Am heutigen Mittwoch, 3. Juni 2020, wurde der E-Sport Hub Sachsen-Anhalt offiziell vorgestellt. Im Livestream auf dem YouTube Kanal von verdipwnz kamen in der Interviewrunde der digitalen Pressekonferenz sowohl Staatssekretär Thomas Wünsch als auch Martin Müller, Vorsitzender des Magdeburg eSports, Vizepräsident des eSport-Bund Deutschland sowie Projektleiter des Landeszentrum für eSport und Digitalisierung in Schleswig-Holstein, ausführlich zu Wort.

Dabei ging es natürlich allem voran um E-Sport in Sachsen-Anhalt und welche Ziele das neue E-Sport Hub verfolgt. Welche Pläne gibt es, welche Vorteile können erreicht werden? Zu diesen Fragen standen die Gäste unter der Moderation von Moderator Marius ‚verdipwnz‘ Lauer Rede und Antwort.

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Bündelung von Kompetenzen als Ziel

Wie Martin Müller im Gespräch am Mittag betonte, stehe insbesondere die Bündelung von Kompetenzen im Fokus. Schon jetzt gibt es im Bundesland zahlreiche Aktivitäten im E-Sport, die durch den E-Sport Hub weiter gefördert, ausgebaut, ausgeweitet und verknüpft werden sollen. „Überall im Land“ soll man langfristig E-Sport sehen können.

Dazu müsse man allerdings diverse Akteure an einen Tisch bekommen, Wissen vermitteln und transferieren, aufklären sowie grundlegend für das Thema sensibilisieren. Denn Obwohl bereits 42 Prozent aller Deutschen in irgendeiner Form spielen und fünf Prozent aktiv im E-Sport engagiert sind, wissen noch immer viele Menschen in unterschiedlichsten Positionen nichts mit dem Thema, Chancen, Potenzialen und letztlich auch Gefahren anzufangen.

Diesem Problem soll sich der am 1. April 2020 gestartete E-Sport Hub Sachsen-Anhalt annehmen und als Ansprechpartner für alle Interessenten im Bundesland zur Verfügung stehen. Wer Anliegen, Sorgen oder Ideen hat, die im weitesten Sinne mit E-Sport in Verbindung stehen, sollen eine zentrale Anlaufstelle bekommen.

Projekte für die Zukunft

Groß auf die Fahne geschrieben habe man sich beim neuen E-Sport Hub zudem den Wissenstransfer. In den vergangenen Jahren habe man bereits ein breites Spektrum an Erfahrungen auf den verschiedensten Akteuren sammeln können, die teilweise noch immer höchst erfolgreich im E-Sport aktiv sind. Diese Chance wolle man nutzen, um die erworbenen Kompetenzen auf alle Bereiche zu übertragen, die sich jetzt und in Zukunft anbieten.

Geplant seien beispielsweise Webinare und Workshops, die direkt in Sachsen-Anhalt veranstaltet und angeboten werden sollen. Eine zentrale Rolle in der diesbezüglichen Planung nehme natürlich die allgemeine Situation rund um die Coronavirus-Pandemie ein. Schon jetzt führe man zahlreiche Gespräche, um weitere Angebote zu schaffen. Darunter befänden sich Kontakte zu Professoren an Universitäten des Landes, aber auch Dialoge mit Verbänden und Unternehmen, die bereits eigene Pläne für den E-Sport hätten.

„Der Austausch von Needs“, so betitelt es Martin Müller, sei dabei der Schlüssel, um nahezu unbegrenzte Kooperationen im E-Sport zu finden und umzusetzen. Nicht jedes Unternehmen müsse demnach direkt als Sponsor auftreten, könne sich aber auf ganz eigene Art und Weise beteiligen und engagieren. Langfristig soll der E-Sport Hub allen Partien „Tools an die Hand“ geben können, um weitere Projekte im E-Sport zu realisieren.

Vor der Fragerunde der Pressekonferenz folgte die symbolische Überreichung des Zuwendungsbescheids des Landes Sachsen-Anhalt, der dem Hub zugute kommt und das Commitment des Bundeslandes im E-Sport unterstreicht.

Die Vorstellung in der Wiederholung

Wer sich die vollständige Präsentation noch einmal in der Wiederholung ansehen möchte, kann dies im aufgezeichneten Video nachfolgend tun.

[Für alle, bei denen der Timecode nicht funktioniert: Die Vorstellung startet bei Minute 19:55.]