Seit genau einer Woche kennen wir nun detaillierte Informationen zu VALORANT. Wer bisher noch nichts von Riot Games neuem Wunderprojekt gehört hat, lebt entweder hinter dem Mond oder hat sich einer extrem konsequenten Medienpause unterzogen. Insbesondere in der Gaming Szene kommt momentan niemand auf der ganzen Welt an dem neuen Shooter vorbei, der sich seit wenigen Tagen in der Closed Beta befindet, an der erstmals auch Privatpersonen teilnehmen können, sofern sie einen Key bekommen haben.

Was es mit VALORANT auf sich hat – dem Spiel, welches von einigen schon jetzt als Counter-Strike Erbe betitelt wird – haben wir euch in den vergangenen Tagen bereits ausführlich näher gebracht. Doch wie geht es nun weiter? Wie lange wird die Beta dauern? Gibt es bis zum Release noch neue Inhalte? Welche Hardware braucht es denn nun wirklich, um den First Person Shooter flüssig auf dem heimischen PC spielen zu können? All diesen und weiteren Fragen widmen wir uns in diesem Ausblick.

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Details über die Beta

Nachdem die VALORANT Verantwortlichen bereits von sich aus die Information geteilt hatten, dass die Beta-Einladungen auch weiterhin über Twitch.tv erfolgen werden und nur pausieren, falls Probleme mit der Stabilität der Server auftreten, standen kürzlich die Lead Programmer Anna Donlon und Joe Ziegler in einem Interview mit ESPN Rede und Antwort. Dort verloren sie einige interessante weitere Aussagen über den weiteren Verlauf und die Pläne für VALORANT.

Demnach sei die Beta langfristig angelegt und solle möglichst bis kurz vor den Launch des Titels zugänglich bleiben. Falls es jedoch aus irgendwelchen Gründen zu einer zeitlichen Verschiebung in der Planung kommen sollte, könnte sich das ändern. Zudem habe man bereits konkrete Vorstellungen zu weiteren Inhalten, die noch vor dem Release ins Spiel kommen sollen.

So verraten die Interviewpartner von Tyler Erzberger, dass VALORANT zur Veröffentlichung insgesamt zwölf Agenten und vier Karten haben soll. Wer sich schon mit der aktuellen Fassung des Spiels auseinandergesetzt hat wird merken, dass dies auch bedeutet, dass wir in den nächsten Wochen und eventuell Monaten in der Testphase eine weitere Map, als auch zwei weitere Agenten sehen werden. Diese sollen die Internationalität des Spiels weiter ausbauen und demnach zwei Länder repräsentieren, die momentan noch nicht von bereits vorhandenen Charakteren vertreten werden. Genauere Infos dazu wolle man indes noch nicht bekanntgeben, um die dadurch möglichen Spekulationen zu vermeiden und eventuelle Vorstellungen durch alternative Interpretationen nicht zerstören zu müssen.

Was muss mein PC können?

Wer bislang noch keinen Zugang zur geschlossenen VALORANT Beta hat, musste sich bis jetzt auf die Aussagen der Riot Games Entwickler verlassen, dass VALORANT auf nahezu jedem PC flüssig spielbar sein wird. Selbst bis zu zehn Jahre alte Hardware solle dabei genügen, um konstante 30 FPS im Spiel zu erreichen. Diese Aussage konkretisierten die Verantwortlichen nun ihm Rahmen eines Twitter Posts, der euch genau aufzeigt, welche Mindestanforderungen euer System für 30, 60 und 144+ FPS mitbringen sollte.

In den präsentierten Grafiken bestätigt sich, dass VALORANT in der Tat ein sehr gnädiges Spiel ist, wenn es um die Belastung eurer Hardwarekomponenten geht.

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Quelle: Riot Games (@valorantde auf Twitter)

Über Ranked, E-Sport und Balancing

Riot Games betonte zudem bislang immer wieder, dass VALORANT ein kompetitiv orientierter Multiplayer Shooter werden soll. Dass das auch so zutrifft, sieht man bereits seit Tagen in der Closed Beta, in der sich die Crème de la crème der internationalen Shooter Szene versammelt hat und die Grenzen des Spiels testet, was das Zeug hält. Doch was bedeutet das für die Rangliste, die sich höchstwahrscheinlich entwickelnde E-Sport Szene und das Balancing im Spiel? Auch dazu haben ‚SuperCakes‘ und ‚Ziegler‘ – so die Nicknames der leitenden Entwickler – neue Einblicke parat.

Bereits vor einigen Tagen kursierte ein Screenshot, der das Ligasystem von VALORANT zeigte und offenbarte, dass die Rangliste in insgesamt 22 Divisionen unterteilt sein wird. Jeweils drei Divisionen bilden eine übergeordnete Liga, die auf gewisse Namen hören. Von „Mercenary“ bis „Immortal“ ist alles dabei, die besten der besten Spieler sollen in die höchste Spielklasse „VALORANT“ aufsteigen. Letztgenannter Name sei derzeit im Übrigen der einzige, der schon ziemlich sicher auch im finalen Spiel den gleichen Titel haben wird. Ein Promotion System, wie es beispielsweise aus League of Legends bekannt ist, um in höhere Ligen aufzusteigen, sei derzeit für Riot Games FPS nicht geplant. Doch auch in diesem Aspekt gilt: Man werde testen und im Anschluss auf das Feedback der Spieler reagieren.

Dieser Satz scheint allgemein für viele Faktoren im Spiel das Credo der VALORANT Macher zu sein. Genau deshalb könne man momentan auch noch keine detaillierten Ausblicke auf den E-Sport geben, an dem ohne Zweifel großes Interesse auf allen Seiten besteht. Doch solle dieser zu gegebener Zeit organisch wachsen. Zudem sei die Auswahl der möglichen Partner, mit denen man international zusammenarbeiten könne, im E-Sport mittlerweile extrem breit gefächert, betont Ziegler im Interview.

Was in jedem Fall möglichst schnell und auch langfristig stimmen muss, um E-Sport in VALORANT groß und erfolgreich zu machen, ist das Balancing auf den einzelnen Karten und natürlich zwischen den einzelnen Charakteren. Insbesondere in dieser frühen Testphase reagiere man selbstverständlich extrem schnell, um eine erfolgreiche Beta durchführen zu können, erklären die Verantwortlichen weiterhin. Eine Orientierung für einen Patch-Zyklus nach dem offiziellen Release sei dies indes nicht und solle nicht als Indikator dafür verwendet werden. Je nach dem Grad des auftretenden Problems werde man allerdings individuell auch in der Zukunft abwägen, wie schnell man darauf reagieren muss.

Das ESPN Esports Interview

Wen der über 46 Minuten lange Talk mit den VALORANT Entwicklern interessiert, der kann sich nachfolgend das komplette Video ansehen:

Über VALORANT

VALORANT ist der neue First Person Shooter aus dem Hause Riot Games. Die Macher des berühmten League of Legends erweitern ihr Games Portfolio in mehreren Genres. Das ehemals „Project A“ genannte Spiel ist ein kompetitiver und im 5 gegen 5 gespielter FPS, der im Sommer 2020 erscheinen soll. Das Gameplay lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Valves Counter-Strike: Global Offensive und Blizzards Overwatch bezeichnen.

Riot Games legt in Valorant extrem viel Wert auf einen guten Netcode, stabile Server und ein ausgereiftes Anti-Cheat System, um das Spielerlebnis so fair wie irgendwie möglich zu gestalten. Auch auf älteren Computern soll VALORANT eine gute Figur abgeben.

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