Hamburg. Im Rahmen der neuen Prototypenförderung unterstützt Gamecity Hamburg sieben vielversprechende Games-Projekte mit einer Fördersumme von 430.000 Euro. Insgesamt 35 Projekte wurden in der ersten Vergaberunde eingereicht, erklärt Gamecity Hamburg in der zugehörigen Pressemitteilung am heutigen Donnerstag.

Die hohe Anzahl und Qualität der Einreichungen zeigen die Bedeutung der Spieleindustrie für Hamburg und bestätigen die Strategie, das Potential am Standort nachhaltig zu heben. In der Vergaberunde 2020 stockt die Hamburger Behörde für Kultur und Medien den Förderetat einmalig um 30.000 Euro auf.

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Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien:

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Senator Dr. Carsten Brosda. Foto: Bertold Fabricius

„Hamburg ist einer der wichtigsten Games-Standorte in Europa. Die Branche trägt dabei nicht nur zur digitalen Wirtschaftskraft Hamburgs bei, sie ist auch wichtiger Startpunkt vieler junger Menschen für eine intensive Beschäftigung mit innovativen Technologien. Mit der neuen Prototypenförderung konnten wir wieder neue Impulse insbesondere für Nachwuchs-Studios setzen.

Diese werden langfristig das Medien- und Games-Netzwerk in Hamburg weiter stärken. Die hohe Qualität und auch die hohe Anzahl der Einreichungen zeigen, welch großes Potential hier in Hamburg zur Verfügung steht.“

Dennis Schoubye, Projektleiter Gamecity Hamburg, sagt:

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Projektleitung Dennis Schoubye. Foto: Oliver Reetz

„Nach der Sichtung aller Bewerbungen und den zahlreichen Gesprächen mit den Teams stelle ich nur allzu gern erneut fest, dass Hamburg über exzellente Spieleentwicklerinnen und –entwickler verfügt, die an einer beeindruckenden Bandbreite vielversprechender Projekte arbeitet.

Da sind einige großartige Games auf dem Weg, die wir als Gamecity Hamburg als verlässlicher Partner mit der Prototypenförderung und unserem neuen Inkubator unterstützen werden.“

Nach der Bewerbungsphase vom 31. März bis zum 25. Mai, in der Gamecity Hamburg über 40 ausführliche Beratungs-Gespräche führte, folgten Mitte Juni die online durchgeführten Pitches der vorausgewählten besten Projekte.

Das Vergabegremium, bestehend aus Mareike Ottrand (Gründerin Studio Fizbin, Professorin Interaktive Illustration und Games an der HAW Hamburg), Michael Schade (Co-Gründer und CEO Rockfish Games), Nina Müller (Head of Studio Goodgame Studios), Jens Unrau (Abteilungsleiter Medien- und Digitalwirtschaft der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg) und Dennis Schoubye (Projektleiter Gamecity Hamburg) entschied sich nach intensiven Diskussionen dazu, sieben Projekte zu fördern, erklären die Verantwortlichen in der Mitteilung weiter.

Die ausschlaggebenden Kriterien waren neben dem Projekt und Team die Aspekte der Nachwuchsförderung, der Machbarkeit, des Standort-Effekts und vor allem auch des Marktpotentials. Da die Qualität der Bewerber/innen ausgesprochen hoch war, ist die Entscheidung zugunsten der geförderten Projekte dabei mit dicht beieinander liegenden Bewertungen besonders knapp ausgefallen.

Die geförderten Projekte in der Übersicht

  • Wild Woods von Team Octofox – 80.000 Euro
  • Out of Place von Bagpack Games – 80.000 Euro
  • Lost Sector von Team Lost Sector – 73.270 Euro
  • Project MORPH von THREAKS – 70.000 Euro
  • Soulitaire von BeardShaker – 48.000 Euro
  • Stadtkinder von Studio Monstrum – 48.000 Euro
  • Lazor Punx von Team Radioactive Dreams – 31.273 Euro

Die sieben geförderten Projekte bilden den Auftakt der bereits gestarteten Förderungsoffensive durch die Stadt Hamburg und Gamecity Hamburg. Bis 2023 stehen pro Jahr 400.000 Euro für die Förderung von Prototypen zur Verfügung. Die Bewerbungsphase für die nächste Vergaberunde startet im März 2021.

In Kürze wird die Bewerbungsphase für das neue Gamecity Inkubator-Programm starten, das neben einer Anschubfinanzierung vor allem inhaltliche Unterstützung durch Coaching, Mentoring und Co-Working-Möglichkeiten bieten wird. Alle Termine und weitere Informationen sind zu finden auf www.gamecity-hamburg.de.

Über Gamecity Hamburg

Gamecity Hamburg unterstützt, vernetzt und macht den Spielestandort Hamburg über Deutschland hinaus sichtbar, heißt es in der Beschreibung der Unternehmung. Ziel ist es die Rahmenbedingungen für die Unternehmen und Gründer der Wertschöpfungskette „Games“ am Standort zu verbessern, sie bei ihrer Weiterentwicklung zu fördern und Hamburg in der öffentlichen Wahrnehmung als einen der führenden Games-Standorte in Deutschland zu verankern.

Gamecity Hamburg ist Anlaufstelle für die Hamburger Spieleförderung und entwickelt darüber hinaus in enger Kooperation mit der Spielebranche bedarfsgerechte Programme, Events und Services, um die lokalen Akteure zu stärken. Gleichzeitig wird der Wissensaustausch innerhalb der Branche und mit anderen Industrien gefördert. Die Nachwuchsförderung, die Entwicklung neuer Formate, die das starke Netzwerk an Spieleunternehmen in der Stadt aktivieren, und die Internationalisierung stehen im Fokus der Tätigkeit der Standortinitiative. Gamecity Hamburg ist Teil der Hamburg Kreativ Gesellschaft.

Über die Hamburg Kreativ Gesellschaft

Seit ihrer Gründung 2010 versteht sich die Hamburg Kreativ Gesellschaft als zentrale Anlaufstelle für alle Akteur/innen der Hamburger Kreativwirtschaft aus den elf Teilmärkten Architektur, Bildende Kunst, Design, Film, Literatur, Musik, Presse, Rundfunk, Software/Games, Theater/Tanz, Werbung. Sie unterstützt Kreativschaffende mit zeitgemäßen Angeboten und fördert Innovation im Rahmen des Projektes „Cross-Innovation Hub“. Seit 2017 ist sie zudem Trägerin der branchenspezifischen Initiativen Gamecity Hamburg, nextMedia.Hamburg und designxport.