Im Rahmen der gamesweekberlin, genauer gesagt des GERMAN ESPORTS SUMMIT, sprach der eSport-Moderator und -Kommentator Jona ‚JustJohnny‘ Schmitt bereits im April vergangenen Jahres über die Professionalisierung und Regionalisierung des eSports vor allem in Deutschland. Auf den Vortrag des Freaks 4U Gaming-Mitarbeiters wollen wir noch einmal zurückblicken, da die angesprochenen Themen aktueller sind denn je. Da der „Zwischenruf“ viele zentrale Aspekte der Diskussion rund um den Status und die gesellschaftliche Wahrnehmung des eSports in Deutschland beleuchtet, möchten wir den Beitrag noch einmal in Erinnerung rufen und möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Dabei zählt auch das Wissen um die Existenz des Beitrages zur Zugänglichkeit.

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Licht und Schatten

Eine der zentralen Punkte, die ‚JustJohnny‘ betont, ist die bereits erfolgte Entwicklung der eSport-Szene in den vergangenen sechs Jahren. Damals verfolgten kaum mehr Menschen als Freunde und Bekannte wichtige Spiele um deutsche Meisterschaften in großen und auch heute noch relevanten Titeln wie League of Legends. 2018 füllten solche Spiele Hallen mit Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereicht. Bei Weltmeisterschaften füllt der eSport große Stadien. Das sei eine Entwicklung, auf die man stolz sein könne, so Schmitt.

Doch es bleiben Ängste und Schattenseiten, mit die der eSport auch 2019 weiter zu kämpfen haben wird. So ist das Thema um die Angst der sozialen Isolation durch Computerspiele immer noch ein Faktor, dem mit der Förderung regionaler eSport-Infrastruktur direkt und wirksam begegnet werden könne. Den eSport im Kontext regionaler Vereine zu integrieren würde Jugendliche ermutigen sich am Vereinsleben ihres Herkunftsortes zu beteiligen und dort unter Gleichgesinnten ihrer Leidenschaft nachzugehen. Trainer könnten dabei eine entscheidende Rolle einnehmen, wie eben in herkömmlichen Sportarten auch.

GES18 – 8/9 | Zwischenruf: Professionalisierung im eSport | JustJohnny

Über den GERMAN ESPORTS SUMMIT

Der GERMAN ESPORTS SUMMIT ist die zentrale Tagung des organisierten eSports in Deutschland und nimmt in ihrem Programm aktuelle Herausforderungen und zentrale Fragen auf, um sie mit Vertretern aus dem organisierten eSport, Sportverbänden, Politik, Wirtschaft und Medien zu erörtern. Der GES ist Teil der #gamesweekberlin, die über eine Woche ein breites Angebot an kulturellen, fachlichen, politischen und erlebnisreichen Veranstaltungen nach Berlin bringt. Die Tagung wurde durch den eSport-Bund Deutschland (ESBD) in Kooperation mit Freaks 4U Gaming ausgerichtet.

Produziert wurde die Konferenz durch Booster Space. Der GES18 wurde gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Die Tagung schlägt dabei einen interdisziplinären Bogen über die verschiedenen Entwicklungen im eSport und präsentiert sie in einer zugeschnittenen und tiefgehenden Konferenz. Denn die wachsende Bedeutung von eSport im traditionellen Sport, in Medien und Kultur fordert etablierte Definitionen und Strukturen von Vereinen, Teams, Sponsoring und Vermarktung heraus und fordert eine grundlegende Debatte darüber ein. Flankiert wird die Diskussion mit einem sportgesellschaftlichen Streitgespräch zur Rolle von eSport in der deutschen Sportlandschaft, die Politik und Sportverbände einbindet.

Der GERMAN ESPORTS SUMMIT 2018 fand am Donnerstag, den 26. April 2018 im Säälchen Berlin statt. Auch 2019 findet die Tagung wieder im Rahmen der #gamesweekberlin statt. Am 11. April wird das Thema “The Esports Movement” im Mittelpunkt stehen.

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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