7 vs Wild Folge 12 „Mindset gegen Naturgewalt“ ist draußen! Seit dem gestrigen Mittwochabend, 15. Dezember 2021 könnt ihr die neueste Episode sehen, am heutigen Donnerstagabend ab 18 Uhr gehen demnach die ersten Reactions los. Diese könnten von vielen Emotionen geprägt sein, denn ein Teilnehmer hat tatsächlich an Tag 5 das Handtuch geworfen.

Wie schon im Titel erwähnt, wird dieser Beitrag krasse Spoiler zum Verlauf des Selbstexperiments, der „Survival-Tour“ – oder wie auch immer ihr das Projekt von und rund um Fritz Meinecke und seinem Team nennen wollt – enthalten. Wer Folge 12 also noch nicht gesehen hat oder auf keinen Fall wissen möchte, was darin passiert, sollte auf keinen Fall weiterlesen.

7 vs Wild Folge 12 im Recap – Wer ist raus?

Wer zum Ende der Folge 11 gut aufgepasst hat, wird bereits gesehen haben, dass Fabio in der Nacht von Tag 4 auf Tag 5 in Schweden das Siegel seines medizinischen Notfallkits brach. Bereits an den Tagen zuvor hatte er teils über extreme Kälte – vor allem in der Nacht – geklagt und diese als größte aller Herausforderungen herausgestellt. Die Vermutung lag also bereits nahe, dass er auch in dieser Nacht extrem von den niedrigen Temperaturen geplagt wurde. Lediglich 5 Grad Celsius wurden gemessen. Bereits das Thumbnail, welches bereits einige Stunden vor der Premiere der neuesten 7 vs Wild Folge veröffentlicht wurde, sah man Fabio mit einer Rettungsdecke am Feuer sitzen. Die Vermutung, dass er auf diese zurückgegriffen hatte, wurde bestätigt.

Nun führt die Nutzung des Medikits nicht automatisch zur Disqualifikation, sondern soll lediglich einen Punktabzug zur Folge haben. Demnach hätte Fabio auch mit Rettungsdecke einfach weitermachen können. Immerhin hatte er diese nicht – wie es verboten wäre – zweckentfremdet, sondern sie gegen Unterkühlung beziehungsweise extreme Kälte eingesetzt.

Doch Fabio plagte die Kälte noch immer. Obwohl für ihn, wie er es selbst in Folge 12 noch sagt, selbst die Nutzung der Decke schon eine gewisse Art „aufgeben“ gewesen sei, haderte er auch danach noch lange Zeit mit sich und der Situation. Man merkte ihm förmlich an, wie schwer er sich tat, eine finale Entscheidung zu treffen. Immerhin trifft hier vielleicht das stärkste Mindset aller Teilnehmer auf eine extreme Situation.

Am Ende vollbrachte er es dann doch – und ärgerte sich schon im gleichen Atemzug darüber, am vorletzten Tag wirklich aufgeben zu müssen. Er entfernte auch die Plombe der Handyhülle und rief beim Backup-Team an. Diese holten ihn im Anschluss zügig ab und brachten ihn wieder in sichere Gefilde.

Fabio resümierte, dass ein Verbleib in der Challenge allein für sein Ego gewesen wäre und dies gegen Gesundheit und Vernunft gesprochen hätte. Zwar habe er sein Bestes gegeben und versucht so gut es geht durchzuziehen, doch war ihm die Kälte der Nacht am Ende doch überlegen.

Woran hat es gelegen?

Erinnern wir uns noch einmal daran, dass es Fabio war, der von Beginn an nur mit zwei Gegenständen startete und sich trotzdem – insbesondere in den ersten Tagen – mit am besten von allen Teilnehmern schlug. Er fand schnell einen passenden Unterschlupf, sammelte reichlich Punkte in den Tageschallenges und wirkte auch sonst oft motiviert und engagiert. Damit sicherte er sich sofort einen großen Platz in den Herzen der Fans.

Dennoch bleibt am Ende natürlich die Frage, weshalb Fabio gerade an diesem Problem scheiterte. Sicherlich wäre die Wahl und Nutzung eines Schlafsacks die einfachste Lösung gewesen, um der Kälte der Nacht zu entgehen und ohne größere Probleme sieben Nächte lang durchzuhalten. Doch dagegen entschied er sich vor Beginn des Abenteuers selbst explizit, um seine eigenen Grenzen deutlich auszureizen und zu erweitern.

Doch selbst ohne Schlafsack schien er ein vergleichsweise adäquates Mittel gefunden zu haben – seine Höhle bot Schutz, war recht geräumig, bot eine Feuerstelle sowie einen Schlafsack. Die große offene Seite dichtete er, zumindest für einen Sichtschutz ausreichend, mit Stämmen, Ästen und Zweigen ab. Wind schaffte es aber dennoch locker durch die selbstgebaute Wand. Doch neben dem Wind scheint noch eine ganz andere Baustelle entscheidend für die mangelnde Wärme in der Nacht entscheidend gewesen zu sein.

Betrachtet man die Anordnung in Fabios Unterschlupf stellt man schnell fest, dass das Feuer nah am Ausgang und sogar noch ein Stück von seinen Füßen entfernt positioniert war. Der Länge nach lag Fabio vom Feuer weg, sodass vor allem Kopf und Oberkörper sehr weit von der Feuerstelle entfernt waren. Viel mehr Wärme hätte er nutzen können, wenn er das Feuer etwas länglich gestaltet hätte und parallel zu dieser langen Seite geschlafen hätte – am besten sogar, wie es auch Fritz Meinecke in seinen Reactions schon öfter beschrieb -, mit einer Fels- oder Steinwand im Rücken, die die Wärme nochmals hätte reflektieren können.

Dazu wären natürlich extreme Umbaumaßnahmen an Fabios „Shelter“ nötig gewesen, welche selbstverständlich einen großen Kraftakt erfordert hätten. Insbesondere bei einem extremen Kaloriendefizit, unter dem alle Teilnehmer von Beginn an leiden, ist das besonders schwer zu bewältigen. Hätte er jedoch beispielsweise die Energie, die er in den Bau seines Floßes am Vortag steckte, dafür genutzt, seine Unterkunft zu optimieren, wären die Nächste unter Umständen anders verlaufen.

„Hätte, hätte“ lässt sich im Nachhinein immer leicht sagen – deshalb an dieser Stelle auch nur den größten Respekt und keinerlei „Vorwürfe“ an Fabio. Mit seinen Voraussetzungen und seinen gezeigten Leistungen – sowohl körperlich als auch mental – ist er wohl schon jetzt, lange vor dem offiziellen Ende von 7 vs. Wild, so etwas wie der Sieger der Herzen.

Folge 12 in der Wiederholung

Während Fabio also schweren Herzens das Selbstexperiment beendete, sammeln, basteln und filmen die nun nur noch drei verbleibenden Kandidaten fleißig weiter. Kommen Fritz, Mattin und Chris bis zum Ende durch? Das erfahren wir in den letzten noch verbleibenden vier Folgen, die bis zum Ende des Jahres noch erscheinen werden und die erste Staffel abschließen.

Wer Folge 12 noch einmal ansehen möchte, kommt hier direkt zum Video: