Wie wir euch bereits am gestrigen Sonntag berichteten, will neben „Trovo“ noch eine weitere neue Streaming-Plattform die Gunst der Stunde nutzen. Das Abtreten von Mixer hat zu einer Bewegung geführt, die eine noch nicht abzuschätzende Tragkraft haben könnte. So vermeldete nicht nur „Trovo“, welches in den Händen von Tencent liegt, ein Anfang Juli startendes Investitionsprogramm für die neue Plattform, die optisch sehr an Twitch.tv erinnert, auch ein neuer Twitter Account unter dem Namen „Brime“ bzw. mittlerweile „Code Name – Brime“ kündigt sich selbst als neuer Streaming-Dienst an.

Nachdem einige Streamer und Content Creator von einer „großen und bedeutsamen“ Ankündigung bzw. Enthüllung am heutigen Montag gesprochen haben, begannen die Verantwortlichen hinter dem „Brime“ Twitter-Account ihren Q&A-Thread zu beantworten. Welche Offenbarungen uns dies bisher lieferte, erfahrt ihr jetzt.

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Community fragt – Brime antwortet

Wir haben die spannendsten Fragen und Antworten des bislang veröffentlichten und schon unglaublich langen Threads für euch zusammengestellt:

  • Woher kommt der Name?

Brime ist ein Codename, der auf zwei Namen basiert, die in der Vergangenheit jeweils Streaming-Seiten gewesen sein sollen.

  • Gibt es schon eine offizielle Seite?

Nein, neben dem offiziellen Twitter (@WatchBrime) gibt es noch keine weiteren Accounts, Domains oder Ähnliches.

  • Wer wird Brime beitreten?

Auch wenn man diese Information gerne teilen würde, könne man dies bislang noch nicht. Man habe bereits Kontakt zu Streamern auf anderen Plattformen, die Interesse gezeigt hätten.

  • Ist Brime „echt“?

Ja.

  • Wie viele Mitarbeiter arbeiten für Brime?

4.

  • Gibt es bereits ein geeignetes Framework und die Netzwerkstruktur?

Man arbeite mit einigen großartigen Web Entwicklungen, die bereits existieren. Mehrere Services wie Webrtc sollen genutzt werden.

  • Wird auf Brime anderer Content, jenseits von Gaming, gestattet sein?

Ja, wie auf den meisten anderen Seiten auch. Allerdings wird dies streng moderiert werden.

  • Sucht Brime weitere Mitarbeiter?

Ja, allerdings wird die Job-Seite bis zum Launch nicht geteilt.

  • Was wird man für kleine Streamer tun, die Probleme damit haben Zuschauer zu generieren?

Man wolle sich auf Ideen fokussieren, die verschiedene Methoden dafür bereitstellen. Auch ein Service für rotierende Featured-Streams sei geplant.

  • Was macht Brime sicher, nicht wie eine andere Plattform zuvor zu enden?

Nichts. Aber man sei motiviert und passioniert eine Plattform zu schaffen, die frei von Fällen sexueller Belästigung und Toxizität ist. Außerdem wollte man besser als andere Brands dabei sein, Communities zu pflegen und zu fördern.

  • Werden Costum Chat Emotes verfügbar sein?

Ja. Die häufigsten Größen finde man bereits auf anderen Plattformen.

  • Was hat Brime bisher bereits gelernt, seit der Twitter Account viel Aufmerksamkeit erregt und während man noch keine andere Internetpräsenz hat?

„Doubt the neysayers“, scheint die Antwort auf die Zweifler zu sein, die Brime bislang für ein aufgeblasenes Konstrukt halten. Die meisten Menschen würden alles tun, um etwas Gutes zu zerstören, das versucht wird aufzubauen, erklären die Verantwortlichen.

Zweifel ausgeräumt?

Das waren zunächst alle im Q&A-Thread beantworteten Fragen, die von Interesse und Belang schienen. Sind damit alle Zweifel an der Kredibilität ausgeräumt? Wir sagen: Nein. Denn noch immer gibt es keine Evidenz dafür, dass es sich bei Brime nicht nur um einen Troll, Streich, kreativen Kopf oder ein anderes, nicht ganz ernst gemeintes, Projekt handelt.

Ohne einen echten Namen, eine eingetragene Firma oder ein irgendwie zu sehendes Produkt im Netz sind die Twitter-Beiträge erst einmal unbestätigt und unfundiert auf Social Media geworfen. Der erst seit diesem Monat auf Twitter registrierte Account weist mittlerweile zwar über 70.000 Follower auf (Stand: 29. Juni, 15:30 Uhr), könnte seine Aufmerksamkeit und den „Hype“ – wenn man es denn so nennen möchte – größtenteils aus der aktuellen Lage des Streamings im Großen und Ganzen bekommen haben.

Auch Rod ‚Slasher‘ Breslau äußerte sich nach anfänglichem Schweigen zu Brime. Er bezeichnet das Projekt  als „random streaming startup by some kid“. Dass der Service nicht, wie erste Gerüchte vermutet hatten, von Google oder Spotify kommt, hatte Brime zuvor bereits selbst bestätigt.

Wie immer halten wir euch auf Gaming-Grounds.de auf dem Laufenden, wenn es neue Informationen rund um Brime gibt.