Es ist so weit! Mit Gwen, der begnadeten Näherin, ist der neueste Champion in der Kluft der Beschwörer angekommen. Ab sofort werdet ihr in euren League of Legends Matches also einer neuen Kontrahentin oder Mitspielerin begegnen. Doch was steckt hinter der verwandelten Puppe, die nun als Frau mit extrem großer Schere in die Schlacht zieht? Das erklären wir euch in diesem Beitrag.

Gwen ist grundsätzlich als Nahkämpferin mit Fokus auf magischen Schaden klassifiziert. Ihr Zuhause wird in erster Linie wohl die Toplane sein, Variationen sind wohl allerdings ebenfalls möglich und werden mit Sicherheit alsbald von den Spielenden ausprobiert. Welche Fähigkeiten stehen ihr zur Verfügung, um ihren Gegnern zuzusetzen und die Kontrolle über eine Partie an sich zu reißen sowie ihrem Team zu helfen? Darum geht es jetzt.

Gwen: Alle Fähigkeiten im Überblick

Passiv: Tausend Schnitte

Gwens Angriffe verursachen zusätzlichen magischen Schaden abhängig vom Leben des Ziels. Sie wird in Höhe eines Teils des Schadens geheilt, den dieser Effekt an Champions verursacht.

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Anmerkung: Beachtet unbedingt, dass dieser Effekt nicht für Monster und Vasallen gilt und zudem extrem schlecht mit zusätzlicher Fähigkeitsstärke skaliert!

Q: Schnipp, Schnapp!

Gwen schneidet bis zu sechsmal schnell hintereinander mit ihrer Schere und verursacht in einem kegelförmigen Bereich magischen Schaden. Einheiten im Zentrum erleiden absoluten Schaden und werden bei jedem Schnitt mit Gwens passiver Fähigkeit belegt.

Anmerkung: Die Anzahl von Schnitten hängt mit den zuvor gesammelten Aufladungen durch automatische Angriffe zusammen. Bis zu sechs Steigerungen sind ihre „Munition“ für diese Fähigkeit.

W: Geheiligter Nebel

Gwen beschwört einen Nebel, der sie vor Gegnern außerhalb des Bereichs schützt. Sie kann nur von Gegnern anvisiert werden, die den Nebel betreten.

Anmerkung: Gwen ist im geheiligten Nebel komplett gegen jeglichen Schaden von außerhalb immun! Lediglich im Nebel können Gegner Gwen mit Zaubern, Fähigkeiten und Angriffen treffen.

E: Scherensprung

Gwen springt über eine kurze Distanz nach vorn und erhält ein paar Sekunden lang Angriffstempo, Angriffsreichweite und magischen Schaden bei einem Treffer. Wenn sie während dieser Zeit einen Gegner trifft, wird die Abklingzeit dieser Fähigkeit teilweise zurückerstattet.

Anmerkung: Die zusätzlichen Werte halten für fünf Sekunden. Es ist extrem schwer, Gwen zu entkommen, wenn sie die in dieser Zeit einen Gegner mit der zusätzlich gewährten Nahkampfreichweite trifft und vom verringerten Cooldown profitiert.

R: Nadelarbeit

Gwen wirft eine Nadel, die getroffene Gegner verlangsamt, ihnen magischen Schaden zufügt und getroffene Champions mit „Tausend Schnitte“ belegt. Diese Fähigkeit kann bis zu zwei weitere Male aktiviert werden. Gwen wirft bei jeder Aktivierung zusätzliche Nadeln und verursacht mehr Schaden. Sie muss zwischen den einzelnen Aktivierungen einen Gegner treffen, um die nächste Wiederholung ausführen zu können.

Anmerkung: Mit jeder der bis zu drei Aktivierungen werden zwei zusätzlich Nadeln verschossen, wodurch der angerichtete Schaden in Zielrichtung enorm steigt. (1, 3, 5)

Gwens Problem: Die Gegner

Eines der größten Probleme könnten für Gwen zu Beginn ihres Daseins auf der Toplane in der Kluft der Beschwörer die Konfrontation mit ihren Gegnern sein. Ja, natürlich wird Gwen immer mit Gegnern konfrontiert werden, schon klar. Betrachtet man allerdings die aktuell am meisten und erfolgreichsten gespielten Champions auf der Toplane wird man feststellen, dass dort hauptsächlich Tanks und Fighter mit vielen Lebenspunkten und vor allem Massenkontrolle (CC) zu finden sind.

Im 1 gegen 1 gegen Gragas, Renekton, Gnar und Co. zu bestehen, könnte sich als etwas kompliziert herausstellen. Zwar hilft ihr der prozentuale True-Damage ihrer passiven Fähigkeit, dennoch mangelt es Gwen selbst an Möglichkeiten zur Gegnerkontrolle. Vielleicht sehen wir Gwen deshalb schon bald auch experimentell in anderen Rollen.

Gwen wird voraussichtlich in solchen Teamkompositionen extrem gut funktionieren, in denen andere Mitspieler genau die ihr fehlenden Möglichkeiten ausgleichen: Gegnerkontrolle und das Bilden der „Frontline“. Gwen spielt sich mehr als flexibler und agiler Assassine, als wirklich selbst ein „Brawler“ zu sein. Gwen ist gut für dynamisches Positionsspiel und das Verfolgen von Gegnern geeignet – dort wird sich ihre Stärke extrem entfalten.

Eine extreme Schwierigkeit wird es für Gwen in ihrem aktuellen Champion-Design bleiben, alleine viel gegen strukturierte Gegner auszurichten. Ihr fehlen – insbesondere für die Toplane – viele Tools, die aktuellen Meta-Champions eben zur Verfügung stehen.

Im Video: Gwen Champion Spotlight | Gameplay

Wer sich Gwen im offiziellen Champion Spotlight Video von Riot Games ansehen möchte, kann dies nachfolgend tun. Dort gibt es auch einige Gameplay-Sequenzen, die beispielhaft Anwendungsmöglichkeiten im laufenden Spiel verdeutlichen.