„Riot Tabletop“ heißt die Überschrift eines kürzlich veröffentlichten Beitrags von League of Legends Entwickler und Publisher Riot Games. In diesem erklärt das Studio, warum das im Gaming- und eSport-Business äußerst erfolgreiche Unternehmen nun auch auf Brettspiele setzen will.

Im Rahmen der Ankündigungen für die frisch angelaufene Saison 2020 hatte ein Mitarbeiter in einem Video geradezu beiläufig in einem Nebensatz erwähnt, dass Riot auch an einem neuen Brettspiel arbeite. Wer es nicht mitbekommen hat: Bereits vor drei Jahren veröffentlichte Riot Games „Mechs vs. Minions“, in dem zwei bis vier Spieler in der Rolle von Corki, Tristana, Heimerdinger und Ziggs eine kooperative Kampagne in Runeterra erleben können.

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Tellstones: King’s Gambit

Das nächste Spiel soll den Namen „Tellstones: King’s Gambit“ tragen und eher schnell und kompetitiv orientiert sein. Es sei die demacianische Variante eines Spiels, das in ganz Runeterra gespielt werde, erklären die Entwickler. Zwei bis vier Spieler würden pro Partie am Spiel der Täuschung teilnehmen.

Nähere Details verrät Riot bislang noch nicht, doch orientiere sich nach eigener Aussage an vier wichtigen Faktoren, an denen sich die Brettspiele aus dem Studio am Ende alle messen lassen sollen. Denn Tellstones: King’s Gambit sei nur eines von vielen Brettspielen, an denen man derzeit arbeite.

Spielerlebnis als Priorität – Die Faktoren

  1. Design — Macht das Spiel Spaß? Liefert es ein erstklassiges Erlebnis in diesem Genre?
  2. Zugänglichkeit – Wie können wir das Spiel noch einfacher bereitstellen? Was können wir tun, um sicherzustellen, dass ein Spieler das Spiel spielen kann?
  3. Komponenten – Sind die Spieler stolz, dieses Spiel zu besitzen? Wird ihre Vorfreude belohnt, wenn sie das Spiel auspacken?
  4. Innovation, wenn nötig – Welche Problempunkte gibt es in diesen Bereichen und können wir diese beheben? Welche Konventionen müssen wir uns nochmal ansehen?

„Riot Tabletop“, so nennt der Entwickler die Sparte, die sich nun auf Brettspiele ausrichtet, sei aus Leidenschaft der Angestellten heraus entstanden und deshalb unausweichlich gewesen, erklären die Verantwortlichen in der zugehörigen Ankündigung. Beweis dafür seien eine Menge Brettspiele, Figuren und Rollenspielbücher in den Büros.

Wir dürfen gespannt sein, wann uns neue Informationen erwarten und wie gut die Umsetzungen im manuellen Genre am Ende funktionieren. Das letzte Projekt, welches bei Riot Games aus „Leidenschaft“ entstand und am Ende auch zeitnah umgesetzt wurde, heißt im Übrigen „Teamfight Tactics“.

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