Endlich gibt es nicht nur in Retail World of Warcraft, sondern auch in TBC Classic den ersehnten Erfahrungspunktebonus für eure Charaktere! Die Zeit ist gekommen, sich auf den anstehenden WotLK Classic Release vorzubereiten, der nun endlich auch offiziell für den 27. September 2022 angekündigt ist.

Wie Blizzard verkündete, soll der „Rauschende Reisen“-Bonus, der euch 50 Prozent XP-Bonus aus allen Quellen gewährt, bis zum Release von Wrath of the Lich King aktiv bleiben. So habt ihr noch über acht Wochen Zeit, um eure Charaktere der Wahl auf die bisherige Maximalstufe 70 zu bringen. Doch wer besonders schnell leveln möchte, sollte sich an einer der folgenden Klassen halten.

In unserer Bewertung der am schnellsten zu levelnden Charaktere in TBC-Classic beziehen wir uns auf viele Faktoren, die euch auch nach dem WotLK Release häufig noch immens weiterhelfen werden.

Der Jäger: „Ich hab‘ meinen Tank schon dabei!“

Dass der Jäger in dieser Liste auftauchen wird, dürfte kaum jemanden verwundern. Genau deshalb beginnen wir auch mit dem Meister des Fernkampfs, der sich tierische Begleitung organisiert, um selbst Gruppeninhalte ganz allein bewältigen zu können. Da ihr als Jäger oder Jägerin immer euer Pet an eurer Seite habt, müsst ihr euch häufig keinen Mitspieler für etwas schwerere Aufgaben suchen, habt immer einen Tank dabei und schreckt auch vor orangen und roten Gegnern mit deutlich höherer Stufe nicht zurück.

Jäger können weit von ihren Zielen entfernt agieren, Gegner bis zum Erbrechen kiten und verfügen als DD-Klasse natürlich über reichlich Schaden. Zudem ist die Skillung der Tierbeherrschung (Beast Mastery / BM) wohl aus allen Spezialisierungen in gesamt World of Warcraft die, die am ehesten als perfekte „Level-Skillung“ bezeichnet werden kann.

Einzige Nachteile der Jäger: Ihr müsst einen Taschenplatz opfern, um genug Munition mit euch zu schleppen und diese auch regelmäßig wieder auffüllen. Zudem will auch euer Pet gefüttert werden, auch für das Futter geht noch einmal Platz im Rucksack verloren.

Druiden: „Wir können alles!“

Druiden bieten sich nicht nur dank ihrer Schnelligkeit zum Leveln an. In Situationen, in denen andere Klassen erstmal wieder für kurze Strecken auf das Reittier klettern müssen und dafür stolze drei Sekunden brauchen, verwandelt sich der Druide kurzerhand ohne Castzeit in die Reisegestalt und ist bis Level 60 damit nur unwesentlich langsamer unterwegs, als die reitenden Mitspieler.

Darüber hinaus sind Druiden eine von zwei Klassen, die alle Rollen der „Heiligen Dreifaltigkeit“ ausüben können. Insbesondere in der frühen Levelphase müssen sie dafür nicht einmal zwingend umskillen. Wer als Gleichgewicht-Druide levelt, braucht nicht nur deutlich weniger Manapausen als andere Zauberklassen, sondern kann wirklich lange in Instanzen auch als Heiler agieren, sofern die Gruppe nicht allzu übermütig vorstürmt. Ähnliches gilt für die Nahkampf-Spezialisierung „Wilder Kampf“, besser bekannt als „Feral“.

Wer sich zum Questen in der offenen Welt gerne in eine Katze verwandelt und Gegner aus dem Hinterhalt schreddert, kann in Instanzen einige Zeit lang ganz locker auch die Bär-Form verwenden, um der Gruppe als Tank zu dienen. Dies funktioniert als Krieger oder Paladin mit Schadensspezialisierung beispielsweise nicht so einfach.

Die Kirsche auf der Torte ist selbstverständlich die Selbstheilung, starke Gegnerkontrolle durch Wucherwurzeln und Co., sowie weitere nützliche Fähigkeiten wie Anregen, welche die Downtimes beim Leveln weiter reduziert. Jeder braucht einen Druiden, wirklich.

Magier: „Ich brauche mehr Gegner!“

Auch der Magier ist in dieser Liste wohl eher keine Überraschung, da er auch vorher zu den besten Klassen gehörte, wenn es um den schnellen Gewinn von Erfahrungspunkten geht. Nicht umsonst waren es zum allergrößten Teil Magier, die im Rennen um den World-First-Charakter auf der Maximalstufe in TBC ganz vorne lagen.

Insbesondere Frost-Magier können Verlangsamungseffekte und Flächenschaden äußerst effektiv nutzen, um extrem große Gegnergruppen gleichzeitig und allein zu besiegen. Gleichzeitig bietet die Frost-Spezialisierung, kombiniert mit anderen Magier-Fähigkeiten wie Gegenzauber oder Verwandlung, extrem hohe Gegnerkontrolle und sichert damit das eigene Überleben.

