Raid-Shooter sind derzeit eines der Genres auf dem Vormarsch. Mischt man das Ganze nun zusätzlich mit einigen Survival-Elementen, kann das daraus entstehende Spiel eigentlich nur ein großer Erfolg werden. Oder? Oder…?

Nun, wir wissen es ehrlich gesagt nicht so genau, denn das Spiel, auf welches wir in diesem Beitrag Bezug nehmen, scheint schon fast zu schön, um wahr zu sein. Die Rede ist vom Ein-Mann-Projekt „Road to Vostok“, welches bereits im März dieses Jahres erstmals enthüllt wurde. Bei Road to Vostok handelt es sich, wie Titel und einleitender Satz bereits vermuten lassen, um einen Singleplayer-Hardcore-Shooter, der sich an ambitionierte und leidensfähige Spielende richten soll.

Das beste Hardcore Survival Spiel der Welt?

Im Fokus stehen dabei vor allem die Aspekte Realismus und Überleben. Wer sich also in Escape from Tarkov wohlfühlt und wem die PvP-Kämpfe aber manchmal zu anstrengend sind, sollte Road to Vostok definitiv im Auge behalten. Die ersten Bilder und Videos sehen schon jetzt extrem vielversprechend aus.

WIP | Jun. 2022 | Road to Vostok

Damit ihr einen Einblick in die Darstellung und Entwicklung bekommt, zeigen wir euch an dieser Stelle direkt das aktuellste „Work in Progress“-Video aus dem Juni 2022, in dem Entwicklungsfortschritte mit der Community geteilt werden.

Obwohl das bislang gezeigte Material wirklich beeindruckend aussieht, haben wir dennoch etwas Bauchschmerzen bei Road to Vostok. Aber warum?

Wie bereits erwähnt, wird der ambitionierte Hardcore-First-Person-Shooter von einem einzelnen Entwickler geschaffen, der selbst einen militärischen Hintergrund mitbringt und sämtliche Baustellen alleine stemmen will. So schreibt es der Soloprojektleiter, mit fast zehn Jahren Erfahrung in der Spieleentwicklung, im offiziellen FAQ auf der Homepage des Spiels. Bei der angestrebten Komplexität scheint dies nahezu unmöglich, doch wir lassen uns selbstverständlich gerne eines Besseren belehren.

Immerhin nimmt sich „Road to Vostok“, wie derzeit auf der Steam-Seite auch der Name von Entwickler und Publisher genannt werden, genügend Zeit, um dem eigenen Anspruch „das beste Hardcore-Survival-Spiel da draußen“ zu sein, gerecht zu werden. Bis ihr so richtig ausgiebig spielen könnt, wird noch eine ganze Weile vergehen. Die erste öffentliche Demo allerdings soll noch in diesem Jahr stattfinden, genauer gesagt im dritten Quartal 2022. Zu spielen und zu erkunden gibt es in dieser ersten Testphase laut Roadmap eine Map sowie einen Shelter, wie die Sicherheitszonen in Road to Vostok heißen. Dort könnt ihr eure Beute verstauen, verschiedene Individualisierungen vornehmen und das Spiel speichern.

Die Roadmap im Überblick:

road to vostok roadmap
Die Road to Vostok Roadmap ist ambitioniert – und langfristig ausgelegt.

Nach dem ersten Test im dritten Quartal dieses Jahres soll es ein ganzes Jahr dauern, bis die zweite „Public Demo“ mit neuen Inhalten getestet werden kann. Im dritten Quartal 2023 soll Road to Vostok auf drei Maps, zwei Shelter, die ersten zwei „Crossing Points“ (mehr dazu gleich) und eine weitere, rot markierte Karte erweitert werden. Bei der rot markierten Karte könnte es sich um die erste Endgame-Zone handeln, in der „Permadeath“ aktiv ist. Wer dort stirbt, verliert im wahrsten Sinne des Wortes alles – inklusive seines Savegames.

Erst danach wird Road to Vostok in den Early Access auf Steam starten und dauerhaft spielbar. Ein genaues Datum gibt es dafür noch nicht. Wir rechnen hier tatsächlich erst mit 2024. Dort kommen weitere Maps und Mechaniken hinzu. Für so ein großes Projekt ist die Preispolitik sehr bescheiden. Im FAQ heißt es, dass die Early Access Version gerade einmal rund zehn US-Dollar kosten soll, das fertige Spiel am Ende rund 20 US-Dollar.

Bis zum fertigen Release kann es allerdings noch eine ganze Weile dauern. Auf der Steam-Seite gibt der Solo-Entwickler an, dass er derzeit zwischen zwei und vier Jahren Early Access einplane, je nachdem, wie viele Menschen später am Projekt beteiligt sind. So ganz ausgeschlossen ist eine Vergrößerung des Teams dann also doch nicht.

