Eines der meist erwarteten und gewünschten Spiele des Jahres 2022 feiert am heutigen Dienstag seinen lang ersehnten Release. Die Rede ist vom Katzen-Abenteuer Stray (zuvor bekannt als „HK_Project“) der Entwickler bei BlueTwelve Studio und Publisher Annapurna Interactive. In den Abendstunden soll der Titel sowohl auf PS4, PS5, als auch auf dem PC (via Steam) veröffentlicht werden.

Schon jetzt wollen wir euch aber erklären, was das Third-Person-Adventure so besonders macht und wieso die tierische Perspektive nicht nur ein spaßiges und süßes Gimmick ist. Klar, Katzen-Liebhaber und -Liebhaberinnen gibt es jede Menge – „Oh, wie süß!“-Rufe waren also bei den hübschen Stray-Präsentationen im Vorfeld der Veröffentlichung vorprogrammiert. Doch ob das beliebte Cyberpunk-Setting, hübsche Optik und Katze als Protagonist die einzigen Stärken des Titels sind, wussten wir lange Zeit nicht.

Nach dem Fall des NDA und zahlreichen Eindrücken aus der Vollversion des Spiels lässt sich getrost sagen: Stray macht mehr aus sich, als es viele Kritiker im Vorfeld befürchtet hatten. Zwar wird die Spielzeit des Katzen-Abenteuers oftmals nur mit sechs bis zehn Stunden angegeben, doch sei die Story, die wir in dieser Zeit erleben, gespickt mit Highlights unterschiedlichster Arten.

Darum geht’s in Stray

Das grundlegende Setting ist schnell erklärt. In Stray übernehmen wir die Rolle einer namenlosen Katze, die sich in einer futuristisch-dystopischen Stadt wiederfindet und ihren Weg nach Hause sucht. Der Weg zur Familie zurück gestaltet sich dabei oftmals als schwierig und unwegsam. BlueTwelve Studio hat dem verwendeten Cyberpunk-Setting einen spannenden Twist verliehen, sodass wir nicht nur von blinkenden Neonlichtern zum Erkunden und Streunen eingeladen werden, sondern regelmäßig auch auf Zweibeiner treffen.

Nur handelt es sich dabei nicht um Menschen, sondern um Roboter, die ihren Platz eingenommen haben. Sie sprechen eine Sprache, die unsere Katze nur dank der Übersetzung einer kleinen Drohne namens B-12 verstehen kann, die uns stets auf der Reise begleitet. Die einseitigen Konversationen stellen sich dabei häufig als tiefgründiger und philosophischer dar, als man es von vornherein vermuten würde. Wer auf etwas abstraktere Gedankenspiele und Szenarien steht, wird hiervon sicher begeistert sein.

Auch wenn sich Katzen im realen Leben gerne mal untereinander fetzen oder auf die Jagd gehen, kämpfen wir in Stray selbst zu keiner Sekunde. Vielmehr geht es darum, Rätsel zu lösen und per Klettereinlagen unterschiedlichste Orte zu erkunden.

Während ein gewisser Teil der Stadt, in dem wir auf die vielen menschenartigen Roboter treffen, recht einladend wirkt und sich uns gegenüber auch so verhält, gibt es auch Regionen, die uns grundlegend feindlicher gesonnen sind. An einigen Stellen müssen wir uns vor Drohnen verstecken, die uns sonst beschießen und den Garaus machen. An anderen Stellen gilt es, vor Bewohnern der Kanalisation zu fliehen.

stray kanalisation
Manchmal müsst ihr in Stray auch die Beine in die Hand… Das Sprichwort passt hier irgendwie nicht so ganz. Quelle: Annapurna Interactive / BlueTwelve Studio

Das Gameplay

Die Entwickler haben in Stray glücklicherweise einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und das Gameplay von vorne bis hinten auf eine Katze ausgelegt. Diverse Mechaniken spinnen sich um das Dasein als kleiner Vierbeiner mit Krallen, Sprungkraft und Schnelligkeit. Die Spielwelt dürfen wir in Teilen so extrem vertikal erkunden, in dem wir beispielsweise von Kiste zu Box, von Box auf Vordach und von dort aus auf ein Gebäude springen.

Wir verstecken uns in Kartons und werfen natürlich jede Menge Dinge um. Das ist nicht nur typisch und lustig, sondern oftmals auch der Ansatz zum Lösen einiger Rätsel im Spiel. Übrigens: In Stray dürft ihr in jedem beliebigen Moment maunzen.

„Stray ist ein Third-Person-Katzenabenteuerspiel, das sich inmitten der detailreichen neonbeleuchteten Gassen einer zerfallenden Cyberstadt und der düsteren Umwelt ihres schäbigen Untergrundes abspielt. Durchstreife die Gegend, sowohl oben als auch unten, verteidige dich gegen unvorhersehbare Bedrohungen und löse die Rätsel dieses unwirtlichen Ortes, in dem nur unscheinbare Droiden und gefährliche Kreaturen leben.

Sieh die Welt mit den Augen eines Streuners und interagiere auf spielerische Weise mit dem Umfeld. Sei verstohlen, gewandt, unbedarft und manchmal sogar so lästig wie nur möglich gegenüber den seltsamen Bewohnern dieser fremdartigen Welt.“ – Mit diesen Worten beschreiben die Verantwortlichen selbst ihr endlich fertiges Katzen-Abenteuer, welches ihr ab heute auf PlayStation 5 und PC spielen könnt.

In bisherigen Reviews und Tests bekommt Stray zumeist eine Wertung im mittleren 80er-Bereich, Metacritic vergibt derzeit sowohl für PC- als auch PS5-Version 84/100 Punkten.

Stray auf Steam

Stray kostet auf Steam gerade einmal 26,99 Euro und ist noch bis zum Release am Abend 10 Prozent günstiger zu erstehen. So bezahlt ihr bis dahin stattdessen 24,29 Euro. Im PlayStation Store ist Stray indes noch nicht mit einem Preis versehen.

Stray Systemanforderungen

Mindestanforderungen:

  • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5-2300 | AMD FX-6350
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 650 Ti, 2 GB | AMD Radeon R7 360, 2 GB
  • DirectX: Version 12
  • Speicherplatz: 10 GB verfügbarer Speicherplatz

empfohlene Hardware:

  • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5-8400 | AMD Ryzen 5 2600
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 780, 3 GB | AMD Radeon R9 290X, 4 GB
  • DirectX: Version 12
  • Speicherplatz: 10 GB verfügbarer Speicherplatz