Achtung jetzt wird es dunkel, aber mit vielen hellen Punkten.

In Scanner Sombre verschlägt es euch in die Tiefen der Erde. Als gestrandeter Höhlenforscher sucht ihr den Weg… ja wohin eigentlich? Vermutlich nach draußen. Nur kleinste Storyfragmente geben euch einen Hinweis, was überhaupt los ist. Der Spieler krabbelt aus seinem Zelt, darin befinden sich eh nur wenige persönliche Dinge und eine spärliche Ausrüstung. Doch eigentlich braucht ihr in der absoluten Finsternis nur eine Sache, und die liegt unweit eures Unterschlupfs: Den Scanner.

Nachdem ihr euch das gute Teil auf den Kopf gesetzt habt, es sieht verdächtig nach einem VR-Set aus, beginnt die Welt sich plötzlich in Form bunter Punkte vor euch zu entfalten. Dot für Dot scannt das Gerät eure Umgebung und verschafft euch so die nötige Sicht in der Finsternis. Nun beginnt eure erstaunliche Reise durch’s Koordinatensystem.

Bunt und schrill. Es handelt sich hierbei allerdings um kein 80s-Sci-Fi. Quelle: Introversion Software

Ausgelegt scheint Scanner Sombre als VR-Titel, HTC Vive und Oculus Rift werden unterstützt. Der Entwickler Introversion Software hat allerdings auch an die Bildschirm-Spieler gedacht, so könnt ihr das Game auch wie gehabt mit Controller oder Maus + Tastatur steuern.

Was ist das für ein Spiel?

Als was könnte man Scanner Sombre wohl am besten beschreiben? Wir finden, dass man es durchaus als Walking Simulator bezeichnen kann. Durch die eingeschränkte Sicht, die Soundkulisse und die absoluter Ungewissheit, was da um euch rum eigentlich passiert, baut sich schnell eine gruselig-beklemmende Stimmung auf: Nichts für Menschen mit ausgeprägter Klaustrophobie.

Hier schlummern Geheimnisse: Nach und nach erschließt sich ein beeindruckendes Höhlensystem. Quelle: Introversion Software

Fazit

Auf alle weiteren Spielelemente wollen wir eigentlich gar nicht eingehen, da kann sich der Spieler gerne selbst überraschen lassen. Von diesen, zugegeben wenigen, Elementen lebt Scanner Sombre dann auch, denn das Game ist mit 1 bis 2 Stunden Spielzeit leider sehr kurz. Wer allerdings die Gelegenheit hat es für ein paar Euro im Sale zu ergattern, dem sei es durchaus anempfohlen. Scanner Sombre ist ein einmaliges Erlebnis, das sich erfrischend vom Einheitsbrei absetzt. Der Scanner-Effekt ist sehenswert und die Atmosphäre überzeugend. Gerade wer von dem Spiel noch nichts gehört hat, darf sich überraschen lassen.

 

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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