Sehen wir schon bald E-Sport als offizielle Disziplin bei einem internationalen Sportevent in Deutschland? Das zumindest regt nun Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach an. Sie möchte E-Sport als zusätzliche Disziplin bei den European Championships 2022 in München sehen. In der zugehörigen Pressemitteilung betont sie:

„Der Bereich des eSport ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hat ein hohes Entwicklungspotenzial, gerade hier bei uns in Bayern. Das sollten wir nutzen und den Bereich stärker einbinden.“

Sie ergänzt:

„Eine Aufnahme von eSport in den Rahmen eines großen Sportereignisses wie die European Championships könnte dem Bereich einen kräftigen Schub geben.“

Sportsimulationen wieder im Fokus

Denkbar seien etwa Wettkämpfe im Bereich der Sportsimulation, heißt es in der Mitteilung weiter. Das bestätigt den Trend vieler deutscher Politiker, die „E-Football“ und Sportsimulationen von der gesamten E-Sport Szene getrennt betrachten und behandeln möchten.

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Die European Championships finden nach aktuellem Stand vom 11. bis 21. August 2022 in München statt. Die Veranstalter hatten erklärt, sich für weitere Sportarten öffnen zu wollen. Die Staatsregierung setzt sich im Rahmen ihrer Games-Förderung auch für den Bereich E-Sport ein. „Weltweit wird jedes Jahr rund eine Milliarde US-Dollar in E-Sport umgesetzt. Wettkämpfe locken online bis zu 100 Millionen Zuschauer an“, erklären die Herausgeber des Bayerisches Staatsministeriums für Digitales abschließend.

Erste Reaktionen aus der Szene ließen nicht lange auf sich warten. So reagiert ESBD-Präsident Hans Jagnow mit folgendem Statement:

„E-Sport in die European Championships 2022 einbinden zu wollen, ist ein wichtiges Signal für eine starke Digitalentwicklung des  Landes und auch für Millionen von E-Sport- und Sport-Fans europaweit.“

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