Berlin. Die Games-Branche in der Hauptstadtregion hat „game Berlin-Brandenburg“ gestartet. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des game – Verbandes der deutschen Games-Branche e.V. hervor.

Direkt zu Beginn der Arbeit legt die Regionalvertretung konkrete Forderungen an die Politik vor, wie die Rahmenbedingungen für Games-Unternehmen verbessert werden könnten. Hierzu gehört ein verbessertes Standort-Marketing, um gegen internationale Top-Standorte besser bestehen zu können. Notwendig hierfür sind eine bessere Unterstützung von Leuchtturm-Projekten wie der gamesweekberlin oder der Internationalen Computerspielesammlung wie auch umfangreichere Mittel für das Standort-Marketing und einen eindeutigen Ansprechpartner für die Games-Branche.

Förderungen und Forderungen

Weiter fordert „game Berlin-Brandenburg“ die Einrichtung eines Games-Hubs als Ergänzung zu bestehenden privaten Co-Working-Spaces. Durch die öffentliche Förderung eines solchen Hubs entstehen zahlreiche Möglichkeiten: Von der Unterstützung neu gegründeter Entwickler-Teams bis hin zum Austausch mit anderen Wirtschaftszweigen würde nicht nur die Games-Branche von dieser Unterstützung profitieren. Auch die Games-Förderung in Berlin und Brandenburg sollte laut der Regionalvertretung nicht nur ausgebaut, sondern mit Blick auf die förderfähigen Projekte erweitert werden.

Eine EU-Notifizierung, auch mit Blick auf die Zukunfts- und Anschlussfähigkeit an eine Bundesförderung, und eine bessere Unterstützung von Gründern gehören zu den Forderungen. Auch die sehr wichtige Arbeit von „games:net berlinbrandenburg“, dem Netzwerk der Games-Branche in der Hauptstadtregion, muss durch die Politik weiter unterstützt werden. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für „game Berlin-Brandenburg“ sind Jens Begemann von Wooga, Johanna Janiszewski von den Tiny Crocodile Studios und Sebastian Mittag von Studio Fizbin. Bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Games-Branche in der Hauptstadtregion soll eng mit regionalen Partnern wie „games:net berlinbrandenburg“ zusammengearbeitet werden.

Stimmen zum Arbeitsauftakt

Jens Begemann, Wooga, Ansprechpartner für „game Berlin-Brandenburg“:

„Die Politik lässt das große Potenzial der Hauptstadtregion für die Games-Branche derzeit noch größtenteils ungenutzt. Wir müssen vor Ort die Stärken unseres Standorts noch besser herausstellen und fördern. Daher machen wir uns für bessere Rahmenbedingungen stark, insbesondere für eine Förderung, die EU-notifiziert und anschlussfähig an eine bundesweite Games-Förderung ist.“

Johanna Janiszewski, Tiny Crocodile Studios, Ansprechpartnerin für „game Berlin-Brandenburg“:

„Mit dem Start von ‚game Berlin-Brandenburg‘ ist die Games-Branche in der Region nun umfassend aufgestellt. Neben dem medienboard als Förderer und dem games:net als Netzwerk sorgen wir mit ‚game Berlin-Brandenburg‘ für eine direkte Ansprechbarkeit der regionalen Unternehmen der Games-Branche. Dieses verstärkte Engagement der Branche für den Standort soll dem ganzen Ökosystem zu Gute kommen. Deshalb ist für Entwickler, Publisher oder andere Unternehmen der Games-Branche neben dem Engagement im game als Verband beispielsweise immer auch die Beteiligung im games:net als dem regionalen Netzwerk wichtig, damit wir gemeinschaftlich möglichst viel erreichen können.“

Sebastian Mittag, Studio Fizbin, Ansprechpartner für „game Berlin-Brandenburg“:

„Ob ‚Saftladen‘, ‚Happy Tuesday‘ oder ‚Level 3‘: bisher sind schon einige private Game Collectives oder Bürogemeinschaften für Games-Entwickler entstanden, die eine große Belebung für die Szene waren. Um das volle Potenzial nutzen zu können, wird aber ein Games-Hub für die regionale Branche benötigt, der für Gründer ebenso der erste Anlaufpunkt sein kann, wie für andere Wirtschaftszweige, die sich für Games-Technologien interessieren. Hierbei brauchen wir die Unterstützung der Stadt.“

Weitere Informationen zu „game Berlin-Brandenburg“ sowie eine Übersicht zu den Forderungen der Regionalvertretung gibt es unter bb.game.de

Über den game – Verband der deutschen Games-Branche

„game Berlin-Brandenburg“ ist eine Regionalvertretung, die mit Unterstützung des game – Verband der deutschen Games-Branche entstanden ist. Zu den weiteren Regionalvertretungen gehören „game Baden-Württemberg“, game Hamburg“, „game Norddeutschland“ (Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern), „game Rheinland-Pfalz“, „game Saarland“ und „game Schleswig-Holstein“.

Der Verband der deutschen Games-Branche. Die Mitglieder sind Entwickler, Publisher und viele weitere Akteure der Games-Branche wie eSports-Veranstalter, Bildungseinrichtungen und Dienstleister. Als Träger der gamescom verantwortet der  das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. „Wir sind zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft und beantworten Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Unsere Mission ist es, Deutschland zum besten Games-Standort zu machen“, erklärt der Verband.

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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