Bereits seit einigen Jahren befand sich der Action-FPS „Hired Ops“ in diversen Entwicklungs- und Testphasen. Vor wenigen Tagen nun, genauer gesagt am 13. April 2021, hat das Spiel der Entwickler bei Absolut Soft LLC den offiziellen Release hinter sich gebracht. Spielende beschreiben den Titel bislang als Mischung aus Call of Duty, Rainbow Six Siege sowie Escape from Tarkov.

Insbesondere der Einfluss des letztgenannten Hardcore-Shooters von Battlestate Games ist äußerst naheliegend, da die hinter den beiden Spielen stehenden Teams zuvor gemeinsam an Projekten wie beispielsweise dem erfolgreichen und lange Zeit browserbasierten „Contract Wars“ arbeiteten, welches nach Angaben der Verantwortlichen weltweit über 48 Millionen Spieler besaß. Zuletzt warb Absolut Soft mit 200.000 aktiven monatlichen Nutzern.

Abgelöst wurde das Projekt vom geistigen und eigentlich auch direkten Nachfolger Hired Ops, welches sich seit dem vierten Quartal 2016 im Early Access befand. Am 7. März 2018 stellten die Verantwortlichen die Browserunterstützung für Contract Wars ein und veröffentlichte stattdessen einen eigenen Game-Client.

Am 14. August 2019 entschied man sich schließlich dazu, das Monetarisierungsmodell von Nachfolger Hired Ops zu ändern und den Spielenden kostenlosen Zugang zu ermöglichen. Dies ist auch nach dem offiziellen Release weiterhin der aktuelle Stand.

Das Setting – EFT und Contract Wars grüßen

Bei der gemeinsamen Vergangenheit der Entwickelnden hören die Gemeinsamkeiten zwischen Escape from Tarkov und der frisch veröffentlichten Vollversion von Hired Ops noch nicht auf. Denn beide Spiele siedeln sich im gleichen Universum an wie schon Contract Wars. Durch alle drei Spiele, beschäftigt man sich etwas genauer mit Setting und Lore, zieht sich ein roter Faden, der die Handlungen und Geschichten miteinander verbindet.

Grundsätzlich geht es um die fiktive Region Norvinsk, die eine Art Tor zwischen Russland und Europa darstellt. In dieser erdachten Sonderwirtschaftszone liegt auch die fiktive Stadt Tarkov, deren einzelne Bezirke wir schon jetzt zum Teil in EFT erkunden können. In Hired Ops hingegen wird es Militäreinsätze über die ganze Welt verstreut geben. Von einer iranischen Militärbasis bis hin zu einem Ghetto in den Außenbezirken von Bangkok ist alles mit dabei. Norvinsk selbst darf natürlich aber auch nicht fehlen.

Gameplay und Features

Der Kampf zwischen den Einheiten BEAR und USEC, die ihr vielleicht aus EFT kennt, setzt sich auch hier weiter fort. Doch auch über Namen und Assets hinaus finden wir weitere Gemeinsamkeiten und Inspirationen zu Contract Wars als vor allem auch Escape from Tarkov. So verbessert ihr mit der Zeit immer weiter die Fähigkeiten und Ausrüsung eures Charakters, PMC genannt.

Ihr modifiziert eure Waffen, benutzt spezielle Munitionstypen und sammelt Ruf, der euch auf dem Markt Vorteile bringt und Zugang zu schwierigeren Missionen ermöglicht.

Neu hinzu kommt in Hired Ops, neben dem arkadigeren Gameplay und den direkteren Konfrontationen auch das Klassensystem. In diesem wählt ihr aus „Assault“, „Destroyer“, „Sniper“ sowie „Recon“ und steigt sowohl mit eurer Klasse als auch den einzelnen Waffen im Rang auf. Apropos Waffen: In Hired Ops habt ihr im Laufe der Zeit die Wahl aus über 80 verschiedenen modernen Waffen und über 100 unterschiedlichen Modulen, die sich mit diesen kombinieren lassen.

Hired Ops bietet euch einige Spielmodi, die von Team-Deathmatch bis hin zu „Gun-Game“ reichen. Erwartet insgesamt allerdings kein technisches Meisterwerk. Der FPS erinnert eher an etwas ältere Tage, nutzt wenig hochauflösende Texturen und kommt sogar noch mit einer klassischen Serverliste daher, über die ihr euch manuell in Spiele einklinken könnt. Technisch ist der Vergleich zu EFT nicht einmal angebracht.

Hired Ops Teaser Trailer

Leider gab es zum offiziellen Start in die fertige Spielversion vor wenigen Tagen keinen neuen Trailer der Entwickler spendiert. Deshalb gibt es zur Veranschaulichung des Spiels den neuesten Teaser Trailer, der allerdings bereits aus dem Juli 2019 stammt. Für einen ersten Eindruck reicht es trotzdem allemal.

Zudem könnt ihr, sollte euer Interesse geweckt sein, das Spiel via Steam auch ganz einfach kostenlos herunterladen und ausprobieren.