Flensburg. Die wissenschaftliche Aufbereitung des eSports gewinnt zunehmend an Bedeutung. Studentinnen und Studenten schreiben Studien-, Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten zu dem Thema. An Hochschulen entstehen Studiengänge, Kurse und Projekte zum Thema
eSports, etwa an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), an der Universität Augsburg, an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning sowie an der Sporthochschule Köln. Ebenso werden vermehrt Dissertationen und umfangreiche Forschungsarbeiten, die sich mit dem elektronischen Sport beschäftigen, geschrieben.

Mit der Denkfabrik Esportionary wurde Mitte des Jahres 2019 eine Institution ins Leben gerufen, die die Forschungsfelder im eSports aufgreifen, bündeln und bearbeiten möchte. Der Fokus aktueller Forschungsprojekte liegt auf dem „Ecosystem“ eSports sowie Arbeiten zur politischen Anerkennung des eSports als Sport. Der eSports Nord e.V. hat in der Vergangenheit gezeigt, dass ihm die wissenschaftliche Arbeit zum Thema eSports wichtig ist. Nicht zuletzt durch eine enge Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste in Heide hat der Verein bewiesen, dass er willens und fähig ist die Forschung im Bereich eSports zu unterstützen.

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Zukünftig werden Esportionary und der eSports Nord e.V. eng miteinander kooperieren, verkünden die neuen Partner in einer aktuellen und gemeinsamen Pressemitteilung am heutigen Montag, 16. Dezember 2019. Während der Verein durch die Arbeit der Wissenschaftler Zugriff auf Forschungsergebnisse erhalten wird, kann auf der anderen Seite Esportionary auf das Netzwerk und die Infrastruktur des Vereins zurückgreifen.

Statements zur Kooperation

Timo Schöber, Leiter von Esportionary, äußert sich hierzu wie folgt:

„Ich persönlich bin seit gut zehn Jahren im wissenschaftlichen Umfeld unterwegs. Neben politischen, philosophischen, theologischen und personalwirtschaftlichen Forschungsgebieten lag mir stets der eSports sehr am Herzen. Die Gründung einer Denkfabrik zu dem Thema war überfällig, gerade um Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen, die Anerkennung des elektronischen Sports zu forcieren und objektivierte Erkenntnisse in Debatten einbringen zu können.

Der eSports Nord e.V. ist für uns ein logischer Kooperationspartner. Der Verein arbeitet ehrenamtlich und auf Gemeinnützigkeit ausgelegt – es geht ihm also um die Sache an sich. Gleichzeitig finden sich in seinen Reihen viele Know-How-Träger und eine breit aufgestellte Struktur. Wir freuen uns auf eine lange und gewinnbringende Zusammenarbeit.“

Fabian Bornemann, Gründer und erster Vorsitzender des eSports Nord e.V., ergänzt:

„Als Verein setzen wir uns seit Jahren für die Forschung im eSports ein und konnten auch durch unsere Kooperation mit der Fachhochschule Westküste viele gute Impulse setzen. Wir sind der Überzeugung, dass die Forschung im Bereich eSports ein wichtiger Baustein für dessen Vorankommen ist und sind froh durch die Kooperation mit Esportionary unseren Teil dazu beitragen zu können.“

Die praktische Arbeit innerhalb der Kooperation hat bereits begonnen.

Über den eSports Nord e.V.

Der eSports Nord e.V. ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Flensburg, Schleswig-Holstein. Gegründet im Jahr 2016 nimmt der Verein ehrenamtlich unterschiedliche Aufgaben im Breitensport wahr. Zu diesen Aufgaben gehören die Aufklärung und Beratung zum Thema eSports, die Vorstellung des Themas eSports an Schulen, Hochschulen und bei Jugendringen, die Vermittlung von Medienkompetenzen inklusive Suchtprävention bei Jugendlichen, die Organisation von Events und LAN-Partys sowie die Unterstützung von klassischen Sportvereinen bei eSports-Projekten.

Über Esportionary

Esportionary ist die erste Denkfabrik im deutschsprachigen Raum, die sich ausschließlich der Forschung im Bereich eSports widmet. Gegründet im Jahr 2019 fokussiert sich die Einrichtung vor allem auf die wissenschaftliche Arbeit rundum Geschäftsmodelle, das ökonomische System des Profi-eSports sowie gesellschaftspolitische Aspekte.

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