Am heutigen 5. April hat Ubisoft offiziell bekannt gegeben, dass ein Entwicklerteam an einer mobilen Umsetzung des beliebten Taktik-Shooters Tom Clancy’s Rainbow Six Siege arbeitet. Dabei handelt es sich tatsächlich nicht um einen zu spät veröffentlichten Aprilscherz. Der Titel hört, naheliegend, auf den Namen Rainbow Six Mobile oder kurz einfach R6M. Das Ziel des Projekts sei es, den kompetitiven und taktischen First-Person-Shooter einer noch größeren Zielgruppe auf der ganzen Welt näherzubringen, heißt es im ersten Blogpost von Ubisoft Entertainment.

Spielende sollten demnach wann und wo sie wollen Zugriff auf Rainbow Six Siege haben und in den Genuss des „fesselnden FPS-Erlebnisses“ kommen. Entwickelt wird Rainbow Six Mobile im Ubisoft Studio Montreal. Zwar teile man sich die Büros mit den Entwickelnden, die an der PC-Version arbeiten, sei aber ein unabhängiges Team, welches sich aus „erfahrenen Leuten aus den Welten der AAA-Konsolen- und Mobilspiele zusammensetzt“.

Das Team sei für Rainbow Six Mobile neu aufgebaut wurden und konzentriert sich ausschließlich auf dieses eine Spiel. Die Betonung auf diesem Aspekt scheint den Verantwortlichen extrem wichtig zu sein, damit kein Siege Fan auf die Idee kommen könnte, dass die Weiterentwicklung oder Betreuung von Rainbow Six Siege auf dem PC unter dem neu angekündigten Mobile-Titel leiden könnte.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Oberflächlich betrachtet soll sich Rainbow Six Mobile sehr an Rainbow Six Siege orientieren, wird aber technisch auf einem komplett neu erstellen Gerüst funktionieren. Demnach habe man die Technik mit dem Augenmerk auf mobile Geräte entworfen, um unter anderem ein komplet neues Gameplay-Steuerungssystem bieten zu können. Aber auch eine Optimierung der Benutzeroberfläche sowie Änderungen an der visuellen Präsentation seien erfolgt.

Ähnlich sind hingegen sowohl Operator, als auch Karten und Spielsystem. Auch in Rainbow Six Mobile werden zwei Teams, bestehend aus jeweils fünf Charakteren, im bekannten Angreifer-Verteidiger-Modell gegeneinander antreten.

Schon jetzt bestätigt sind folgende Maps:

  • Bank
  • Grenze

Folgende Operator sollen zum Launch dabei sein:

  • Ash
  • Sledge
  • Twitch
  • Thermite
  • Hibana
  • Caveria
  • Bandit
  • Smoke
  • Valkyrie
  • Mute

Diese Liste soll stetig um weitere bekannte Namen und Gesichter erweitert werden. Wobei „bekannte Gesichter“ relativ zu sehen ist. Denn wenn wir einen Blick auf die veröffentlichten Bilder der Charaktere werfen, stellen wir durchaus einen deutlichen Unterschied zu den Ebenbildern in Rainbow Six Siege fest.

rainbow six mobile operator
Die ersten zehn Operator für Rainbow Six Mobile stehen schon fest. Quelle: Ubisoft

Die Entwickler erklären weiter, dass man nicht wolle, dass Siege Fans aufhören, auf dem PC oder der Konsole zu spielen. Vielmehr wolle man euch „die Gelegenheit bieten, euer geliebtes Spiel in kurzen, leicht zugänglichen Stößen zu spielen, während zugleich Millionen neuer Spieler:innen in den Genuss des R6-Erlebnisses kommen.“

Nach drei Jahren interner Entwicklung sei nun der richtige Zeitpunkt, um das Spiel anzukündigen und die Informationen mit der Community zu teilen. Ohne diese sei es nicht möglich, das bestmögliche R6-Erlebnis für mobile Geräte zu schaffen. Genau deshalb sollen auch schon in den kommenden Wochen erste Live-Tests auf iOS als auch Android durchgeführt werden, um erstes Feedback zu sammeln. Anmelden können sich Interessierte dafür schon jetzt über die offizielle Homepage.

Rainbow Six Mobile – Ankündigungstrailer

Auch einen ersten Trailer hat Ubisoft für Rainbow Six Mobile bereits in petto. Darin lässt sich erkennen, dass viele der essenziellen Gameplay-Mechaniken aus Rainbow Six Siege auch in der mobilen Spielversion zur Verfügung stehen werden. Ihr könnt euch um Ecken lehnen, euch von Gebäuden abseilen, mit Drohnen die Positionen strategischer Punkte aufdecken, Gadgets, Fallen und Abwehrmechanismen platzieren sowie natürlich reichlich Wände verstärken oder eben zerstören.

Wie gut all das tatsächlich über das Smartphone funktionieren wird, bleibt indes natürlich noch abzuwarten. Während die Operator mit ihrem normalen Setup starten werden, stehen euch eben nicht wie gewohnt eure normalen Eingabegeräte und Monitore zur Verfügung.