Durch das berühmte „AoE-Farming“, welches Magier häufig zum schnellen Stufenaufstieg nutzen, fallen extrem viele Gegenstände an, die sich zu einem angenehmen Nebenverdienst entwickeln. Speziell in höheren Gebieten bleiben somit zudem Quests offen, die ihr auf der Maximalstufe dann für zusätzliches Gold nachholen könnt.

Nicht zu vernachlässigen ist natürlich zudem, dass Magier sich nicht nur selbst Wasser und Brot zum Regenerieren herstellen und dieses nicht abseits ihrer Questgebiete kaufen müssen, sondern durch die Teleportationsfähigkeit äußerst schnell und flexibel durch die Spielwelt navigieren.

Paladine: „Ihr könnt uns nicht alle töten!“

Paladine glänzen in der Levelphase durch mehrere praktische Eigenschaften. Sie tragen die höchste Rüstungsklasse im Spiel und sind damit ähnlich unempfindlich gegen diverse Schadensquellen, wie es ihre nicht magisch begabten Verwandten, die Krieger, sind. Doch anders als Krieger können sich Paladine selbst heilen und temporär sogar komplett gegen Schaden immun machen. Wenn ihr euch beim Leveln also mal mit den Gegnern übernehmt, findet ihr euch nicht unbedingt direkt beim Geistheiler wieder.

Ein weiterer Vorteil gegenüber vielen anderen Klassen ist die „Aura des Kreuzfahrers“, die dem Paladin einen Bonus von 20 Prozent auf die Reitgeschwindigkeit geben. So schnell von A nach B kommt sonst niemand! Der große Knackpunkt beim Paladin ist es, dass ihr für ein schnelles Levelerlebnis zwingend auf die Vergeltungs-Spezialisierung setzen solltet und somit in der Gruppe weder besonders gut als Heiler, noch als Tank dienen könnt. Hier verlegt ihr euch also tatsächlich voll auf den Schadensoutput.

Zugegeben: Paladine haben diesen Platz auch bekommen, weil sie in Wrath of the Lich King als eine der stärksten Klassen überhaupt agieren werden. Es gibt nichts, was ein Paladin in Nordend nicht mindestens sehr gut kann. Der Schaden an größeren Gegnergruppen wird drastisch erhöht, Heilig-Paladine können endlich effektiv mehr als ein Ziel gleichzeitig heilen und der „Retri“ wird spätestens in der Eiskronenzitadelle einer der besten Schadensausteiler im Nahkampf. Dank der dualen Talentspezialisierung könnt ihr davon dann auch ohne große Probleme Gebrauch machen.

Todesritter: „Wir warten auf den Pre-Patch!“

Wer mitgezählt hat, wird festgestellt haben, dass bisher noch nicht fünf, sondern erst vier Klassen vorgestellt wurden, die ihr jetzt besonders schnell und effektiv auf Stufe 70 bringen könnt. Etwas außen vor bleiben, dennoch vorkommen, muss allerdings noch der Todesritter. Denn erst mit dem nicht mehr allzu weit entfernten Pre-Patch zu Wrath of the Lich King Classic kommt die erste Heldenklasse ins Spiel.

Diese hat ihren Namen mehr als verdient, denn Todesritter machen, egal in welcher Skillung, so richtig Tempo. Obwohl sie im Verlauf der Erweiterung die Nerf-Keule von Blizzard abbekommen haben, werden Todesritter auch mit dem WotLK Classic-Patch 3.3.5 noch ganz vorne in der Effektivität mit dabei sein.

Todesritter starten nicht nur schon direkt auf Level 55 und sind nach ihrem eigenen Startgebiet zügig auf Level 58 und damit bereit für den Scherbenwelt-Content, sondern glänzen mit starker Selbstheilung ohne direkte Heilzauber. Auch sie können schwierige Inhalte mehr oder weniger problemlos allein bewältigen und dienen speziell in der Blut-Spezialisierung als Tank mit jeder Menge Potenzial, die selbst ohne Dual-Spec schon sehr flott durch die Quests kommt.

Allgemein fehlt es keiner Spezialisierung an Flächenschaden und der Möglichkeit, jede Menge Schaden an allen Gegnern auszuteilen, ohne selbst großartig in Gefahr zu geraten. So werden beim Todesritter Plattenrüstung mit massig defensiven Cooldowns, jeder Menge Gegnerkontrolle (Gehirnfrost, Todesgriff, usw.), hoher Selbstheilung, immensem Flächen- und Einzelzielschaden kombiniert. Was will man mehr?

Entscheidet ihr euch für die Unheilig-Spezialisierung, bekommt ihr zu dem Bewegungstempo-Bonus in der unheiligen Präsenz noch einmal 20 Prozent mehr Tempo für euer Reittier. Das Talent „Der Tod reit’“ macht es möglich, extrem schnell unterwegs zu sein.