Der Start der neuen GSA League steht vor der Tür und es wird kräftig geklopft. Ehe es am Donnerstag los geht, stellen wir euch alle teilnehmenden Teams vor, die um den kürzlich noch einmal auf 40.000 Euro erhöhten Preispool spielen werden. Darunter befindet sich auch ein Invite, der dem anfänglichen Regelwerk nicht entspricht.

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Die Invite Kontroverse

Aus den gespielten Qualifikations Playoffs gingen Divizon (2:0 gegen EMPERIAL eSports) und „TRSH“ (2:0 gegen Aquila) am 3. Mai 2020 als Sieger hervor und verdienten sich somit ihre Teilnahme an der bevorstehenden GSA League. Die verbleibenden sechs von acht antretenden Teams unterliegen derweil einer äußerst kritischen Betrachtung, da sie ihr Recht an der Teilnahme per Einladung erhielten und keine Qualifikation oder ähnliches spielen mussten. Jene durchaus kontroversen Einladungen nennt man, aus dem Englischen stammend, Invite. Diese Invites wurden von Rainbow Six Deutschland im Verlauf der vergangenen Woche bekanntgegeben.

Wer wurde eingeladen?

Fans der deutschen Rainbow Six E-Sport Szene treffen bei der GSA League auf eine Menge ihnen bekannter Namen. Mit dabei ist das soeben in die European League (ehem. ProLeague Europe) aufgestiegene Team Orgless um Niklas ‚KS‘ Massierer. Diese sicherten sich neben dem kürzlich errungenen Aufstieg und dem damit verbundenen zweiten Platz der abgelaufenen Challenger League, außerdem den vorangegangenen GSA Titel. Da sie somit als Titelverteidiger gelten, sind sie das wohl am wenigsten diskutierte Team. Ebenfalls einigermaßen akzeptiert wird der Meister des Swiss Nationals- mYinsanity. Sie gehen als Underdog ins Rennen, verdienten sich jedoch ihren Spot im Vorfeld ebenfalls durch einen erfolgreich erworbenen nationalen Titel.

Anders sieht es beispielsweise bei WarkidZ aus. Sie sind den Fans durch ihre zahlreichen Turnierteilnahmen auf regionaler Ebene durchaus bekannt und konnten bislang regelmäßig mit starken Leistungen aufwarten. Dies rechtfertigt jedoch für viele Fans und regionale Kontrahenten nicht, dass sie den Invite bekamen.

Einen weiteren der begehrten Plätze innerhalb der Liga erhielt ProLeague Season 11 Champion Rogue. Sie beweisen seit geraumer Zeit ihr Können auf höchstem Niveau und sind insbesondere Online eine echte Macht in Europa. Nicht zuletzt von Maurice ‚Aceez‘ Erkelenz erhoffen sich Fans und Zuschauer spektakuläre Aktionen. Der 23-jährige Düsseldorfer zählt weltweit zu den besten Spielern und weiß jederzeit mit seiner individuellen Performance zu überzeugen.

Die besonders strittigen Invites

Ganz besonders heiß diskutiert werden die verbleibenden zwei eingeladenen Teams. Mit dabei ist der mehrfache ProLeague Champion und Spitzenteam G2 Esports. Dieses Team generiert in erster Linie sportliche Spitzenleistung und Zuschauer, weshalb eine ursprünglich aufgestellte Regelung für sie ausgesetzt oder abgeändert wurde. So stand am Tag der Bekanntgabe der GSA League im Regelwerk, dass lediglich Teams mit mindestens drei Spielern der Staatsbürgerschaft eines der drei in der Region liegenden Länder teilnahmeberechtigt sind. Für diese Regel bestand zu dem Zeitpunkt keine (schriftlich festgelegte) Ausnahme. Die unter 3-von-5 Regelung bekannte Richtlinie findet und fand in der Vergangenheit ebenfalls in anderen regionalen Turnieren und Ligen Anwendung, wobei bislang noch kein Team eine Ausnahmestellung erhielt.

Als ein deutscher Caster während der GSA League Qualifikation überraschend verriet, dass in der Region ansässige Teams und aus der Region stammende Organisationen ebenfalls teilnehmen dürfen, lag die Vermutung nahe, dass ein prestigeträchtiges Team wie G2 eingeladen wird. Warum diese Regelung erst im Nachhinein angepasst wurde, ist derzeit unklar. Es ist jedoch davon auszugehen, dass beispielsweise PENTA wenigstens an der Qualifikation teilgenommen hätte, wenn die Regel von Anfang an in der letztendlich angewendeten Form bestanden hätte.

PENTA besitzt ihrerseits ebenso wenig deutsche Spieler (keinen einzigen) wie G2 Esports, weshalb sie die Qualifikationsspiele nach altem Regelwerk nicht hätten spielen dürfen und es demzufolge erst gar nicht versuchten. Fest steht, dass das Team um Starspieler und Streamer Niclas ‚Pengu‘ Mouritzen eine gewaltige Fanbase und demzufolge hohe Zuschauerzahlen mitbringt, wobei insbesondere die Matches gegen die Erstligisten Orgless und Rogue Spannung garantieren.

Bei dem bislang fehlenden Team handelt es sich um Turtle eSport. Auch hier ist unklar, weshalb ausgerechnet sie eine Einladung erhielten. Sportlich zählen sie zu den schwächsten Teams der Liga. In Relation zu ihren bisherigen Erfolgen dürften wahrscheinlich zumindest ihre Zuschauerzahlen die Erwartungen von Ubisoft und Rainbow Six Deutschland erfüllen. Die 2013 gegründete Organisationen bringt mit Steffen ‚C0rnyyy’/ ‚crny‘ T. einen durchaus bekannten Namen mit zur GSA League. Der Content Creator, welcher insbesondere für seine Videos und Streams bezüglich Rainbow Six Siege bekannt ist, besitzt auf YouTube 196.000 Abonnenten. Begleitet wird ‚C0rnyyy‘ unter anderem von dem 20-jährigen Teamkapitän Sebastian ‚Sla7ko’/ ‚Sladdy‘ Ćosić.

Spitzenspiel zum Auftakt

Den Ligaauftakt bestreiten am Donnerstag den 14. Mai 2020 die Line-Ups von G2 Esports und Team Orgless. Dieses erste Kräftemessen zweier Topteams werden wir im Anschluss an die GSA League auch in der European League, Europas höchster Spielebene, sehen. Los geht es um 19:00 CEST. Da es sich um ein sogenanntes Best-of-one handelt, geht es bereits um 20:00 CEST mit dem zweiten Match weiter. Dieses bestreitet Turtle eSport gegen TRSH. Anschließend treffen um 21:00 CEST Rogue und Divizon aufeinander, ehe WarKidz und mYinsanity um 22:00 CEST das finale Match des ersten Spieltages bestreiten.

Spieltag 1 im Überblick

Spieltag 1
Quelle: Ubisoft

Über Rainbow Six Siege

Wer nicht auf schnelles, hektisches und teils chaotisches Gameplay steht, ist im Taktik-Shooter Tom Clancy’s Rainbow Six Siege genau richtig. Entwickler Ubisoft Montreal und Publisher Ubisoft bieten auf dem PC, der PlayStation 4 und Xbox One einen sehr balancierten und sich stetig weiterentwickelnden E-Sport-Titel mit einzigartigen Mechaniken an, der jährlich mit dem großen „Six Invitational“ seinen Höhepunkt findet.

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