NFTs sind derzeit in aller Munde. Sie sind eine neue Entwicklung in der Technologie und höchst umstritten. Durch NFTs, sogenannte Non-Fungible Tokens, wird es möglich, einzigartige digitale Objekte zu verifizieren und zuzuordnen. Einige sprechen von großen Chancen, andere von Scam und Gefahren durch den Diebstahl von Urheberrecht, hohem Energieverbrauch und vielem mehr. Doch erste Konzerne sind bereits voll auf den Zug aufgesprungen und wollen NFTs mit dem Gaming verschmelzen, als gebe es nichts Natürlicheres.

Wir von Gaming-Grounds.de haben die Möglichkeit bekommen, mit dem Head of Operations von Sorare, einem Entwicklerstudio, welches voll auf NFTs setzt und mit über vier Milliarden Dollar bewertet wird, zu sprechen. Thibaut Predhomme stand uns Rede und Antwort zu all den Fragen, die wir ihm zu NFTs, Sorare, Chancen und Gefahren gestellt haben.

Sorare fand unter anderem im September 2021 auch die deutsche Fußball Bundesliga als neuen Partner. Mit an Bord des Projekts sind auch namhafte Ex-Profis wie beispielsweise Antoine Griezmann (Investor), André Schürrle (Investor) oder auch Gérard Piqué (strategischer Berater). „Sie wollen Fußball in die Blockchain bringen“, heißt es auf der offiziellen Homepage von Sorare.

Disclaimer: Dieses Interview soll ausschließlich als weitere Informationsgrundlage zur Wissensbildung über den Stand und Entwicklungen rund um das Thema NFTs dienen. Uns ist bewusst, dass dieser eine Beitrag nicht als ausgewogene Berichterstattung mit diesem Thema fungiert und das soll er auch nicht. Wir werden nach und nach mit verschiedensten Akteuren der Branche sprechen, um ein Gesamtbild inklusive Für und Wider abzubilden.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!

Interview mit Thibaut Predhomme (Head of Operations Sorare)

Gaming-Grounds.de: Was sind NFTs und wie werden sie in Spielen (perspektivisch) eingesetzt?

Thibaut Predhomme: „Non-Fungible Tokens (NFTs) sind einzigartige digitale Objekte; sie werden mit Hilfe der Blockchain-Technologie verschlüsselt und gespeichert. Unsere beiden Gründer Nicolas Julia (CEO) und Adrien Montfort (CTO) haben NFTs bereits 2017 für sich und direkt den Nutzen für das Sammeln von digitalen Objekten entdeckt. Denn physische Karten von Sportlern werden seit Jahrzehnten überall auf der Welt gesammelt, doch sie bleiben heutzutage meist unter Verschluss, vorsichtig in Folie verpackt und verstaut in der Garage. Der Engagement-Faktor des Sammelns geht dadurch verloren. Als Fußballfans wollten sie die Sammelleidenschaft von Spielerkarten in den digitalen Raum übertragen und haben mit Sorare ein Spiel geschaffen, bei dem Fans weltweit dank der NFTs interagieren.

Doch NFTs sind viel mehr als nur Authentizität und Knappheit, Sammeln und Handeln. Die Technologie macht es möglich, dass die Sammelobjekte gleichzeitig einen echten Nutzwert haben und in Spielen eingesetzt werden können. In unserem Fall heißt das: Die digitalen Spielerkarten können nicht nur gesammelt, sondern im integrierten Fußball-Managerspiel eingesetzt werden. Wenn man diesen Ansatz auf die gesamte Spielebranche überträgt, holen NFTs die Eigentumsrechte endlich zu den Gamer*innen zurück. Items, wie zum Beispiel Avatare, Rüstungen oder Waffen werden schon jetzt käuflich erworben – liegen dann aber auf den Servern der Anbieter ab. Mein Handlungsspielraum ist dadurch stark begrenzt: Ich kann diese Items nicht in andere Spiele übertragen oder die Items auf Marktplätzen handeln. Wenn der Anbieter beschließt, das Spiel einzustellen oder ich selbst die Lust daran verliere, kann ich mit diesen Objekten nichts mehr anfangen. Durch NFTs bleiben die Objekte immer in meinem Eigentum, ich kann sie in beliebig vielen Spielen von Drittanbietern einsetzen und im Falle des Falles verkaufen. Ich denke deshalb, einige traditionelle Gaming Studios werden mit NFTs und Interoperabilität zwischen Games experimentieren.“

Gaming-Grounds.de: Was ist Sorare und wie verknüpft die Plattform Games mit NFTs?

