Am heutigen Freitag, 6. November 2020, ist ein Remaster von einem Remaster erschienen. Die Rede ist natürlich von Need for Speed Hot Pursuit. Bereits im Jahr 2010 war das Original „Need for Speed III: Hot Pursuit“ neu aufgelegt worden. Während die erste Fassung aus dem Jahr 1998 noch mit immersivem Polizeifunk und der Möglichkeit auch als Polizist ins Auto zu steigen glänzte, legen die Remakes den Fokus auf etwas andere Features und Neuerungen.

Im Jahr 2010 veröffentlichte EA die erste Neuauflage von Hot Pursuit für PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Wii, den PC als auch für Mobilgeräte. Für damalige Verhältnisse war die gebotene Optik tatsächlich noch nett anzusehen, insbesondere im Vergleich zum Original legten die Entwickler von Criterion Games ordentlich drauf.

Nach wie vor galt es im Arcade-Racer entweder in der Rolle des Rasers oder des Polizisten der jeweils anderen Fraktion das Leben schwer zu machen und natürlich gegebenenfalls das Rennen zu gewinnen. Hot Pursuit setzte dabei im Gegensatz zu anderen Ablegern der Serie nie auf eine großartige Inszenierung der Story oder ausgefeilte Tuning-Optionen. Hier geht es eindeutig um das Rennerlebnis an sich.

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2020 fügt sich nahtlos an – Lohnt sich ein Kauf?

Doch kommen wir nach der kurzen Geschichtsstunde zum eigentlichen Release vom heutigen Freitag. Ab sofort können Need for Speed Liebhaber zum dritten Mal Hot Pursuit erleben. Zumindest auf PS4, Xbox One und dem PC ist das Spiel nun zu haben. Die Nintendo Switch Version folgt am 13. November.

Doch lohnt sich der Kauf überhaupt? Nun. Einigen Neueinsteigern, die ein Remaster von Hot Pursuit spielen wollen, wird künftig keine andere Wahl mehr haben, als 29,99 Euro (PC) oder sogar 39,99 Euro (alle Konsolen) zu bezahlen. Denn mit dem Launch des Remasters des Remasters aus dem Jahr 2010 hat EA die ursprüngliche Neuauflage des Titels aus den jeweiligen Stores entfernen lassen und durch den heute erschienenen Titel ersetzt.

Auch Besitzer der 2010-Edition bekommen kein kostenloses Upgrade oder Ähnliches. Technisch gesehen ist diese Aktion schon ziemlich dreist. Auf die Technik eingehend, tut sich ebenfalls bei Weitem nicht so viel, wie sich viele Spieler bei einem Release im Jahr 2020 erhofft hatten.

Technisch eher so „mittel“

Anders als zunächst angekündigt läuft das neue Need for Speed Hot Pursuit Remastered nämlich weiterhin maximal auf 60 FPS, im direkten Bildvergleich ist es schwer einen Unterschied in der Bildqualität auszumachen. Zwar wird in der Ankündigung mit „verbesserter Grafik“ geworben, auf der Strecke sind diese allerdings nicht allzu markant.

Hübsch gestaltet ist indes abermals das Menü, über welches wir die Kampagne verwalten und in die verschiedenen Rennen und Spielmodi springen. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit den Titel plattformübergreifend im Multiplayer zu spielen – mit Abstand der größte Pluspunkt der Neuauflage. Insbesondere mit Freunden macht das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizei und Rasern jede Menge Freude – und die noch immer vorhandene Gummiband-KI kommt nicht zum Tragen.

Motivierend sind zudem die immer wieder eingeblendeten Streckenrekorde, wie auch im nachfolgenden Launch Trailer zu sehen. Eure Bestzeit wurde schon wieder geknackt? Das kann man natürlich nicht so stehen lassen! Fest steht allerdings: Das Gameplay ist und bleibt die größte Stärke. Ob man das Preismodell in dieser Form unterstützen möchte, bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

Need for Speed Hot Pursuit Remastered – Official Launch Trailer

Im Launch Trailer seht ihr ganz eindeutig, wofür Need for Speed Hot Pursuit nach wie vor steht: Arcade-Action zwischen Polizei und Rasern. Takedowns, Polizeihubschrauber, abgeworfene Nagelbretter und jede Menge Stundenkilometer.

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