Nun steht es also fest. Der prominente deutsche Streamer Simon Unge, der seit Jahren auf YouTube zu den erfolgreichsten Content-Creatorn gehört und in der näheren Vergangenheit vor allem aufgrund seiner Projekte auf der portugiesischen Insel Madeira häufiger Aufmerksamkeit erzeugte, wird künftig nicht mehr auf YouTube streamen.

Einen Wechsel der Streaming-Plattform hatte er in der näheren Vergangenheit bereits öfter in Betracht gezogen, jetzt scheint der Entschluss endgültig gefasst. In einem Video, welches der 1990 geborene Influencer am gestrigen Sonntag auf seinem ungespielt YouTube-Kanal hochgeladen hatte, kündigt er einen alsbaldigen Umzug zu Twitch an. Bereits in der kommenden Woche, Unge spricht von Montag oder Dienstag, solle der Wechsel erfolgen.

Das steckt dahinter

Doch warum das Ganze? Unge ist auf YouTube unglaublich erfolgreich. Sein Hauptkanal ‚ungespielt‚ besitzt Millionen von Abonnenten, nahezu jedes Video wird von einer sechsstelligen Personenanzahl geklickt. Dies soll übrigens auch so bleiben. „Normale“ Videos sollen weiterhin auf YouTube erscheinen.

In Bezug auf den Livestreaming-Aspekt allerdings gibt es eine große Sorge. Denn obwohl auch hier Tausende und Zehntausende zuschauen, wenn Unge live geht und zumeist auf Videos reagiert, sitzt dem Creator eine Angst im Nacken. Nur noch einen Strike braucht es derzeit theoretisch, bis sein Kanal gesperrt wird. Dieses Risiko und das Risiko nicht nachvollziehbarer Strikes und Beschwerden im Allgemeinen will Unge nicht mehr riskieren. Um mehr Sicherheit soll es also vor allem gehen. In den vergangenen Tagen und Wochen hatte Unge bereits Umfragen via Social Media gestartet, auf welcher Plattform seine Community Streams mehr „fühlen“ würde. Das Ergebnis war dabei nicht immer eindeutig, tendierte aber oft mehr zu Twitch.

So wird der Wechsel im Bereich Streaming-Content tatsächlich schon in dieser Woche vollzogen, wie Unge im Video ankündigte. Seinen ungespielt Twitch Kanal, der schon jetzt eine Million Follower aufweist, findet ihr hier.

Content-Änderung angekündigt

Doch nicht nur die Plattform, auf der Unge künftig streamen möchte, verändert sich. Ebenfalls aus dem gestrigen Video stammt die Aussage, dass Unge sich künftig weniger mit Negativität im Allgemeinen auseinandersetzen möchte. Dazu gehört vor allem die „Einmischung“ als auch die Reaktionen auf Streitigkeiten anderer Creator und Influencer, die der deutsche Streamer am Beispiel von ‚MiiMii‘, ‚Miguel Pablo‘ oder auch ‚Leon Machère‘.

„Ich werd‘ auf viele Dinge nicht mehr reagieren, ich werde mir viele Dinge nicht mehr anschauen. Ich werde zu vielen Dingen nichts mehr sagen. Einfach, weil ich keine Lust mehr habe.“ – Simon Unge, 19. Dezember 2021

Die „Dinge“, von denen er spricht und von denen er sich bewusst distanzieren möchte, bewegen sich laut eigener Aussage zwischen „Kindergarten“ und „heftig“. Unge sieht nicht, dass er in „Beefs“ anderer oder in schwierigen Situationen oder Aktionen anderer selbst eine Rolle spielt – oder nicht mehr spielen möchte.

Doch was passiert stattdessen? Freuen können sich Unge Fans in Zukunft wieder vermehrt auf positiv ausgerichteten Content. Dieser erstreckt sich über mehrere Bereiche und soll unter anderem die Präsentation von eigenen Projekten auf Madeira, wie beispielsweise den eigenen Bauernhof oder auch die Umbau-Serie, umfassen. Aber auch Gameplay soll wieder mehr in den Fokus seines Contents rücken.

Beispielsweise soll bereits in Kürze ein neues Minecraft-Projekt starten, in dem er, gemeinsam mit seiner Community, eben jenen angesprochenen Bauernhof digital nachbaut und sogar Ideen und Pläne finden möchte, die im Anschluss real umgesetzt werden können. Aber auch auf das kommende Pokémon Legends: Arceus freue er sich bereits. „Alles, was Bock macht“, solle künftig wieder vermehrt im Stream zu sehen sein.

ES REICHT…

Das zugehörige Video, in dem Unge seine Änderungspläne darlegt und welches mittlerweile auf Platz 1 der YouTube Trends geschossen ist, seht ihr hier in voller Länge:

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