Die Europäische Kommission hat dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mitgeteilt, dass das Notifizierungsverfahren zur Förderrichtlinie Computerspieleförderung abgeschlossen ist. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des BMVI hervor.

Dazu äußert Bundesminister Andreas Scheuer:

„Grünes Licht für die zweite Stufe unserer Gamesförderung! Damit können wir endlich auch Produktionen im größeren Stil fördern: Mit insgesamt 250 Millionen Euro haben wir ein international wettbewerbsfähiges Programm aufgestellt und freuen uns riesig auf die ersten Ergebnisse.“

Nachdem mit dem Bundeshaushalt 2020 bereits die finanzielle Ausgestaltung für die kommenden Jahre gesichert wurde, sind durch die Entscheidung der EU nun auch die rechtlichen Grundlagen geklärt, um die Computerspielebranche in Deutschland langfristig und substanziell zu stärken, erklärt die Mitteilung weiter.

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Aktuell bereitet das BMVI den ersten Förderaufruf für die zweite Stufe des Förderprogramms vor, der im Frühjahr veröffentlicht werden soll. Das neue Programm wird – wie bisher – im Einklang mit den für alle Bundesprogramme geltenden haushalts- und förderrechtlichen Vorgaben umgesetzt. Auch die Erkenntnisse aus der De-minimis-Förderung werden in die neue Richtlinie einfließen.

Aufatmen nach Kritik und Problemen

Zuletzt war die Comupterspielförderung der Bundesregierung abermals in die Kritik geraten, da ein fragwürdiger Paragraph verhinderte, dass Subventionen durch Drittquellen oftmals nicht als dringend benötigter Eigenanteil verwendet werden durften. Doch dieses Problem ist nun zum Glück aus der Welt geschafft. Nach der Notifizierung des Verfahrens auf europäischer Ebene scheint einem erfolgreichen Start nur noch wenig im Wege zu stehen.

Dazu game – Geschäftsführer Felix Falk:

„Gute Nachrichten aus Brüssel: Mit der EU-Notifizierung nimmt die Games-Förderung eine der letzten Hürden. Jetzt müssen noch die finalen Details für die Antragsstellung und für den Aufruf geklärt werden. Nach dem engen Austausch zwischen Games-Branche und BMVI zur De-minimis-Förderung sind wir sehr zuversichtlich, dass der Start der großen Förderrichtlinie gut verlaufen wird und der Weg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit für Games aus Deutschland frei ist.“

Zu den am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Neuigkeiten aus dem BMVI, dass branchenübliche Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding, Publisherverträge oder Mittel aus Early-Access-Phasen nun doch als Eigenanteil bei der De-minimis-Förderung angerechnet werden können, äußerte sich Falk ebenfalls.

Er betont:

„Wir freuen uns, dass die Publisher-Finanzierung nun doch bei der De-minimis-Förderung angerechnet werden kann. Unser Dank gilt den Verantwortlichen im BMVI, die solche – bei neuen Fördermodellen nicht unüblichen – Herausforderungen mit großem Engagement angehen. Jetzt müssen wir auch für die verbliebenen Anlaufschwierigkeiten der Games-Förderung gemeinsam praktikable Lösungen finden. Dann kann auch die finale Förderrichtlinie nach erfolgreicher EU-Notifizierung direkt ein großer Erfolg werden, der Deutschland als Games-Standort endlich international wettbewerbsfähig macht.“

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