YouTube hat eine neue Maßnahme in der Darstellung der Beliebtheit von Videos auf der eigenen Plattform angekündigt. In einem aktuellen Blog-Post beschreiben Verantwortliche hinter der Video- und Streaming-Plattform, dass die Dislikes von Videos künftig nicht mehr wie bislang neben den Likes angezeigt werden.

Stattdessen setze man künftig darauf, die Dislikes von Videos nur noch dem Kanalbetreiber selbst einsehbar zu machen. Zuschauende könnten zwar noch immer auf den „roten Daumen nach unten“ klicken, doch werde der zugehörige Counter eben nicht mehr erscheinen. Die Plattform erklärt weiter, dass die bald „unsichtbaren“ Dislikes trotzdem weiterhin Einfluss auf die Videoauswahl haben kann, die Usern auf YouTube vorgeschlagen werden.

Vielmehr geht es wohl bei der strategischen Anpassung der Darstellung darum, einzelne Video-Creator zu schützen, die in der Vergangenheit Opfer von Negativ-Kampagnen gegen sich geworden sind. In diversen Bubbles wurde in regelmäßigen Abständen dazu aufgerufen, einen bestimmten Creator oder ein bestimmtes Video mit Dislikes zu überhäufen, um dem Kanal bzw. Betreibenden zu schaden. Demnach richtet sich die Änderung auch nur auf die roten Daumen, die Dislikes aus. Die Likes eines Videos sollen auch in Zukunft wie bisher numerisch dargestellt werden.

Vielleicht doch keine gute Idee?

Doch ist die geplante Änderung der Dislikes auf YouTube wirklich eine Maßnahme, um den Content-Creatorn der Plattform mehr Schutz zu bieten? Das sehen bei weitem nicht alle so. Denn mit den nicht mehr zu sehenden Dislikes verschwindet auch ein großer Teil Transparenz. Einige sprechen sogar von einer Art „Zensur der Meinung“. Fest steht, dass Ablehnung der Community gegen bestimmte Themen somit verborgen wird, statt öffentlich einsehbar zu sein.

Beispiele hierfür können etwa bestimmte Darstellungen von Werbung großer Unternehmen, aber auch gezielt missbräuchlich produzierte Videos sein, die nach der Änderung vor der Reaktion ihres Publikums abgeschirmt werden. Eine bisher zumindest suggerierte Rechenschaftspflicht wird in Teilen aus den Angeln gehoben.

YouTube selbst argumentiert, dass die Maßnahme auf eigenen Experimenten und Daten beruhe, die man seit Anfang des Jahres auf der eigenen Plattform durchgeführt habe. Die Analyse dieser Versuche im Juli 2021 habe ergeben, dass man ablehnendes Verhalten mit diesem Schritt grundsätzlich reduzieren könne.

Die entsprechende Änderung wird ab sofort schrittweise umgesetzt.

Macht die Änderung YouTube also wirklich sicherer? Was denkt ihr über den Schritt?
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Im Video: YouTube Dislike Update

Auf dem offiziellen YouTube Creators Kanal äußert sich zudem Matt Koval, Creator Liaison, zum Thema. Er erklärt in einem dreiminütigen Beitrag ausführlich, was sich die Plattform von der neuen Richtlinie erhofft.

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