Berlin. Am heutigen Montag, 9. September, startet im deutschen Bundestag die sogenannte Haushaltswoche. Konkret geht es natürlich auch um die geplanten Fördergelder für das kommende Kalenderjahr 2020. Der game – Verband der deutschen Games-Branche weist diesbezüglich in einer aktuellen Meldung noch einmal ausdrücklich auf die dringend benötigte Fortsetzung der Games-Förderung hin.

Bislang keine Mittel eingeplant

Zum Start der Debatten um den Bundeshaushalt 2020 im Deutschen Bundestag hat der game mit Nachdruck nochmals auf die dringend benötigten Mittel für die Games-Förderung für 2020 und darüber hinaus hingewiesen. Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2020 fehlten diese Mittel überraschend, obwohl die 2018 auf den Weg gebrachte Games-Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro unter anderem aufgrund der noch ausstehenden EU-Notifizierung bislang noch nicht einmal zur Anwendung kommen konnte.

Für 2020 können die Fördermittel nur noch über das parlamentarische Verfahren eingebracht werden. Auf der gamescom Ende August gaben hierfür zahlreiche Spitzenpolitikerinnen und -politiker ihre Unterstützung bekannt. Unter anderem warben auch die Generalsekretäre von CDU und SPD, Paul Ziemiak und Lars Klingbeil, sowie der zuständige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Digitalstaatsministerin Dorothee Bär für Fördermittel für die Games-Branche im Bundeshaushalt 2020 und darüber hinaus.

„Jetzt gilt’s! Die große politische, parteiübergreifende Unterstützung für die Games-Förderung muss in den kommenden Wochen in konkretes politisches Handeln umgesetzt werden. Deutschland braucht endlich eine planbare und langfristige Games-Förderung: Nur sie schafft konkurrenzfähige Wettbewerbsbedingungen für die vielen kreativen Games-Entwicklerinnen und -Entwickler in Deutschland und wäre angesichts der sich eintrübenden Konjunktur ein wichtiger wirtschaftspolitischer Impuls für den gesamten Digitalstandort Deutschland“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game. „Auf der gamescom haben wir über die Parteigrenzen hinweg ausschließlich Unterstützung für die Fortsetzung der Games-Förderung gehört. Jetzt müssen den Worten auch Taten folgen.“

Wie notwendig die Games-Förderung für die Spiele-Entwicklung in Deutschland ist, zeigt die aktuelle Entwicklung: So fällt der Anteil deutscher Spiele-Produktionen auf dem Heimatmarkt seit Jahren, obwohl der Games-Markt stark wächst. Zuletzt blieben von 100 Euro, die für Computer- und Videospiele ausgegeben wurden, lediglich noch 4,30 Euro bei deutschen Entwicklern (wir berichteten).

Auch die Anzahl der Beschäftigten ist trotz des starken Marktwachstums weltweit und in Deutschland gesunken: Aktuell gibt es 11.014 Beschäftigte bei Entwicklern und Publishern, das sind 5,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dabei könnte sich die Games-Förderung für den Finanzminister sogar lohnen: So zeigt das Beispiel Frankreich, welche positiven Effekte eine Förderung auslöst. Eine Gesamtförderung von 50 Millionen Euro pro Jahr würde demnach in Deutschland zu zusätzlichen Steuer- und Sozialabgaben von rund 90 Millionen Euro führen. Hinzu kommen zusätzliche Investitionen seitens der Wirtschaft von rund 400 Millionen Euro.

Über den game – Verband der deutschen Games-Branche

Der Verband der deutschen Games-Branche. Die Mitglieder sind Entwickler, Publisher und viele weitere Akteure der Games-Branche wie eSports-Veranstalter, Bildungseinrichtungen und Dienstleister. Als Träger der gamescom verantwortet der  das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele. „Wir sind zentraler Ansprechpartner für Medien, Politik und Gesellschaft und beantworten Fragen etwa zur Marktentwicklung, Spielekultur und Medienkompetenz. Unsere Mission ist es,  zum besten Games-Standort zu machen“, erklärt der Verband.

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