The Division, Splinter Cell und Ghost Recon in einem Spiel. Geht das? Ubisoft sagt ganz klar: ja! Am gestrigen Montag wurde das neue Projekt Tom Clancy’s XDefiant enthüllt, welches auf ein Free to Play Modell setzt und sich in das Genre der Multiplayer First-Person-Shooter einfügt. Die Entwicklung ist sogar bereits so weit vorangeschritten, dass Interessenten in den USA und Kanada bereits am 5. August die erste Gelegenheit zum Spielen erhalten sollen.

Entwickelt wird der Arena-Shooter bei Ubisoft San Francisco, gespielt wird nach der Fertigstellung in temporeichen 6 vs. 6 Matches auf der PS5, PS4, Xbox One, Xbox Series X/S als natürlich auch dem PC via Ubisoft Connect, Google Stadia und Amazon Luna. Unsere erste Vorstellung findet ihr übrigens ausführlich auch hier:

Tom Clancy’s XDefiant: Neuer F2P-Shooter vorgestellt

Was genau steckt in XDefiance? – Das wissen wir schon jetzt

Heute wollen wir etwas genauer auf die Details eingehen, die uns Entwickler und Publisher im Rahmen der gestrigen Enthüllung bereits verraten haben. Denn zu den personalisierbaren Ausrüstungen, Spielmodi, Fraktionen und vielem mehr gibt es schon Insights, die wir natürlich mit euch teilen möchten.

Zunächst sollte noch einmal der Hinweis erfolgen, dass ihr euch schon jetzt für die anstehende Beta-Phase registrieren könnt, um zu den ersten Spielenden zu gehören, die Tom Clancy’s XDefiant selbst ausprobieren können. Folgt dazu einfach dem Link im vorherigen Satz.

Individualisierung im großen Stil

Ubisoft ist bei der Entstehung des Projekts nach eigener Aussage bewusst, dass das Gunplay in einem Arena-Shooter an erster Stelle stehen muss. Nur wenn die Waffen, deren Optik, Verhalten und Trefferfeedback zusammenpassen und sich insgesamt sehr gut anfühlen, kann XDefiant zu einem echten Erfolg werden.

Doch darüber hinaus soll jeder Spielende in XDefiant ganz genau bestimmen können, in welche Rolle man schlüpft. So lässt euch der neue FPS aus einem immer weiter wachsenden Arsenal aus Primär- und Sekundärwaffen auswählen, die ihr darüber hinaus mit zahlreichen Geräten und Aufsätzen vervollständigen und anpassen könnt, um eure Ausrüstung zusammenzustellen.

Weiterhin wählt ihr nicht nur Waffen und Gadgets, sondern grundlegend eine Fraktion, Eigenschaften, Fähigkeiten und sogenannte „Ultras“, um die Möglichkeiten der Individualisierung auf die Spitze zu treiben. Eure Entscheidungen sind dabei allerdings nicht final. Ihr könnt flexibel vor jedem Respawn wechseln, um euch den Gegebenheiten auf dem Schlachtfeld und der Situation anzupassen.

Die vier Fraktionen – Das steckt dahinter

Welche Optionen ihr dabei habt, erklärt Game Producer Kim Weigend anhand der vier Fraktionen, die zum Launch des Spiels verfügbar sein werden. Wolves, Cleaners, Outcasts und Echolon sind ihre Namen, die euch im besten Fall sogar schon sehr bekannt vorkommen. Denn sie stammen aus anderen Ubisoft IPs. Welche Rollen die Fraktionen aus Ghost Recon, The Division und Spinter Cell in XDefiant einnehmen, erfahrt ihr jetzt.

Die Wolves aus Ghost Recon

Die Wolves, die ihr zuletzt in Ghost Recon Breakpoint erleben konntet, halten auch Einzug in XDefiant. Hier übernehmen sie die Fraktion der „Tanks“, also jeder Charaktere, die auf dem Schlachtfeld besonders viel aushalten. Dies kennzeichnet sich durch erhöhte Lebenspunkte als auch Fähigkeiten, die auf diverse Schild- und Schutzmechaniken beruhen.

Im ersten gezeigten Gameplay sehen wir hier beispielsweise ein großes, Halbkugel artiges Schutzfeld, welches den Wirkenden umgibt und auch für Verbündete Platz bietet.

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Die Cleaner aus The Division

Die Cleaner, die The Division Veteranen durchaus vertraut vorkommen sollten, bilden die „High DPS Assault“ Klasse ab, die grundsätzlich hohes Vertrauen in den Einsatz von Feuer hat. Sinnbildlich wird uns im ersten Material ein Cleaner gezeigt, der mit Schutzanzug und dem Flammenwerfer voran auf die Feinde zustürmt. Wer möglichst viel Schaden in kurzer Zeit verursachen will und dazu noch eine Affinität zu Feuer hat, ist hier genau richtig.

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Die Outcasts aus The Division

Ebenfalls aus The Division in XDefiant geschafft haben es die Outcasts. Hierbei handelt es sich um die Heiler im kommenden Ubisoft Arena-Shooter. Sie setzen voll und ganz darauf, Verbündete auch in Situationen höchster Gefahr am Leben zu erhalten. Dafür greifen sie auf Gadgets und Fähigkeiten wie Heildrohnen zurück, die beispielsweise eine grüne, Gesundheit wiederherstellende Wolke entstehen lässt.

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Die Echolon aus Splinter Cell

Die wahrscheinlich von vielen als Highlight empfundene vierte Klasse sind die Angehörigen der Echolon, die ihr bereits aus Splinter Cell kennt. Während sich Fans des Franchise noch immer ein komplett neues Splinter Cell Spiel wünschen, müssen sie sich hier vorerst erneut mit einem Einfluss in einer anderen IP zufriedengeben.

