Aktuell warnt das Niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) vor fiesen Trojanern. Besonders aktuelle Battle Royale Titel seien davon betroffen. Dem LKA sind Fälle bekannt zu Battlefield 5, Fortnite oder PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) – besonders aktuell sei allerdings der Legends Trojaner „WingmanAphex.zip“.

Dabei handelt es sich um eine Software, die den Spielern als Cheat-Software angepriesen wird. Statt schneller Zielhilfe, lädt die Software nach dem Ausführen allerdings Schadsoftware auf euren PC. In der Vergangenheit waren derartige Softwareangriffe besonders im Zuge von Raubkopien bekannt. Hinter manch einem Crack verbargen sich üble Code-Zeilen.

Gern werden solche Programme unauffällig in das System eingeschleust. Die heruntergeladene Software funktioniert wie versprochen, im Hintergrund arbeitet dann allerdings auch der Trojaner mit, der ganz andere Ziele verfolgt. Auch vor Beta-Mobile-Versionen von beliebten PC- und Konsolentiteln sollte man sich in Acht nehmen. Die Verlockung sei zwar groß, vorab schon mal den begehrten Titel auf dem Smatphone anzuzocken, gerade im Fall von Legends ist eine echte Version allerdings noch nicht spruchreif.

Ist das ein Trojaner?

Eine schnelle Hilfe, solltet ihr doch mal eine fragwürdige Datei erhalten:

  1. Prüft, ob ihr die Software von einer seriösen, vertrauensvollen Quelle bekommen habt (Herstellerseite). Gibt es eine solche Version überhaupt? Hier hilft euch Google.
  2. Ist die Größe der Datei überhaupt groß genug für ein vollwertiges Spiel (dies kann allerdings nur einer groben Einschätzung dienen)
  3. Checkt die Datei mal bei Virustotal – diese Datenbank kennt viele Schadsoftware. Hier könnt ihr fragwürdige Dateien zum Abgleich hochladen.

Was tun wenn es zu spät ist?

Sollte der Ernstfall eingetreten sein und man hat sich doch ein Schadprogramm eingefangen, gilt es Schadensbegrenzung zu betreiben:

  • Antivirenprogramme aktualisieren und System prüfen
  • System vom Netz nehmen
  • alle relevanten Passwörter und Sicherungseinrichtungen auf den neuesten Stand bringen
  • Anzeige erstatten bei eurer zuständigen Polizei. Das könnt ihr in eurem jeweiligen Bundesland auch online machen – hier z.B. Onlinewache Niedersachsen

Und am Ende gilt natürlich: Cheaten lohnt sich nicht.

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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