Thibaut Predhomme: „Sorare überführt die bekannten und beliebten Fußball-Sammelkarten in die digitale Welt. Über unsere Plattform können Nutzer*innen digitale, NFT-basierte Ebenbilder ihrer Lieblingsfußballspieler kaufen, sammeln, tauschen – und in einem Fantasy-Fußballspiel einsetzen. Das macht Sorare so besonders: Im Gegensatz zu den meisten NFT-Objekten, wie den Bored Apes oder den Cryptopunks, haben unsere NFTs einen echten Nutzwert.

Dabei existieren von jedem Spieler Karten in verschiedenen Seltenheitsstufen. Zu Beginn erhält man kostenlos sogenannte Common Cards. Diese Common Cards sind keine NFTs und können nicht getauscht oder gehandelt werden. Sie eignen sich jedoch ideal, um das Spiel zu verstehen, da man auch mit Ihnen an Turnieren teilnehmen und Preise gewinnen kann. In den Turnieren treten Spieler:innen mit ihren Karten in verschieden Ligen gegeneinander an, dabei können Sie Preise wie seltene Karten, Tickets zu Fußballspielen oder Geldpreise in der Krypowährung Ethereum gewinnen. Der Zuspruch ist enorm. Wir verzeichnen bereits über eine Million Nutzer:innen, davon über 70.000 aus Deutschland.“

Gaming-Grounds.de: Wie profitieren Spieler und Anbieter gleichermaßen durch, unter anderem, ökonomische Möglichkeiten und eine neue Spielerfahrung?

Thibaut Predhomme: „Die Gamer*innen können noch stärker untereinander interagieren, da sie NFTs beliebig tauschen und handeln können. Zudem steigt die Flexibilität und Selbstbestimmung durch die Eigentumsrechte. Eine besondere NFT-basierte Rüstung kann mich beispielsweise über mehrere Jahre begleiten, weil ich sie in unzähligen Spielen einsetzen und damit Erfolge erzielen kann. Gleiches gilt für Avatare und Skins, oder in unserem Fall digitale Sammelkarten. Dafür werden einige Entwicklerstudios miteinander NFT-Projekte aufsetzen, um das „Mitnehmen” von Items zwischen verschiedenen Games von verschiedenen Anbietern zu ermöglichen. Sie schaffen quasi die technologische Grundlage und Infrastruktur in ausgewählten Games, mit der ein Item aus Spiel A auch in Spiel B verwendet werden kann. Dadurch entsteht eine nie da gewesene Interoperabilität und ein innovatives Spielerlebnis für die Gamer*innen.“

Gaming-Grounds.de: Was macht Sorare als NFT-basiertes Spiel besonders und wo liegt der Unterschied zu aufkommenden Konkurrenzprodukten?

Thibaut Predhomme: „Sorare kombiniert digitale Sammelkarten mit einem Fantasy-Fußball-Game. Dabei spielt der „Manageraspekt” bei uns eine große Rolle, denn: Spieler erhalten Punkte für ihre Leistungen im echten Leben, basierend auf 64 Datenpunkten. Wer also durch Fußballfachwissen und Scouting vermeintlich unbekannte Spieler in kleineren Ligen entdeckt, die beispielsweise viele Tore erzielen oder kaum Fehlpässe spielen, kann problemlos mit den Mbappés, Haalands oder Lewandowskis konkurrieren – Liga- und Vereinszugehörigkeit spielen keine Rolle für die Punktevergabe, einzig und allein die Leistung auf dem Platz ist ausschlaggebend.

