Seit einigen Tagen haben glückliche, ausgewählte Tester und Testerinnen erstmals die Möglichkeit, selbst Halo Infinite zu spielen. Das sogenannte „Technical Preview“ lädt dazu ein, verschiedene Aspekte des kommenden Halo auszuprobieren. Im Fokus stand in den ersten Tagen der Kampf gegen verschiedene Schwierigkeitsgrade der KI.

Vier Spielende stellten sich auf einigen Maps jeweils vier Bots, um Daten zu sammeln, Feedback zu generieren und natürlich das Gameplay zu testen. Einen Tag lang war es nun auch möglich, nachdem am zweiten Tag des Technik-Tests insgesamt über sechs Millionen Bots und am dritten Tag über sieben Millionen Bots erfolgreich bekämpft wurden, in der „The Arena Slayer“-Playlist gegen andere Spielende im „richtigen“ PvP anzutreten.

Zeit, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen und verschiedene Meinungen zu sammeln.

Bei der Technik muss noch Besserung her

Vorab: Lasst uns gemeinsam noch einmal kurz daran denken, dass dies nicht die Release-Version von Halo Infinite ist. Es handelt sich um eine in der Entwicklung befindliche Version, an der sich bis zur geplanten Veröffentlichung später im Jahr 2021 noch einiges tun wird.

Dennoch: Technisch muss sich, vor allem an der PC Version, auch noch einiges tun. Denn die aktuell für die Testenden verfügbare Fassung des Spiels steckt voller technischer Schwierigkeiten. Selbst auf High End PCs ist es oftmals nicht möglich, konstant hohe FPS-Werte zu erreichen, wie unterschiedliche User und Plattformen nach eigenen Erfahrungen berichten.

Hinzu kommen Abstürze, Fehler, Ruckler und diverse andere Bugs, die die Spielerfahrung derzeit noch trüben. Sollte dieser Aspekt allerdings überwunden werden – und das scheint alles andere als unmöglich – könnte uns ein weiterer echter Multiplayer-Hit im Jahr 2021 bevorstehen. Und das in einem, wie es bislang scheint, fairen F2P-Modell, welches sich hauptsächlich über das altbekannte Battle-Pass-System finanzieren soll.

Gameplay und Design löst Jubel aus

Viel besser als die Technik ist hingegen bereits in dieser frühen Version des Halo Infinite Multiplayer-Parts das Gameplay und Design von Karten, Waffen, Trefferfeedback und Co. All diese und weitere Aspekte wie beispielsweise Sound und Soundtrack werden sowohl von Insidern, Journalisten, Halo-Veteranen und Fans, die am Halo Insider Programms auf PC und Xbox teilnehmen können, hochgelobt.

Das Movement erinnere an die Hochzeiten des Halo Multiplayers, das Gunplay und Trefferfeedback sei äußerst gelungen und auch das Map-Design lade dazu ein, verschiedene Taktiken und Vorgehensweisen auszuprobieren, sobald das Spiel vollumfänglich verfügbar ist. Grundsätzlich kommt öfter der Vergleich zu Halo 3 auf, welches für viele Fans des Franchise noch immer als Maßstab der Reihe gilt.

Das Lob kommt zudem nicht von irgendwoher. Vielmehr sind es geschätzte Kollegen, Insider der Games-Industrie sowie Spielende, die sich seit Jahren intensiv mit Halo auseinandersetzen.

So schreibt beispielsweise IGN Autor Destin Legarie:

Auch Analyst der Videospielindustrie Benji Sales ist sich sicher: Halo Infinite wird mit ziemlicher Sicherheit großartig. In seinem finalen Review zum Tech Test schreibt er:

Halo Content-Creator Vigilant Phanton geht sogar schon so weit, Halo Infinite als besten Halo seit Teil 3 zu betiteln. Die Sandbox hat es ihm so richtig angetan:

Vorsicht! Ein Teil fehlt noch…

Bei all dem Optimismus aus dem Halo Infinite Multiplayer Preview ist auch Vorsicht geboten. Denn klar, PvP ist ein essenzieller Bestandteil des Halo Franchise. Doch auch PvE-, Lore- und Kampagnen-Enthusiasten sollen natürlich auf ihre Kosten kommen. Doch aus dem abgekoppelten PvE-Part, in dem die gesamte Kampagne des Shooters steckt, ist bislang nichts offiziell zu sehen.

Wir sehen absichtlich davon ab, von dem ausführlichen Kampagnen-Leak zu berichten, der seit kurzer Zeit im Internet die Runde macht. Falls ihr daran interessiert seid, werdet ihr die Informationen finden, die Dataminer aus dem aktuellen Test-Build herausgelesen haben wollen.