen‘ Remmert von Freaks 4U Gaming an.

Flato sagt:

„Ich freue mich, das Amt des 1. Vizepräsidenten übernehmen zu dürfen und danke der Mitgliedschaft für das breite Vertrauen. Ich bin mir sicher, dass wir viel bewegen werden in der kommenden Zeit und bin mir der außerordentlichen Verantwortung bewusst.“

Die Vizepräsidentschaft Leistungssport übernimmt Markus Bonk von ad hoc Gaming, der beim ESBD auch die Abteilungsleitung Leistungssport innehat. Alessandro Bünnagel (Bremen eSports) und Philipp Brückner (Leipzig eSports) haben ihre Kandidatur für das Amt des 1. Vizepräsidenten zurückgezogen und Flato ihr Vertrauen ausgesprochen.

Ehrenamt und Gemeinnützigkeit im Fokus

Dem Antrag zur geschärften Position zur Gemeinnützigkeit hat die Mitgliedschaft zugestimmt: Auf dem Weg zur Anerkennung als Sportart wird die fundamentale Rolle des Ehrenamts für die Entwicklung des E-Sports stärker in den Vordergrund gestellt.

Verbandspräsident Luther betont:

„Wir gehen mit einem deutlichen Signal in das Wahljahr 2021: Die Politik soll die verbliebene Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode nutzen und den gesamten E-Sport als gemeinnützig anerkennen. Das starke ehrenamtliche Engagement im E-Sport muss die verdiente Würdigung erfahren.“

Die Mitgliedschaft des ESBD hat außerdem über die nächsten Schritte zur Gründung von Landesverbänden diskutiert. Nach erfolgreicher Abstimmung hat sich der Verband zum Ziel gesetzt, ESBD Regional-und Landesverbände gründen. Innerhalb einer zweijährigen Übergangsphase soll der organisatorische Rahmen für das Bundesverband-Landesverbandssystem geschaffen werden.

Das Präsidium des ESBD ist berechtigt, die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landesverbänden und eine etwaige Unterstützung eben jener individuell nach den Grundsätzen der Gleichbehandlung, Wirtschaftlichkeit und Gemeinschaftlichkeit auszuarbeiten. Voraussetzung für die Anerkennung als Landesverband ist die Konformität mit den Bestimmungen der Satzung des ESBD.

Hans Jagnow, Fabian Laugwitz und Daniel Finkler scheiden aus dem Präsidium aus, nachdem sie ihre Ämter als Präsident, 1. Vizepräsident und Vizepräsident Leistungssport zur Verfügung gestellt haben.

Luther erklärt abschließend:

„Hans Jagnow und Fabian Laugwitz haben den ESBD von Anfang an begleitet und maßgeblich mitgeprägt. Auch Daniel Finkler hat in seiner Zeit als Vizepräsident wichtige Impulse für die Verbandsarbeit gesetzt. Ihnen gilt unser großer Dank und wir wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.“


Über den ESBD

Der ESBD vertritt seit seiner Gründung im November 2017 als Sportfachverband organisierten E-Sports in Deutschland. Er vereint über 100 E-Sport-Organisationen wie Leistungssportteams, Breitensportvereine sowie Veranstalter. Er hat seinen Sitz in Berlin und wird durch ein siebenköpfiges Präsidium geleitet.

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