Die geschlossene Beta für WoW Classic läuft nun schon seit einigen Tagen. Die Testphase natürlich nicht nur dafür da die Stabilität der technischen Seite in Bezug auf Server und Performance zu testen, sondern auch inhaltliche Fehler sollen vor dem offiziellen Start im August ausgemerzt werden.

Willkommen zu Classic

In der Beta Version von „Vanilla“ gibt es deshalb die Möglichkeit über alle Dinge in der Spielwelt Fehler zu melden. Blizzard legt augenscheinlich und löblicherweise auch sehr viel Wert darauf, denn verschiedene Schaltflächen und Hotkeys sind extra darauf ausgelegt, schnell und einfach Probleme an die Verantwortlichen weitergeben zu können.

Doch nicht alle „Fehler“ sind auch wirklich als solche einzustufen. Bedenken muss man vor allem als aktueller WoW Spieler, dass es sich nicht um die Battle for Azeroth Erweitertung, sondern das klassische Spielerlebnis aus dem Jahr 2004, beziehungsweise den Patch 1.12 handelt. So kommt es vermehrt zu Meldungen bei den Entwicklern, in denen sich Tester über Dinge beschweren, die tatsächlich so vorgesehen und vielleicht bei den Spielern einfach unbekannt sind.

„Not a bug“-Liste

Genau deshalb hat Blizzard nun darauf reagiert und eine Liste mit „Bugs“ veröffentlicht, die eigentlich eher als „Features“ einzustufen sind.

  • Die Trefferzone (Hitbox) von Tauren sowie deren Nahkampfreichweite sind minimal größer als bei anderen Rassen.
  • Kritische Treffer an sitzenden Charakteren lösen keine Fähigkeiten wie Blutwahnsinn, Wutanfall oder Abrechnung aus.
  • Die Funktion der automatischen Questverfolgung wird nicht sofort neu angenommene Aufgaben verfolgen, sondern bereits im Questlog vorhandene Quests anzeigen, sobald Fortschritte für diese erzielt werden.
  • Die Lebenspunkteregeneration bei Kriegern funktioniert genau mit der vorgesehenen Rate. (Scheinbar haben das nicht alle Tester so gesehen.)
  • Questziele und interessante Gebiete werden nicht auf der Karte oder Minikarte angezeigt. (Willkommen in einem alten Mmorpg.)
  • Abgeschlossene Aufträge werden auf der Minimap mit einem Punkt statt eines Fragezeichens markiert.
  • Verängstigte Spieler und NPC-Charaktere bewegen sich deutlich schneller („Fear“-Zauber des Hexenmeisters).
  • Zauber und Angriffe können teils auch auf Gegner gewirkt werden, wenn man diese nicht direkt im Sichtfeld hat.
  • Die Respawn Raten von Kreaturen fallen viel langsamer aus als in der aktuellen WoW-Version.
  • NPCs, die mehrere Aufgaben anbieten, zeigen inkonsequent teilweise ein Ausrufungszeichen oder einen Punkt auf der Karte. Das war damals so und soll wieder so sein.
  • Quests mit einer zu niedrigen Anforderungsstufe werden Spielern nicht mit einem Ausrufungszeichen angezeigt.
  • Verfügbare Aufgaben werden auf der Minimap NICHT mit einem Ausrufungszeichen markiert.
  • Die Nachricht beim Level-Aufstieg: „Deine Fähigkeit Schutz hat sich auf 15 erhöht“ wurde in WoW-Version 1.12.1 hinzugefügt und die Entwickler planen damit, dies in Classic beizubehalten.

World of Warcraft Cinematic

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Jonas Walter

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
Jonas 'Syncerus' Walter ist seit 2010 im eSport-Journalismus aktiv. Nach Beteiligungen an diversen eSport Projekten im redaktionellen Bereich wie MaseTV, ESC Gaming oder Team Vertex ist Gaming-Grounds.de nun die erste eigene Konzeption.

Diese hat die Vision aktuell relevante Themen aus dem Gaming- und eSport-Bereich aufzugreifen und für Videospielbegeisterte an einem Ort zu konzentrieren.
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