Eigentlich sollte der Steam Grand Prix nur ein harmloses kleines Event sein, um den Steam Summer Sale anzukurbeln. Doch die Aktion sorgte jüngst für reichlich Unmut.

Das ist der Steam Grand Prix

Jedes Jahr kämpfen die großen Verkaufsplattformen um den höchsten Absatz, vor dem großen Sommerloch sollen die Gamer noch einmal mit satten Rabatten und tollen Angeboten gelockt werden.

Um dem Ganzen einen freudigeren Rahmen zu verpassen und die Kaufmotivation zu steigern, hat sich Valve in diesem Jahr auf Steam eine besondere Aktion einfallen lassen. In dem imaginären Grand Prix traten vom 25. Juni bis zum 7. Juli fünf Teams gegeneinander an: Schwein, Sittich, Kaninchen, Schildkröte und Corgi.

Steamnutzer konnten sich nun einem Team anschließen und mit Spielekäufen oder durch Erfüllung besonderer Aufgaben sogenannte Token verdienen. Mit dieser Grand Prix Währung ließen sich dann verschiedene Items freischalten (Avatars, Hintergründe, etc.) oder aber sein Team unterstützen. Mit einem kräftigen Boost brachte man dann seine Fahrer weiter nach vorne.

Corgi mit Raketenantrieb

Das klingt soweit ganz unterhaltsam, allerdings endete es in einem etwas unausgeglichenen Wettkampf. Offensichtlich gab es mehr Hundefans. Corgi düste los und brachte beinahe unaufhaltsam die meisten Tagessiege nach Hause. Das ist insofern interessant, als dass es am Ende eines jeden Renntages eine gesonderte Gewinnausschüttung gab. Per Zufall wurden Spieler aus den besten drei Teams mit einem kostenlosen Spiel beschenkt. Dafür orientierte sich Valve am ersten Titel (Rang 1) aus der Wunschliste.

Nach einem ersten Aufschrei wegen unfairen Spiels reagierte Valve und versuchte die Teams wieder anzugleichen. Diese „Manipulation“ erregte die Fans allerdings noch mehr. Letztlich gewann das Team Corgi dann doch mit deutlichem Vorsprung vor den anderen Kandidaten.

5.000 Spiele zum Trösten

Auch im Nachhinein wurde die Aktion sehr kritisch besprochen. Um die Wogen etwas zu glätten will Valve nun erneut 5.000 Spiele verschenken. Die Gewinner werden per Zufall ausgewählt und sollten sich über einen Neuzugang in ihrer Bibliothek freuen können. Für solche Aktionen lohnt es sich, seine Wunschliste etwas auf Vordermann zu bringen.

Sich für ein etwas unsauber geplantes Event wie den Grand Prix zu entschuldigen und noch einen Schwung Spiele zu verteilen, finden wir auf jeden Fall sehr nett. Und über das am meisten verteilte Cyberpunk 2077 freuen sich die Teilnehmer bestimmt auch trotz des ungleichen Kampfes.


„Ich gebe zu, ich war auch ein Corgi.“

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Alexander Panknin

Spielejournalist bei gaming-grounds.de
1985 geboren. Mit Doom, Quake und SNES aufgewachsen. War selbst in der Indiegames-Szene aktiv und schreibt nun auf gaming-grounds.de über seine große Leidenschaft: Videospiele.
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