Dafür sind die Echolon in XDefiant auch wirklich cool und ansprechend gestaltet. Sie sind die Supporter, die in den Matches dafür zuständig sind, Informationen vor den Feinden zu verbergen und im Gegenzug möglichst viel Intel über das gegnerische Team an Verbündete weiterzugeben. Im gestern enthüllten Gameplay-Material sehen wir beispielsweise eine Optik, die gegnerische Spieler deutlich wahrnehmbar in Rot anzeigt, während die Spielwelt in einem blassen grün erscheint.

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So funktionieren die Klassen in XDefiant

Alle Klassen beziehungsweise Fraktionen in XDefiant, die wir euch gerade vorgestellt haben und von denen es im Laufe der Zeit immer mehr geben soll, funktionieren nach dem gleichen, grundlegenden Prinzip. Jede Fraktion kommt mit einem passiven, festgelegten Bonus (oder auch Trait) daher. Gleiches gilt für die „Ultra“, die ultimative Fähigkeit, Ultimate oder wie auch immer ihr eine besonders starke und seltener einsetzbare Sonderfähigkeit nennen wollt.

Neben diesen beiden festgelegten Punkten der Fraktionen habt ihr allerdings durchaus Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf eure „normalen“ Fähigkeiten, von denen es eine ganze Auswahl für jede einzelne Fraktion geben soll. Hier wählt ihr, ganz nach euren Vorlieben, einfach jene aus, die besonders gut zu eurer Rolle oder Spielweise passen.

Innerhalb der Fraktionen gibt es außerdem die sogenannten Defiants. Dabei handelt es sich um Charaktere innerhalb der Fraktionen, die ihr auswählen und spielen könnt. Doch da hört die Individualisierung noch nicht auf. Denn um auf dem Schlachtfeld auch wirklich Eindruck zu schinden, besitzt jeder Defiant jeder Fraktion gleich ein ganzes Set von Skins, mit denen ihr euer Auftreten, eure optische Erscheinung in den Matches komplett frei gestalten dürft.

Wir dürfen davon ausgehen, dass im letztgenannten Punkt einer der grundlegenden Monetarisierungsaspekte des Spiels stecken wird. Wir wären überrascht, wenn wir diese Skins und Sets, die rein optischer Natur sind, nicht auch gegen Echtgeld kaufen dürften.

Ähnlichkeiten zu VALORANT, Overwatch, Siege und Co.

Etwas spöttisch könnte man den Einsatz der verschiedenen Fähigkeiten beurteilen, die ihr in XDefiance einsetzen werden könnt. Denn mit Realismus hat das natürlich recht wenig zu tun. Außerdem finden sich FPS mit aktiven Fähigkeiten mittlerweile ja auch wie Sand am Meer im eigenen Genre. Denken wir etwa an Blizzards Overwatch, Riot Games VALORANT (welches sich ähnlich Vorwürfe und Vergleiche anhören durfte), EAs Apex Legends oder Ubisofts eigenen Taktik-Shooter Rainbow Six Siege.

In all diesen Titeln spielen wir Operator, Legenden, Agenten oder wie ihr die Charaktere auch immer nennen wollt, die jeweils mit bestimmten aktiven Fähigkeiten daherkommen und besondere Möglichkeiten in den Partien eröffnen. Der Vergleich dieser Spiele mit XDefiance muss gestattet sein und hat mit Sicherheit eine gewisse Daseinsberechtigung. Dennoch wird sich XDefiance, so verspricht es Ubisoft jedenfalls, deutlich auf das eigentliche Gunplay konzentrieren und die Fähigkeiten als Ergänzung betrachten.

Der Pool an Defiants, Fähigkeiten, Loadouts, Waffen, Fraktionen, Maps und Co. soll stetig erweitert werden, XDefiant als Games as a Service Titel behandelt und über Jahre betreut und unterstützt werden.

Welche Fraktion würdet ihr gerne noch in XDefiant sehen?
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Maps und Spielmodi in XDefiant

Jede Karte in XDefiant soll einzigartig, besonders und voller eigenem Charakter sein, betont Executive Producer Mark Rubin. Das sei der Punkt, an dem die zum Einsatz kommende Snowdrop Engine so richtig zeigen könne, wozu sie imstande ist. Inspiration für die Schauplätze habe man sich bei diversen anderen Titeln geholt, heißt es in der Vorstellung weiter.

Im anstehenden Closed-Beta-Test sollen bereits zehn spielbare Karten vorhanden sein, sodass ihr jede Menge Abwechslung erwarten könnt. Sieben davon sind Standard-Arena-Maps, drei weitere beruhen auf einem linearen Konzept für andere Spielmodi.

Zum Launch soll es drei Spielmodi für die Arena-Maps geben. Dazu gehören:

  • Domination,
  • Ringleader
  • und Upload.

Für die linearen Maps sind bislang folgende zwei Spielmodi angekündigt:

  • Escort
  • und Zone Control.

Mit dieser Auswahl möchte man erreichen, dass jeder Spielende in XDefiance sofort eine vertraute Umgebung vorfindet, aber auch merkt, dass Variabilität in den Möglichkeiten steckt, die Ubisoft für XDefiance in der Pipeline hat. Von Casual bis kompetitivem Shooter-Veteran soll sich hier jeder wohlfühlen.

Auch nach dem Launch ist die regelmäßige Erweiterung der Diversität ein Anliegen von Ubisoft. Neue Maps und Modi sollen stets dafür sorgen, dass euch nicht langweilig wird.

Tom Clancy’s XDefiant – Weltweite Enthüllung

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