VALORANT ist gestartet und die Server sind voll von motivierten und engagierten Spielern. Sowohl im klassischen Spielmodus als auch in Spike-Rush tummelt sich die Shooter-Community. Doch wie sehen die Zukunftspläne von Riot Games aus? Dazu haben sich die Verantwortlichen kürzlich in einem Statement geäußert, in dem nicht nur noch einmal Spike-Rush vorgestellt wird, sondern auch auf zukünftige Spielmodi, Design-Entscheidungen und Konzepte eingegangen wird.

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Warum gibt es überhaupt unterschiedliche Spielmodi? Wann kommen diese und bleiben diese permanent im Spiel? All diesen Fragen stellt sich Jared Berbach in seiner Rolle als Produzent und Product Lead für die Spielmodi in VALORANT. So kündigt er beispielsweise schon jetzt eine Umsetzung des viel gewünschten Deathmatch an, geht auf das geplante LTM-System und eine Rotation ein, der gewisse Modi in der Zukunft unterliegen könnten.

Was ist Spike-Rush?

Oder eher auch: Warum ist Spike-Rush? Riot Games liebt die spannenden Matches, in denen bis zu 25 Runden gespielt werden und die dann gerne auch einmal fast eine ganze Stunde füllen. Geprägt von Taktiken, spannenden Comebacks und vielen weiteren Facetten steht der „normale“ Spielmodus weiterhin im Fokus.

Doch man wolle eben auch Inhalte für Spieler bieten, die nicht unbedingt eine ganze Stunde Zeit haben, um in aller Ruhe ein normales Match zu bestreiten. Dies ist einer der Hintergründe, weshalb Spike-Rush entstanden ist, erklären die Entwickler. Kurzweilig und trotzdem Action geladen soll der erste alternative Modus des jungen VALORANT sein.

Mit einer Spielzeit von gerade einmal acht bis zwölf Minuten und einem Spike bei jedem Angreifer geht es direkt voll in die Action. Zufällige Waffen (die gleiche für alle Spieler), schnellere Aufladung der ultimativen Fähigkeit, zufällige Verstärkungskugeln und sieben Gesamtrunden ergänzen das fast schon chaotische Prinzip, vergleicht man es mit dem Original.

Die Regeln in der Übersicht:

  • Spiele dauern etwa 8–12 Minuten.
  • Platziere den Spike – nur dass wir total durchgedreht sind und jetzt jeder Angreifer einen Spike hat!
  • Das beste Team aus 7 Runden gewinnt und die Zeit vor den Runden und die Runden selbst sind kürzer.
  • Nach 3 Runden wird zwischen Angriff und Verteidigung gewechselt.
  • Alle Spieler beider Teams erhalten dieselbe zufällige Waffe. Jetzt wird der Traum vom Bucky-Wahnsinn endlich Realität.
  • Du bekommst alle Grundfähigkeiten jede Runde gratis.
  • Für Kills und Tode bekommst du 2 Ult-Punkte.
  • Jede Runde erscheinen 3–5 zufällig ausgewählte Verstärkungskugeln auf der Karte.

Spielmodi-Rotation

Eine der ersten und offensichtlichsten Fragen der Spieler beschäftigt sich mit der Verfügbarkeit der Modi. Im zugehörigen Statement von Riot Games heißt es, dass man sowohl dauerhaft verfügbare Spielmodi schaffen will, die jederzeit für die Community zugänglich sind, aber auch weitere Pläne in petto hat.

Demnach soll ein rotierendes System geschaffen werden, welches jede Menge Abwechslung verspricht und Modi beinhaltet, die teils auch nur Umsetzungen und Tests von neuen Spielideen sein sollen. In diesem Kontext sei es sogar vorstellbar, vollständig zeitlich begrenzte Modi zu integrieren (LTM). Hier spricht Berbach explizit eine Warnung vor „bekloppten“ Spielmodi aus.

Letztlich hänge die Integration und der Umgang mit neuen Modi auch stark vom Feedback und Verhalten der Spielerschaft ab. Wie die Spielmodi bei den Spielern ankommen würden sei entscheidend für den weiteren Umgang mit diesen. Spike-Rush sehe man momentan als Testlauf und Beta, das weitere „Schicksal“ sei nicht final geklärt. Vorstellbar wäre eine Verlagerung in die kommende Rotation, auch eine vollständige Entfernung wäre möglich. Vielleicht bleibe er aber auch noch für lange Zeit erhalten – offensichtlich ist auch Riot Games in dieser Hinsicht noch sehr experimentell unterwegs.

Die nächsten Modi: Deathmatch und mehr

Bereits in der Beta von VALORANT hätte sich eine Vielzahl von Spielern einen Deathmatch Modus gewünscht, in dem jeder Spieler für sich allein kämpft. Diese Rufe wären deutlich bei Riot Games angekommen. So würden schon jetzt die Vorbereitungen laufen, um die nötige Technologie dafür zu entwickeln, erklärt Berbach. Um ein genaues Releasedatum zu nennen, sei es indes noch zu früh.

Insbesondere für kompetitiv orientierte Spieler will Riot Games zudem einen „Aufwärm-Modus“ schaffen, in dem man, ähnlich wie beispielsweise auf CS:GO Trainingskarten, eine Möglichkeit bekommt sich ausführlich aufzuwärmen und „warm zu schießen“. Im Fokus stünden der mögliche Beweis von Waffengeschick und Zielvermögen. Bewegliche Ziele seien dafür essentiell. Diese, ebenfalls aus der Community stammende, Idee gefalle Riot Games sowohl aus der Sicht der Entwickler, als auch aus der Sicht der selbst Spielenden.

Im Test befänden sich weiterhin auch schon eine Vielzahl anderer Modi, auf die zwar hingewiesen wird, zu denen aber noch keine weiteren Worte verloren werden. Prinzipiell gelte aber weiterhin das Credo, die Spieler möglichst schnell in die Entwicklung einzubeziehen und zusammen mit dem Feedback die kommenden Modi weiterzuentwickeln.

Über VALORANT

VALORANT ist der neue First Person Shooter aus dem Hause Riot Games. Die Macher des berühmten League of Legends erweitern ihr Games Portfolio in mehreren Genres. Das ehemals „Project A“ genannte Spiel ist ein kompetitiver und im 5 gegen 5 gespielter FPS, der am 2. Juni 2020 erschienen ist. Das Gameplay lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Valves Counter-Strike: Global Offensive und Blizzards Overwatch bezeichnen. Auch Anlehnungen an Ubisofts Tom Clancy’s Rainbow Six Siege sind erkennbar.

Riot Games legt in Valorant extrem viel Wert auf einen guten Netcode, stabile Server und ein ausgereiftes Anti-Cheat System, um das Spielerlebnis so fair wie irgendwie möglich zu gestalten. Auch auf älteren Computern soll VALORANT eine gute Figur abgeben.