Lost Ark erfreut sich auch etliche Tage nach dem Release im Westen über täglich mehr als eine Million gleichzeitige Spieler zu Spitzenzeiten. Die große Beliebtheit des neuen ARPGMMO Titels von Entwickler Smilegate RPG und Publisher Amazon Games geht allerdings Hand in Hand mit etlichen Problemen. Wir fühlen uns an den New World Launch vor gerade einmal fünf Monaten erinnert.

Auch bei Lost Ark kämpft man nun damit, mit dem erstaunlich großen Spieleransturm zurechtzukommen. Neben einigen technischen Schwierigkeiten geht es abermals vor allem um die Überlastung der gesamten Infrastruktur. Vor allem die Server in der Region Mitteleuropa sind allesamt so voll, dass sich zu weiten Teilen des Tages extrem lange Warteschlangen bilden, mit denen schließlich auch lange Wartezeiten einhergehen.

Im Rahmen eines aktuellen Blogposts im offiziellen Lost Ark Forum äußert sich jetzt abermals Amazon Games Community Manager TrevzorFTW zu Wort und gibt ein Update zu den wichtigsten und aktuellsten Anliegen, an denen Entwickler und Publisher derzeit ununterbrochen arbeiten, um das Spielerlebnis von Lost Ark zu optimieren. Denn eins ist klar: Der Content sollte, anders als in New World, nicht so schnell ausgehen.

Warteschlangen in Europa

Um die Warteschlangen in der Serverregion Mitteleuropa zu bekämpfen, führte Amazon Games in Zusammenarbeit mit Smilegate RPG vor wenigen Tagen bereits die Serverregion EU West mit acht brandneuen Servern ein. Doch selbst der geschaffene Anreiz, dass etliche Boni, Pionier- und Starterpakete im Rahmen eines Neustarts auf einem EU West Server noch einmal beansprucht werden können, ließ die meisten Spielenden, die schon zig Stunden in ihre Charaktere gesteckt haben, nicht wechseln.

Bedingt durch die Architektur von Lost Ark ist die Region Mitteleuropa an der Kapazitätsgrenze angekommen – diese kann nicht mehr weiter erhöht werden. Weder die maximale Anzahl gleichzeitig aktiver Accounts auf einem Server, noch die Gesamtzahl an Servern in der Region kann noch weiter aufgestockt werden. Bedingt durch die Komplexität der Systeme, die dafür zusammenarbeiten müssten, ist hier ein hartes Limit erreicht.

Servertransfers – Funktionalität (noch) nicht gegeben

Betrachten wir diesen Status Quo, braucht es dringend eine Möglichkeit des Servertransfers, um etwas gegen die anhaltenden Wartezeiten in Lost Ark tun zu können. Das Problem: Wie schon zu Beginn in New World, gibt es ein solches Feature in der Infrastruktur von Lost Ark nicht. Zwar habe man den lauten Ruf aus der Community nach eben jenen Transfers vernommen und die eigenen Optionen untersucht, doch könne man diese nicht sofort umsetzen.

Dieser Service wurde gerade erst in Korea implementiert und ist ein wöchentlicher Batch-Prozess, der Wartung erfordert. Zudem unterstütze der Dienst keine regionsübergreifenden Funktionen. Daher seien die Transfers derzeit leider keine praktikable Option für die westliche Version von Lost Ark. Ausgeschlossen wird die Einführung zu einem späteren Zeitpunkt aber dennoch nicht. Man wolle alles tun, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, so TrevzorFTW. In allzu naher Zukunft sollten wir demnach aber nicht mit dieser Möglichkeit rechnen.

Power Pass – Nicht auf anderen Servern

Wer in Lost Ark einen Charakter auf Stufe 50 gespielt hat und einen gewissen Stand im Spiel erreicht hat, schaltet insgesamt zwei kostenlose „Power Pässe“ frei, mit denen weitere Charaktere direkt auf Stufe 50 gehoben werden können, um eine erneute Levelphase zu überspringen. Da liegt die Idee nahe, dass es eine Option sein könnte, Spielende diesen Level-Bonus einfach auf einem anderen Server nutzen zu lassen. Doch auch dieser Zahn wird der Community nun gezogen.

Wie es im zugehörigen Blogpost erklärt wird, kann der Power Pass lediglich in einem Kader aktiviert werden, der bereits über einen Stufe 50 Charakter verfügt. Neue Server sind also leider ausgeschlossen. Dennoch können die Pässe natürlich nach wie vor erspielt werden, wenn ihr auf einem EU West Server Level 50 erreicht und die Quest „Ealyn’s Gift“ abgeschlossen habt.

Weitere Probleme

Darüber hinaus arbeiten die Verantwortlichen derzeit weiterhin am Problem der fehlenden kristallinen Aura. Schon jetzt wurde ein weiterer Hotfix aufgespielt, der die Konnektivität verbessert haben soll, während man weiterhin an einer permanenten Lösung mit Smilegate RPG arbeitet. Ein weiterer schwerwiegender Faktor, an dem mit Hochdruck gearbeitet wird, ist das Matchmaking. Insbesondere zu Stoßzeiten ist organisiertes Gruppenspiel oftmals nicht möglich. Auch hier gilt: Der neueste Hotfix, der in der Nacht von Sonntag auf Montag aufgespielt wurde, soll bereits Besserung beschert haben. An einer langfristigen Lösung wird gearbeitet.

Das zunehmende Problem der „Gold Seller“ im Chat steht ebenfalls bereits auf der Agenda. Während diverse Skripte zum Einsatz kommen, um die Goldverkäufer schon jetzt zu bannen, werden weitere Moderationstools entwickelt, um auch hier eine langfristige Lösung bieten zu können. Solange diese aber noch nicht existiert, weist euch Amazon Games auf die Möglichkeit hin, einfach neue Chatfenster zu erstellen und dort beispielsweise den Gebiets-Chat auszuschalten.

Falls ihr außerdem Probleme habt, im Shop einzukaufen und oft mit der Fehlermeldung „Kauf fehlgeschlagen“ konfrontiert werdet, ist dies ebenfalls ein Gebiet, in dem bereits an einer Lösung gearbeitet wird. Hier geht es vor allem um den Schutz von betrügerischen Einkäufen, der bereits eine Begrenzung der maximalen täglichen Einkäufe pro Account erforderlich machte.