Stand heute haben wir über 230 Vereine und viele bekannte Ligen und Verbände als Partner gewinnen und deren Spieler lizenzieren können, darunter die Bundesliga, die spanische La Liga, den FC Liverpool oder Paris Saint-Germain. Wir haben eine starke Fanbase und investieren weiter in den Ausbau unseres Spiels. Im Laufe des Jahres wollen wir noch mehr Ligen und Vereine auf der Plattform integrieren, bieten regelmäßig neue Interaktionsmöglichkeiten an (wie beispielsweise Sorare Legendenkarten) und expandieren in weitere Sportarten. Alles, um unseren Nutzer:innen das bestmögliche Spielerlebnis zu bieten. Wir konzentrieren uns deshalb ausschließlich auf uns und schauen nicht auf die Konkurrenz.“

Gaming-Grounds.de: Wie funktioniert das Spiel von Sorare und was muss ich über Fußball, Kryptowährungen und Blockchain dafür eigentlich noch wissen?

Thibaut Predhomme: „Die Performance der Sammelkarten im Fantasy-Fußballspiel – und somit auch teilweise der Wert der Karten – wird von den Leistungen der Spieler im echten Leben beeinflusst. Verletzungen, Formkrisen, Erfolgsserien, alle haben Einfluss auf den Wert einer Karte. Diese Volatilität sollte mir als Spieler bewusst sein. Wichtig ist jedoch klarzustellen: Sorare ist kein Pay-to-Win und kein Spieler muss Geld für das Spiel ausgeben. Im Gegenteil: jeder Spieler kann sich auch ein Team aus kostenlosen Spielerkarten zusammenstellen und damit in Turnieren antreten, wo ausschließlich kostenfreie Karten zugelassen sind. Wer nicht möchte, muss sich auch nicht mit zahlenden Spielern auseinandersetzen.

Ansonsten halten wir die Eintrittsbarrieren bewusst niedrig. Natürlich hören sich Begrifflichkeiten wie NFTs oder Blockchain erstmal kompliziert sein; man muss aber kein Experte sein, um Sorare spielen zu können. Das Userinterface ist einfach und verständlich, zudem erhält man nach Registrierung ein kurzes Tutorial zu Sorare und ist anschließend sofort startklar. Wer sich dazu entscheidet, limitierte Spielerkarten käuflich zu erwerben, braucht überdies keine Kryptowährungen. Käufe erfolgen über Standard-Zahlmethoden, die Übersetzung in Ethereum übernimmt Sorare und sein Drittanbieter Ramp. Eine Affinität für Fußball erhöht natürlich den initialen Spielspaß, aber auch Neulinge können sich dank einer völlig kostenfreien Version von Sorare an den Sport herantasten und ihr Fußballfachwissen sukzessive steigern.

Das Spiel funktioniert so: Pro Spieltag treten Spieler*innen, bei uns Manager*innen genannt, im 5 vs. 5 Modus in verschiedenen Ligen gegeneinander an. Die Seltenheit meiner Spielerkarten bestimmt dabei, an welchen Turnieren ich teilnehmen kann. Basierend auf den Leistungen der Spieler im echten Leben erhalten die Manager*innen Punkte. Jedes Turnier besitzt einen vorher festgelegten und transparent einsehbaren Preispool. Lande ich auf den vorgegebenen Plätzen, weil meine Spieler ausreichend Punkte sammeln, kann ich beispielsweise weitere Spielerkarten, die mein Team für die kommende Woche verbessern können, oder Geldpreise in Form von Ethereum gewinnen. Um das eigene Team zu stärken, können Manager*innen auf dem integrierten Marktplatz Spielerkarten über das Bieterverfahren kaufen. Von jedem Spieler geben wir pro Seltenheitsstufe nur eine limitierte Anzahl an Karten in jeder Saison heraus, die nach dem initialen Release auch unter den Manager*innen gehandelt werden können. Sorare ist also ein hochmodernes und innovatives Fußballmanagerspiel, welches das Spielerlebnis mit NFTs neu erfindet.“

Gaming-Grounds.de: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit einem strategischen Berater und namhaften Ex-Profi wie Gerard Piqué?