Setting, Features und mehr – Darum geht’s in Road to Vostok

Doch genug von Roadmap und Co. Gehen wir noch einmal etwas genauer darauf ein, was in Road to Vostok drinsteckt. An wen richtet sich das Spiel, mit welchen Features könnt ihr rechnen?

Das Hardcore-Singleplayer-Survival Game wird in einem postapokalyptischen Setting spielen, in der ihr die Grenzzone zwischen Finnland und Russland erkunden könnt. Durch realistische Mechaniken und authentische Atmosphäre soll eine starke Immersion geschaffen werden, in der sich Survival-Enthusiasten so richtig wohlfühlen sollen. Obwohl die ersten Bilder optisch opulent aussehen, soll Road to Vostok durch intensive Optimierung der Spielwelt selbst auf Mittelklasse-Systemen butterweich laufen.

Hardcore, Survival, Sandbox. Doch was steckt hinter diesen Schlagworten? Euch erwartet eine feindselige Welt voller Gefahren und KI-Gegnern, die es so richtig in sich und zudem auch noch auf euch abgesehen haben. Road to Vostok (RtV) soll über 20 medizinische Zustände für euren Charakter beinhalten, taktischen Umgang mit Waffen ermöglichen und grundsätzlich auf tiefgreifende Charaktersimulation setzen.

In der Spielwelt findet ihr auf euren Beutezügen und Erkundungen hunderte von einzigartigen Gegenständen, die sich teils direkt nutzen oder via Crafting-System zu anderen Items weiterverarbeiten lassen. Dazu gehören neben Waffen und medizinischen Gütern auch Nahrungsmittel, militärische Ausrüstung, elektronische Geräte, Kleidung und vieles mehr. Direkt im Spiel soll es Händler inklusive Währungssystemen geben, die euch als Abnehmer für überschüssige Beute dienen, aber selbst auch lukrative Angebote bereitstellen.

Während ihr die handgebaute Spielwelt erkundet, die in ihrer finalen Version 20 miteinander verbundene Karten aufweisen soll, stoßt ihr immer wieder auf dynamische Events, die sich unterschiedlich darstellen. Flugzeugabstürze, Airdrops, Hinterhalte und spezielle Händleraufträge werden als Beispiele schon jetzt genannt. Auch Wettereffekte wie Regen und Gewitter sollen auftreten.

Road to Vostok Village Shore
Road to Vostok soll am Ende über 20 Karten verfügen, schon erste Screenshots wissen zu beeindrucken.

Alle Umgebungen im Spiel sollen an reale Orte angelehnt sein, die der Entwickler selbst besucht, erkundet und für tauglich empfunden hat. Jede Karte wird eine unterschiedliche Bewertung in Bezug auf Schwierigkeit der Gegner und Qualität der Beute besitzen. Umso weiter ihr euch Richtung Osten, Richtung Vostok bewegt, desto anspruchsvoller wird die Herausforderung.

Die einzelnen Karten sind über sogenannte „Crossing Points“ miteinander verbunden, die jeweils einzigartige Spielmechaniken besitzen und andere Dinge von euch abverlangen, um auf die andere Seite, auf die neue Karte zu gelangen. Selbstverständlich gibt es auch hier ein Risiko. Road to Vostok will immerhin das beste Hardcore-Survival-Spiel werden.

Seid ihr schließlich endlich in Vostok angekommen, betretet ihr die gefährlichsten Bereiche und mysteriöse Zonen, in der euch der permanente Tod ereilt, solltet ihr auf eurer Mission scheitern. Wenn ihr hier sterbt, werdet ihr nicht nur eure Ausrüstung am Leib verlieren, sondern auch alle Gegenstände in euren Sheltern sowie euren gesamten Spielstand. Hardcore eben.

Der aktuelle Stand

Im Mai 2022 teilte der Entwickler den aktuellen Stand der Entwicklung mit der Öffentlichkeit. Einige Features seien demnach bereits fertig und im Spiel integriert. Dazu gehören:

  • Prozedurale FPS-Steuerung
  • Ganzkörperträgheitssystem (Inertia)
  • Beute- und Lagersystem
  • Item-Platzierungssystem
  • modulares System zum Verhalten der KI
  • eine Karte (Dorf / Village)
  • ein Shelter / Unterschlupf
  • Speichersystem
  • Tageszeit
  • Wettersystem

Was denkt ihr zu Road to Vostok? Ist das Spiel zu ambitioniert für einen einzelnen Entwickler? Gebt ihr dem Spiel eine Chance? Teilt eure Gedanken mit uns!


Schon jetzt könnt ihr Road to Vostok auf Steam eurer Wunschliste hinzufügen: