Nachdem es in den vergangenen Tagen immer wieder Berichte und Beschwerden darüber gegeben hatte, dass Spieler in WoW Classic die Layering Mechanik nutzen würden, um gezielt seltene Materialien und Gegenstände zu sammeln, hat Blizzard nun reagiert.

Warum Layering?

Eigentlich ist das Layering dafür gedacht, einzelne Gebiete im neu erschienenen World of Warcraft Classic vor Überbevölkerung zu schützen. Ist ein Gebiet auf einem Server also mit zu vielen Spielern gefüllt, werden diese in unterschiedliche „Layer“ aufgeteilt, um in Ruhe ihren Aufgaben und Missionen nachgehen zu können.

Vorgesehen ist das System offiziell kommuniziert nur für die erste der sechs Phasen, in denen sämtlicher Inhalt des Spiels zugänglich gemacht werden soll. So zumindest der Plan Blizzards. Man wollte sich so dem Spieleransturm, vor allem in den ersten Tagen und Wochen, entgegenstellen.

Gut gemeint, schlecht gemacht?

Wie es mit neuen Funktionen in Spielen aber nun einmal so ist, haben Spieler vereinzelt versucht das System für ihre eigenen Vorteile zu nutzen. So hätten Spieler gezielt an bestimmten Positionen regelmäßig die einzelnen „Layer“ gewechselt, um an bestimmte Gegner, Gegenstände und andere seltene Beute in Classic heranzukommen.

Blizzard dementierte bereits im Vorfeld, dass das Problem so groß sei, wie von manchen Spielern in Foren kommuniziert. Auch Screenshots von ganzen Banken, die mit den seltensten Sachen gefüllt sind, wären gefälscht und wären im Spiel so nicht existent. Dennoch sah man sich seitens der Verantwortlichen nun gezwungen auf das Vorgehen zu reagieren.

In einem aktuellen Bluepost von Community Manager ‚Kaivax‘ heißt es, dass man kürzlich einen Hotfix auf die Live-Server aufgespielt hätte, der dem Problem des „Layer-Hopping“ entgegenwirkt. Demnach gebe es nun einen stetig länger werdenden Cooldown, also eine Abklingzeit, die das stetige Wechseln der Layer verhindert, ohne Spieler zu blockieren, die lediglich mit ihren Freunden zusammen spielen wollen.

Abklingzeit als Maßnahme genug?

Sollte ein Spieler nun mehr als einmal innerhalb kurzer Zeit Layer wechseln, so steigere sich ein Zeitrahmen, in dem ein weiterer Wechsel für den entsprechenden Nutzer gesperrt ist. Je nach Häufigkeit der Wechsel könne sich die Abklingzeit auf mehrere Minuten oder einen noch längeren Cooldown steigern. Sollte der Spieler anschließend die Layer für einen längeren Zeitraum nicht mehr wechseln, sinke der Timer dementsprechend wieder.

Bereits kurz nach der Ankündigung der Änderung beklagen erste Stimmen allerdings bereits die Wirksamkeit und den Umfang der Maßnahme. Demnach sei die Abklingzeit zu gering, um wirksam gegen Exploiter vorzugehen. Letztlich bleibt es vorerst nur abzuwarten, ob die Änderung genug ist, um das Ausnutzen einzudämmen, oder Blizzard erneut aktiv werden muss.

Über WoW Classic

Nach langem Begehren der WoW-Gemeinde, zahlreichen Fan-Projekten, Private-Servern und vielem mehr hatte Blizzard 2019 endlich ein Einsehen. Mit  belebt der Entwickler eines der größten Online-Rollenspiele aller Zeiten die Anfänge einer magischen Welt wieder, die Millionen von Spielern über 15 Jahre lang in ihren Bann gezogen hat und es bei einer großen Community weiterhin tut.

Einmal die Uhr zurückdrehen: Wie oft wünscht man sich in allen möglichen Situationen und Lebenslagen diese Option? Mit World of Warcraft Classic wird dieser Traum zumindest zu einem Teil wahr. Am 27. August 2019 ist es plötzlich wieder fast 2004. Keine Blutelfen, Draenai, Worgen, Goblins, Todesritter, Dämonenjäger, Klassenhallen, World Quests und 120 Level. All das vergessen wir in Classic und konzentrieren uns auf das, was mal wichtig war. Der Weg zu Level 60, eine Gemeinschaft, die sich kennen lernt und gemeinsam Azeroth Stück für Stück erschließt. Viele Fans erhoffen sich zumindest genau das.

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