Bethesda hat Rage 2 in der vergangenen Nacht (von Montag auf den heutigen Dienstag) veröffentlicht. Das Spiel stammt aus dem Hause id Software (Doom, Quake, Wolfenstein) und den Avalanche Studios (Just Cause). Zwei Entwickler, die gemeinsam geradezu prädestiniert sind für den bunten Mix aus Egoshooter und Open World Szenarios.

Gaming-Grounds.de hat in einer nächtlichen Session die ersten Minuten von Rage 2 einmal angespielt, um sich einen schnellen Eindruck zu verschaffen. Nach dem Preload ließ sich das Spiel sofort aus der Steam-Bibliothek heraus öffnen. Mit rund 36 GB an Daten fällt das Game angenehm handlich aus. Hier lohnt sich also definitiv eine Installation auf SSD, um lästigen Ladezeiten entgegenzuwirken. Rage 2 präsentiert sich ab Start als wirkliches Designprodukt: schillernd leuchtende Neonfarben, gepaart mit dystopischem Ödland und eine stimmige musikalische Untermalung. Große Menüklickerei bleibt dem Spieler nach dem Start erspart, Rage 2 erkennt auf üblichen Systemen sofort die passenden Grafikeinstellungen – los geht’s!

Erster Abstecher ins Ödland

Ein kurzes Intro schmeißt uns ein paar Story-Brocken vor. Der Bösewicht General Cross hat überlebt und ist drauf und dran die letzten überlebenden Arkists und ihre Nachfahren auszurotten. Danke auch. (Wenn ihr mit den Rage 1 Hintergründen nicht ganz vertraut seid, schaut doch mal hier).

In der ersten Interaktion wählt der Spieler zwischen Männlein oder Weiblein, wir befinden uns mitten in einem Angriff der Cyborg ähnlichen Truppen des Generals. Ein Griff zur Waffe und wir nehmen die Herausforderung an: Beschütze deine Leute, geh‘ raus und tritt ein wenig Arsch. Das gefällt uns. So dauert es nicht lange und wir schießen uns durch eine Art interaktives Intro. Dabei werden uns ein paar grundsätzliche Aspekte der Steuerung erklärt und die Spielmechanik etwas vorgestellt. Das ist angenehm gelöst, wenn der Spielfluss auch mehrfach gestoppt wird und wir erst [Enter] drücken müssen, damit wir weiterspielen können. Das ist für alte FPS-Jünger vermutlich eher lästig: Ja, danke, ich weiß, wie ich mich ducken kann.

Die ersten 30 Minuten Gameplay von Rage 2:

Nach den ersten kleineren Gegnern erwartet uns gleich ein gigantisches Monster, zum Glück steht das nicht gleich auf unserer Abschussliste. Ein Ranger-Kollege opfert sich für die Gemeinschaft und befördert das Wesen ins Reich der Toten, stirbt dabei aber selbst. Dafür können wir nun in seine coole Hightech-Rüstung schlüpfen – zum Glück steht uns Quasi-Schwester Lily Prowley zur Seite und hilft uns dabei. Nach ein paar Holo-Instruktionen unserer toten Ziehmutter, die während des Angriffs ebenfalls das Zeitliche gesegnet hat, wissen wir nun was zu tun ist: Finde den General und mache ihm den Gar aus.

Nun gibt es bereits das erste Vehikel in Form eines Buggys – sehr schön – und ein paar Subquests. Wir dürfen also gleich eine Runde im Ödland drehen. So rasant sich das schreibt, so angenehm schnell und unkompliziert laufen auch die ersten Minuten in Rage 2. Wirklich kurzweilig und einfach gut gemacht.

Grafisch präsentiert sich Rage 2 als wirkliches Highlight, dabei scheint die Spiele-Engine wunderbar optimiert. Auf unserem Testrechner (i7, 16 GB Ram, Geforce 1060 – 6GB @ 2560×1080) konnten wir das Game sehr flüssig in hoher Grafikeinstellung spielen, ohne groß in die Einstellungen zu gehen.

Rage 2 fühlt sich sehr dynamisch an, es wirkt wirklich äußerst cineastisch. Das trifft allerdings auch auf die Steuerung und die Feuergefechte zu – es wirkt schon etwas künstlich und wenig taktisch: Ob Kopf, ob Bein, egal – einfach drauf. Popcornkino. Eigentlich spielt sich Rage 2 damit eher wie ein neues Doom. Das mag allerdings ein Eindruck sein, der sich im Laufe des Spiels noch etwas legt. Was uns gefallen hat, war die Andeutung auf die Upgrades, hier kann man sicherlich noch ein paar coole neue Fähigkeiten erwarten, die den Spielablauf auch etwas komplexer werden lässt.

Lohnt sich der Kauf?

Ob das Spiel etwas für euch ist, hängt ein wenig davon ab, ob man sich mit dem Setting zurechtfinden kann. Das Ganze erinnert ein wenig an eine Mischung aus Fallout, Mad Max und natürlich Doom. Wenn sich das Spiel weiter öffnet, muss sich zeigen, ob die pure Ballerei genug Tiefe haben wird. Für einen stolzen AAA-Preis bekommt ihr aber auf jeden Fall ein wirklich schickes Spiel mit Potential – Erweiterungen sind bereits geplant und die recht offene Welt verspricht mehr als nur lineares Gameplay. In einem weiteren Test werden wir näher auf das Spiel eingehen. Einen ersten Eindruck könnt ihr euch aber selber in unserem Video machen (siehe oben).

Vorbesteller und Digital Deluxe Version

Wer sich fragt, wie die Freischaltung der Bonus-Inhalte erfolgt: Alle Extras der Digital Deluxe-Version und die Vorbesteller-Inhalte werden kurz nach der ersten Sequenz freigeschaltet. Sobald ihr mit dem Buggy ins Ödland fahrt, erscheinen entsprechende Einblendungen.

Quelle: Bethesda

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