Berlin. Der eSport-Bund Deutschland (ESBD) wurde durch Beschluss des Präsidiums in den Weltverband des eSports, die International e-Sports Federation (IeSF), aufgenommen. Die IeSF vertritt weltweit 48 nationale eSport-Verbände und setzt sich neben der Sportentwicklung auch für soziale Verantwortung, Wertevermittlung und Nachwuchsstärkung im eSport ein. Das berichtete der ESBD am 29. Juni in einer Pressemitteilung

ESBD-Präsident Hans Jagnow kommentiert die Aufnahme: „Wir freuen uns, schon so kurz nach Gründung des ESBD ein Teil der IeSF zu werden. Gerade vor dem Hinblick der gemeinsamen internationalen Herausforderungen wie die Debatte um die olympische Integration halten wir es für wichtig, Seite an Seite mit Vertretern des eSports aus der ganzen Welt uns zu organisieren.“ Jan Pommer, als Vizepräsident des ESBD zuständig für internationale Beziehungen, ergänzt: „eSport entwickelt sich wahnsinnig schnell auf globaler Ebene. Verbände werden zukünftig eine entscheidende Rolle in der Gestaltung des eSport-Ökosystems einnehmen und darum war es für uns besonders wichtig, die Integration in die IeSF zu erreichen.

Esports Forum in Lausanne

Welche Bedeutung internationale Fragen im eSport aktuell haben, zeige auch die Ausrichtung des Esports Forum am 21. Juli in Lausanne (Schweiz) durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dem Dachverband der Internationalen Sportverbände (GAISF). Auf Einladung von IOC-Präsident Thomas Bach und GAISF-Präsident Patrick Baumann werde auch Hans Jagnow für den ESBD an dem Forum teilnehmen. Auf der Fachveranstaltung solle in einem breiten Programm der internationalen Sportorganisierung ein tiefer Einblick in den eSport gegeben werden, sich aber auch mit Standpunkten von eSport-Athleten oder sportübergreifenden Gleichstellungsfragen auseinandergesetzt werden.

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„Gerade als junger Nationalverband im eSport ehrt es uns, zu diesem wichtigen internationalen Dialogformat eingeladen worden zu sein“, sagt Hans Jagnow. „Auch, weil die Frage nach einer olympischen Integration für die Debatte um eSport in Deutschland sehr relevant ist, möchten wir zu einem produktiven Austausch beitragen.“ Jagnow werde vorher, am 18. Juli, auch auf dem Moscow Urban Forum zu „Cybersports in Stadiums“ sprechen. Die Fachveranstaltung für Stadtentwicklung und Urbane Räume erwartet über 10.000 Gäste aus mehr als 60 Ländern in der russischen Hauptstadt.

Deutschland als „zentraler Standort“

„Eine starke internationale Stimme und die Organisierung auf transnationaler Ebene ist Kernelement der strategischen Ausrichtung des ESBD“, erklärt Jan Pommer die Hintergründe. „Deutschland ist ein zentraler Standort für den internationalen eSport. Wir freuen uns, unsere Perspektive in der internationalen eSport- und Sport-Gemeinschaft einbringen zu können.“

Der ESBD vertritt seit seiner Gründung im November 2017 als Sportfachverband organisierten eSport in Deutschland. Er vereint Spitzen- und Leistungssportteams, Amateur- und Breiten-sportvereine sowie Veranstalter im eSport-Bereich. Er hat seinen Sitz in Berlin und wird durch ein fünfköpfiges Präsidium geleitet.

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