Das nächste große E-Sport Event fällt dem Coronavirus zum Opfer. Wie Veranstalter und Publisher Riot Games am heutigen Donnerstag, 23. April 2020, bekannt gab, wird das große Mid-Season Invitational (MSI) in League of Legends in diesem Jahr nicht ausgetragen. In den vergangenen Monaten hätte man hart gearbeitet, um nationale Ligen zu unterstützen und an einer Alternative für das MSI zu arbeiten. Die Lösung bestand zunächst in einer terminlichen Verlegung aus dem Mai in den Juli.

Bis zuletzt habe die Hoffnung bestanden, dass sich bis zu dem neu gewählten Ausrichtungszeitraum vom 3. bis zum 19. Juli 2020 die Lage der Weltgesundheit inklusive der damit einhergehenden Restriktionen wie Reiseverbote verbessert. Basierend auf den Einschätzungen externer Gutachter, zuständig für Risikobewertung, sei es aber äußerst fragwürdig, ob bis dahin die globale Verbreitung von Covid-19 so weit eingedämmt sei, dass öffentliche Versammlungen ohne Bedenken oder Verbote umsetzbar sind.

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Gesundheit und Standards im Fokus

Vor diesem Hintergrund, inklusive zusätzlichem Input von Gesundheitsorganisationen, lokalen Regierungen, regionalen Teams und Ligen, Reiseexperten und weiteren Teilhabern, habe man nun die schwierige Entscheidung getroffen, das MSI 2020 nicht auszurichten. Man denke, dass die Entscheidung notwendig sei, um die Gesundheit und Sicherheit von Spielern, Teams, Crew, Partnern, Medien und natürlich Fans zu gewährleisten.

Das MSI sei als internationales Turnier geformt, welches die globale League of Legends Community zusammenbringt, betont John Needham, Global Head of Esports bei Riot Games, in der heutigen Mitteilung. Jede anderweitige Form der Ausrichtung entspräche nicht den eigenen Standards entsprechen, die man an sich und das Format habe.

LoL als Quelle der Unterhaltung

Glücklicherweise haben alle zwölf nationalen League of Legends Ligen ihren Betrieb durch innovativen Einsatz von Produktionsressourcen sichergestellt, erklärt Needham weiterhin. Das Spiel als solches, als auch die zugehörige E-Sport Szene, biete sich als nahezu tägliche Quelle der Unterhaltung für Millionen von Spielern und Fans an und werde dies auch weiterhin tun.

Im Zuge der nun getroffenen Entscheidung könnten sich alle Ligen nun auf den anstehenden Summer Split konzentrieren, ohne auf ein riesiges, globales, sich über mehrere Wochen erstreckendes, Turnier im Juli Rücksicht nehmen zu müssen. Man möchte ab sofort die wöchentlichen Spieltage der regionalen Teams unterstützen und verstärken, während sich diese darauf konzentrieren und darum kämpfen den Summer Split zu gewinnen und sich im Anschluss im Optimalfall für die League of Legends World Championship 2020 zu qualifizieren.

Zusätzlich zu alldem arbeite man mit anderen Teams aus dem großen Studio Riot Games zusammen, um alternative Events und Aktivitäten zu evaluieren. In diesem Kontext hoffe man darauf, in den kommenden Wochen einige Pläne zu haben, die man mit der Community teilen könne, führt Needham aus.

Die Entscheidung, das MSI 2020 abzusagen, ermögliche es Riot Games des Weiteren, das globale E-Sport-Team und seine Ressourcen voll und ganz auf die Planung der Worlds 2020 zu fokussieren. Zwar müsse man auch im Hinblick darauf sehr flexibel mit den Planungen bleiben, sei aber fest entschlossen in China das größte Spektakel zu veranstalten, das es bisher gegeben hat, um den zehnten Geburtstag des Sports gebührend zu feiern. Die Weltmeisterschaft 2020 solle eine denkwürdige werden, bei der man alles feiern möchte, was man an League of Legends so liebe.

Über League of Legends

LoL – DAS MOBA neben Dota 2. Weltweit kämpfen Millionen von Spielern in League of Legends täglich darum besser zu werden und in den Ranglisten ganz nach oben zu kommen. Der Titel des Entwicklers Riot Games ist seit Jahren fester Bestandteil der globalen E-Sport Szene. Ligen wie die LEC und LCS oder die jährlich ausgetragene World Championship bieten enorme Preisgelder und werden unter höchst professionellen Bedingungen veranstaltet.

Zuletzt bekam ganz spezifisch die D-A-CH Region mit der Prime League ein neues kompetitives Ligenformat, welches schon in seiner ersten Saison als stärkster nationaler Wettbewerb überhaupt gesehen wird.

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