Am heutigen Montag, 17. Februar 2020, hat sich unser freier Autor Timo Schöber dem schwierigen und umfangreichen Thema des Schreibens im E-Sport angenommen. Aus seiner Sichtweise gibt er allen Autoren, die im Themenfeld E-Sport aktiv sind oder werden möchten, nützliche und wissenswerte Tipps mit an die Hand. Viel Spaß!

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E-Sport wächst exponentiell – und damit wächst auch die Notwendigkeit von und das Interesse an einer historischen, schriftstellerischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas. Dies ist eine Aufgabe, der ich mich in den letzten Monaten gerne gewidmet habe. Rund vierzig Gastartikel auf zehn unterschiedlichen Plattformen, online und im Print. Darüber hinaus wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Zusätzlich werden in diesem Monat drei Bücher bei Flying Kiwi Media erscheinen, konkret ein Sammelband, der einige Gastartikel enthält, sowie zwei Leitfäden zum E-Sport. Wenn man die Bücher außerhalb des E-Sports mitzählt, dann sind es bei mir dann insgesamt neun Buchveröffentlichungen.

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Warum schreibe ich das? Ich möchte meine Erfahrungen aus dieser Arbeit gerne weitergeben, damit sich mehr Menschen trauen, etwas zum E-Sport zu schreiben. Unser Sport braucht mehr Autoren und Schreiberlinge. Journalistisch gut geführte Plattformen wie Gaming-Grounds.de eignen sich hervorragend, um Artikel zum Thema zu platzieren.

Tipp 1: Ein Thema finden

Jeder, der sich regelmäßig und häufig im E-Sport bewegt, wird auf Themengebiete stoßen, die ihn beschäftigen: Aktuelle Nachrichten, Grundsatzdebatten, politische Entscheidungen, Turnierergebnisse, Neuerscheinungen bei Spielen oder Wettbewerben, wissenschaftliche Erkenntnisse, Skandale und vieles mehr.

Je mehr Leidenschaft man für ein Thema hat, desto besser, denn der Spaß und das Interesse am Thema sind wichtig. Ebenso wichtig ist, dass man mit einer gewissen Nüchternheit schreibt. Das bedeutet, dass man versucht möglichst objektiv zu bleiben. Bei Artikeln, die die eigene Meinung abbilden, etwa Kommentare oder Kolumnen, ist es notwendig, dass man sachlich argumentiert und Belege für die eigene Sicht der Dinge liefert.

Tipp 2: Keine Angst vor negativen Reaktionen

Vorweg: Es wird immer Menschen geben, die einen kritisieren. Egal, wie gut oder schlecht man schreibt, recherchiert und argumentiert – Kritiker wird es stets und immer geben, vor allem dann, wenn sie direkt durch einen Artikel betroffen sein könnten.

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Man sollte sich als von vorneherein ein dickes Fell aneignen. Es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, dass es immerzu andere Meinungen sowie Kritik geben wird. Ganz gleich, was man macht. Das ist in einem Diskurs zu einem Thema auch vollkommen in Ordnung, solange alle Parteien sachlich und konstruktiv bleiben. Wenn ein Gegenüber das nicht schaffen sollte, dann ist ein gewisser Grad an Gelassenheit sehr sachdienlich, im schlimmsten Fall ignoriert man diese Menschen einfach.

Tipp 3: Ich weiß nicht, ob ich gut genug schreiben kann

„Probieren geht über Studieren!“

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“

Zwei sehr passende Sprüche des Volksmundes. Am besten probiert man sich aus und schleift die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Man sollte, wenn man sich unsicher ist, auch nicht gleich den ersten geschriebenen Artikel veröffentlichen, sondern um eine kritische Betrachtung des Werkes im eigenen Umfeld bitten.

Tipp 4: Am Ball bleiben!

Manchmal hat man keine Lust zu schreiben oder es fehlt einem die kreative Energie. In solchen Momenten sollte man den sprichwörtlichen Stift lieber liegen lassen, weil die Ergebnisse sonst leiden.

Dennoch gilt: Üben, üben, üben. Je mehr man das Schreiben trainiert, desto leichter fällt es einem.

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Bestimmte Formulierungen prägen sich ein. Man entwickelt einen eigenen Schreibstil und gewöhnt sich an bestimmte Wörter. Gerade für unsichere Autoren erhöht die Übung auch das Selbstbewusstsein. Es stellt sich ferner eine Verbesserung der Rechtschreibung und Grammatik ein.

Tipp 5: Veröffentlichen

Die E-Sport Szene ist sehr niedrigschwellig. Der Kontakt zu Redakteuren von Szeneseiten ist einfach via E-Mail möglich und auch als Jungautor erhält man in der Regel schnell eine Antwort.

Am besten sendet man gleich ein paar Arbeitsproben mit. Auch eine kurze Übersicht der eigenen Vita kann nicht schaden: Seit wann bin ich im E-Sport? Was ist meine Motivation? Welche Erfahrungen habe ich? Vor allem als Neuling sollte man auch dazuschreiben, dass man gerne unentgeltlich veröffentlichen möchte und keine monetäre Gegenleistung für einen Artikel erwartet.

Fazit

Es gäbe noch viel mehr Tipps, aber für den Anfang sind dies die wichtigsten Werkzeuge, die ich motivierten Schreibern an die Hand geben möchte.

Traut euch! Je mehr Autoren sich für den E-Sport einbringen, desto besser. Ich freue mich darauf von euch zu lesen.

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