Thibaut Predhomme: „Gerard Piqué ist schon seit über einem Jahrzehnt als Fußballer in der absoluten Weltspitze unterwegs. Seine Expertise hilft uns, das Spiel stetig weiterzuentwickeln, Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit mit Proficlubs -und Spielern früh zu identifizieren und einen direkten Draht ins Fußballgeschäft zu haben. Zudem haben wir mit der Produktionsfirma Kosmos, von der Gerad Piqué Präsident ist, unsere Legenden-Karten (zum Beispiel NFTs von Franz Beckenbauer oder Ronaldo) umgesetzt und in einer Mini-Video-Serie gemeinsam vorgestellt.

Ähnlich wie bei Antoine Griezmann, der Sorare aktiv spielt, André Schürrle, der ebenfalls als Investor an Bord ist oder Serena Williams, die Mitglied des Advisory Boards ist, helfen uns deren Einblicke enorm und wir sind froh, auf solche Größen aus dem Sportkosmos zurückgreifen zu können.“

Gaming-Grounds.de: Wie gelang es, für Sorare Finanzierungsrunden in dreistelliger Millionenhöhe abzuschließen? Woher kommt das Interesse und wer investiert aus welchen Gründen?

Thibaut Predhomme: „Wir agieren an der Schnittstelle der schnell wachsenden Märkte von NFTs (weltweit 41 Milliarden US-Dollar Umsatz), Sportsammelkarten (5 Milliarden US-Dollar) und Fantasy Sport (48 Milliarden US-Dollar bis 2027) und kreieren damit perspektivisch einen Multimilliarden-Markt. Dank dieser Aussicht sowie des starken Wachstums unserer Plattform mit durchschnittlichen monatlichen Nutzerwachstumsraten von 26 Prozent und dem einzigartigen Spielansatz konnten wir einige namhafte VCs und Business Angels, die über viel Erfahrung im Technologie- und Sportsektor verfügen, überzeugen. Unsere Partner wollen bei der Entwicklung des nächsten Sportentertainment-Giganten hautnah dabei sein.“

Gaming-Grounds.de: Wie werden solch beträchtliche Summen – immerhin wird Sorare mit mehr als vier Milliarden Dollar bewertet – nun sinnvoll investiert? Welche Projekte sind im Rahmen der Fantasy-Football-Plattform, aber auch darüber hinaus geplant?

Thibaut Predhomme: „Das Gros dieses Investments fließt in den Ausbau unseres Spiels und damit direkt in die besondere Spielerfahrung für unsere Nutzer*innen. Wir wollen weitere spannende Vereine als Partner gewinnen, bis 2023 wollen wir mit allen großen Fußballligen dieser Welt kooperieren. Zudem wollen wir das Modell auf andere Sportarten, wie American Football oder Basketball, reproduzieren, in diesem Jahr den Frauenfußball auf Sorare integrieren und eine App veröffentlichen. Unsere Pläne sind ambitioniert, wie Sie sehen haben wir noch viel geplant, wofür das nötige Kapital brauchen.“

Gaming-Grounds.de: Thema Finanzierung: Sind noch weitere Finanzierungsrunden geplant und falls ja: Wofür sollen die gesammelten Gelder eingesetzt werden?

Thibaut Predhomme: „Im Moment fokussieren wir uns darauf, ein Weltklasse-Team aufzubauen und ein großartiges Produkt zu schaffen. Weitere Finanzierungsrunden sind derzeit nicht geplant.“

Gaming-Grounds.de: Welche rechtlichen Bedenken gibt es bei der Erstellung und Verwendung von NFTs? Welche Besonderheiten gilt es insbesondere in Bezug auf die Lizenzierung von existierenden Werken und/oder (wie im Fall von Sorare) Personen spielen eine Rolle?

Thibaut Predhomme: „NFTs sind (noch) eine recht neue Technologie. Und bei jeder neuen Technologie gibt es natürlich auch offene Fragen, wie diese in Zukunft weltweit reguliert wird.

In jedem Fall sind sie aber ein großartiges Tool für die Inhaber von geistigem Eigentum wie Lizenzrechten (z.B. den Clubs und Verbänden im Falle von Sorare), um Nachverfolgbarkeit, Beständigkeit und Authentizität zu garantieren.

Traditionelle digitale Karten sind nicht nachverfolgbar, der Lizenznehmer kann auf sogenannten “Secondary Markets” keine Lizenzgebühren an den Eigentümer zahlen. NFTs dagegen sind nachverfolgbar. Selbst wenn diese Karten außerhalb von Sorare weiterverkauft werden, kann eine Lizenzgebühr aus jedem Weiterverkauf gezogen werden. Außerdem bleiben NFTs ewig erhalten, da sie nicht auf Servern von Spielanbietern abliegen, wo sie beim Abstellen des Servers verloren gehen. Die Authentizität wird ebenfalls durch NFTs gewährleistet, denn sie sind nicht manipulierbar. So schützen Lizenzgeber ihr geistiges Eigentum.“

Gaming-Grounds.de: Wie geht Sorare mit den häufig kritisierten Aspekten von NFT-Technologie, wie beispielsweise Umweltverschmutzung, Onlinebetrug von Investoren oder auch dem Diebstahl kreativer Werke, um? Wie groß sind diese Gefahren wirklich?

Thibaut Predhomme: „Als Pionier und Big Player im NFT Gaming sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und wollen dieser in vollem Umfang gerecht werden. Denn klar ist: neue Technologien locken auch immer schwarze Schafe an. Uns ist es deshalb ein großes Anliegen, für die Gefahren zu sensibilisieren. Viele Kryptoprojekte locken mit fabelhaften Renditen, NFTs gehen für Unsummen über den Tisch. Nutzer*innen sollten deshalb immer die Kredibilität von Anbietern prüfen, beispielsweise indem sie sich zu Investoren und Partner schlaumachen und sich potenzieller Preisschwankungen bewusst sind.

Auf Sorare selbst lassen sich die in der Frage genannten Gefahren nicht übertragen. Wir arbeiten nach höchstmöglichen Standards und mit renommierten sowie reputablen Experten wie den VCs Softbank und Atomico. Alle Spieler, die auf unserer Plattform erhältlich sind, sind durch unsere Partnerschaften mit Vereinen und Verbänden offiziell lizenziert. Vereine und Verbände, mit denen wir nicht offiziell kooperieren, tauchen auch nicht auf unserer Plattform auf. Und durch die Blockchain sind die NFTs auf Sorare jederzeit und von jedem transparent nachverfolgbar sowie fälschungssicher.

Das Thema Nachhaltigkeit ist ebenfalls ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Da wir sowohl den Sicherheitsaspekt garantieren als auch die Nachhaltigkeit stetig erhöhen wollen, sind unsere NFT-Karten auf der Ethereum Blockchain aufgebaut. Ethereum ist die mit Abstand führende Blockchain im Bereich der NFTs. In den kommenden Wochen steigt Ethereum von einem Proof-of-Work-Consensus auf einen Proof-of-Stake-Consensus um, was den benötigten Energieaufwand um etwa 99,95 Prozent senken wird.“

Gaming-Grounds.de: Welche Schritte dürfen wir von Sorare, aber auch allgemein in der NFT-Gaming-Verbindung in der näheren Zukunft erwarten?

Thibaut Predhomme: „Der Hype um NFTs bleibt auch im kommenden Jahr bestehen. Ich erwarte speziell für die Gaming-Industrie mehr Experimentierfreudigkeit der traditionellen Entwicklerstudios. Auch mithilfe von NFTs wird die Interoperabilität zwischen Games getestet und evaluiert, ob es Möglichkeiten gibt, die Gamer*innen in den Mittelpunkt zu stellen und dadurch ganz neue Erlebnisse zu bieten. Diese Entwicklung wird uns mit Sicherheit einige Jahre begleiten.

Bei Sorare konzentrieren wir uns, wie bereits angesprochen, im kommenden Jahr auf die Weiterentwicklung des Spiels. In den nächsten Monaten launchen wir unsere mobile App, begrüßen neue Fußballvereine und Ligen auf unserer Plattform, expandieren in andere Sportarten und führen den Frauenfußball ein. Damit das gelingt, eröffneten wir erst kürzlich ein Büro in den USA und wollen unser Team bis Ende des Jahres von 40 auf 180 Mitarbeiter*innen vergrößern.“


Abschließend bedanken wir uns herzlich für die Zeit, die sich Thibaut Predhomme, Head of Operations Sorare, genommen hat, um unsere Fragen zu beantworten.